Cafu: DFB nicht von Müller abhängig

SID
Cafu ist beeindruckt vom DFB-Team
© getty

Brasilien ist abhängig von Neymar, Deutschland aber nicht von Thomas Müller: Im Interview mit dem "SID" hob Cafu, der Weltmeister-Kapitän der Selecao von 2002, die mannschaftliche Geschlossenheit der DFB-Elf als Stärke heraus.

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"Viele Akteure können ein Spiel entscheiden, einer davon ist Müller", sagte der 44-Jährige mit Blick auf die zahlreichen Alternativen, die Bundestrainer Joachim Löw in seinem Team hat.

"Er ragt zwar heraus, ist aber nicht der Beste der Welt", sagte Cafu, ohne den Münchner auf eine Stufe mit Neymar stellen zu wollen.

Und deshalb erklärte Brasiliens Rekord-Nationalspieler: "Wir haben heute den besten Spieler der Welt in den Reihen. Eine Referenz für den brasilianischen Fußball. Er ist unsere größte Hoffnung auf Tore."

"Es wird schwieriger als gegen Chile"

Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger sehe einem möglichen Halbfinale gegen die deutsche Elf gelassen entgegen. "Ich gehe dann von einem Sieg aus, aber die Erfahrung zeigt, dass auf dem Platz auch Unvorgesehenes passieren kann", äußerte Cafu, der vor zwölf Jahren beim 2:0 gegen Deutschland im WM-Finale in Yokohama die "Kanarienvögel" anführte.

Das Augenmerk gelte aber erst einmal dem eigenen Viertelfinale gegen Kolumbien. "Es wird um einiges schwieriger als gegen Chile. Kolumbien spielt ein gutes Turnier, hat mit Uruguay schon einen starken Gegner ausgeschaltet. Sie werden auch gegen Brasilien frech aufspielen", ist sich der ehemalige Italien-Legionär (AS Rom, AC Mailand) sicher.

Abseits des Platzes fiel sein bisheriges WM-Fazit mehr als positiv aus. "Das ist Brasilien. Das ist unser Land. Ein fantastisches Land, das in der Lage ist, Krisen zu überwinden. Heute sprechen alle nur von der WM, von Fußball. Die Stadien sind wunderbar, die Fans super drauf", betonte der Ausnahmespieler, der mit der Selecao drei WM-Finals (1994, 1998 und 2002) in Folge erreichte.

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