Sonntag, 06.06.2010

DFB-Team

Siegenthaler sieht schwache Australier

Urs Siegenthaler war in "geheimer Mission unterwegs". Der Chef-Beobachter des DFB spionierte den Gruppengegner Australien aus und sah eine schwache Vorstellung der Socceroos.

Craig Moore (l.) war auch bei der WM 2006 in Deutschland dabei und erzielte ein Tor in vier Spielen
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Craig Moore (l.) war auch bei der WM 2006 in Deutschland dabei und erzielte ein Tor in vier Spielen

Sollte Pim Verbeek Unbehagen verspüren, so lässt er es sich zumindest nicht anmerken. Die Generalprobe für das WM-Spiel am kommenden Sonntag gegen Deutschland ging daneben, seine Wunschformation ist in der Tat nur eine Wunschvorstellung, doch der Trainer der australischen Nationalmannschaft hat offenkundig die Ruhe weg.

"Ich bin nicht besorgt", versicherte der Niederländer nach dem eigenartigen 1:3 (1:2) der Socceroos im Vorbereitungsspiel gegen WM-Teilnehmer USA in Johannesburg.

Verbeek, bei der WM 2006 in Deutschland Assistent von Guus Hiddink, scheint starke Nerven zu haben. Eine Woche vor dem Spiel gegen Deutschland in Durban (13. Juni, 20.30 Uhr) verteilten seine Auserwählten Gastgeschenke, die Angreifer Edson Buddle (4./31.) und der für ihn eingewechselte Herculez Gomez (90.+3) für die USA höchst erfreut annahmen.

"So viele Chancen hatten die gar nicht", betonte Verbeek und versicherte trotzig: "Nach so einem Spiel mache ich mir überhaupt keine Sorgen."

WM-Stadien: Sky-Walk und afrikanische Erde
Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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Oktober 2009: Das 200-Millionen-Euro-Wahrzeichen der WM ist fast fertig. Soccer City in Johannesburg. Die Farben der Hülle symbolisieren die afrikanische Erde
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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94.700 Fans können im Johannesburger Soccer City Stadion das Eröffnungsspiel und das Finale der WM live mitverfolgen. Soccer City: die Heimat des südafrikanischen Fußballs
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park ist eines der beiden Johannesburger WM-Stadien. Bereits 1982 erbaut, wurde es für die WM 2010 auf 62.000 Plätze erweitert
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Der Ellis Park nach dem Umbau: Das so genannte Coca-Cola Park ist eine moderne Fußballarena mitten in Johannesburg
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Juli 2008: Der Neubau des Moses Mabhida Stadions in Durban wird mit einer Kapazität von 70.000 Sitzplätzen das zweitgrößte Stadion der WM. Ein Halbfinale wird hier ausgetragen
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Die Bögen des Moses Mabhida Stadions in Durban symbolisieren südafrikansiche Einheit. Der 106 Meter hohe Sky Walk ist begehbar
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Die Bögen des Moses Mabhida Stadions in Durban symbolisieren südafrikansiche Einheit. Der 106 Meter hohe Sky Walk ist begehbar
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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Das Free State Stadion in Bloemfontein wurde bereits 1952 erbaut und wird für die WM modernisiert und aufgestockt. 45.000 Fans finden hier Platz
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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März 2009: Das Green Point Stadion im Kapstadt besticht durch seine herrliche Lage direkt am Atlantik. Seine Wellenform erhält eine spezielle Dachkonstruktion aus Glas
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Kapstadts Perle: Im Green Point Stadion findet eines der beiden Halbfinals statt. 68.000 Zuschauer haben Platz. Nach der WM wird das Stadion eine reine Rugby-Arena
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Januar 2008: Das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth mit seiner außergewöhnlichen Dachkonstruktion. 43.000 Zuschauer haben hier später Platz
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Ein architektonisches Meisterwerk für 70 Millionen Euro: Das Nelson Mandela Bay Stadion ist bereits fertig. Hier findet das Spiel um Platz drei statt
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Juni 2008: Das Mbombela Stadion in Nelspruit wird extra für die WM gebaut. Hier entsteht auch das neue Medienzentrum
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Oktober 2009: Das Mbombela Stadion in Nelspruit fasst 46.000 Zuschauer. Die Pfeiler sind der Form von Giraffenköpfen nachempfunden
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Juli 2008: Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane wurde für 112 Millionen Euro extra für die WM 2010 gebaut. Polokwane ist die nördlichste Spielstätte
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Das Peter Mokaba Stadion in Polokwane fasst 45.000 Zuschauer. Es wurde nach einem berühmten Gegner des Apartheit-Regimes benannt
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Mit 42.000 Sitzplätzen ist der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg das kleinste Stadion der WM in Südafrika
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Der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg nord-westlich der Hauptstadt Johannesburg wurde 1999 für 33 Millionen Euro umgebaut
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Der Royal Bafokeng Sports Palace in Rustenburg nord-westlich der Hauptstadt Johannesburg wurde 1999 für 33 Millionen Euro umgebaut
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Im alt-ehrwürdigen Loftus Versfeld Stadion in Südafrikas Hauptstadt Pretoria haben 50.000 Zuschauer Platz. "Loftus" ist eines des ältesten Stadien in Südafrika
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Auch David Beckham vor Ort

Dabei gäbe es viele Gründe, ein wenig unruhig zu werden. Im Ruimsig-Stadion von Roodeport waren die Australier dem erstaunlich hohen Anfangstempo der USA nicht gewachsen. Darüber hinaus kamen sie mit den sehr gewöhnungsbedürftigen Bedingungen - Höhenlage, Ball und holpriger Rasen - überhaupt nicht zurecht.

Vor den Augen von David Beckham, der als Spion von Englands Nationaltrainer Fabio Capello Gruppengegner USA beobachtete, traf in einem seltenen Glücksmoment wenigstens Tim Cahill zum zwischenzeitlichen 1:1 (19.).

Der DFB war in Roodeport in Person von Chef-Beobachter Urs Siegenthaler vertreten, allzu viele Erkenntnisse dürfte der Schweizer aber nicht gewonnen haben. "Wir waren nicht gut organisiert", gab Australiens Trainer Verbeek zu, beharrte freilich darauf, dass die Begegnung wenig Aussagekraft habe.

"Ich weiß, dass meine Spieler jetzt noch nicht bereit sind, wir haben auch noch ein paar Tage bis zu unserem ersten Spiel. Wenn es ein WM-Spiel gewesen wäre, wären wir doch ganz anders reingegangen."

Personelle Probleme bei Australien

Zu den Schwächen vor allem in der ersten Halbzeit kommen aber auch noch personelle Probleme. Torschütze Cahill, tragende Säule der Socceroos, musste nach der Pause wegen einer Nackenverletzung in der Kabine bleiben. "Ich wollte kein Risiko eingehen, er wird ein wenig massiert und dann wird das schon", sagte Verbeek.

Gleiches soll für zwei andere Hauptfiguren der Australier gelten: Die angeschlagenen Harry Kewell (Leiste) und Brett Emerton (Wade) kamen bei der großen Generalprobe für das Spiel gegen Deutschland nicht zum Einsatz.

In Bestform wären die drei wichtigsten Stützen der Socceroos wohl selbst dann nicht, wenn sie am kommenden Sonntag in Durban in der Anfangself der Australier stehen sollten. Allerdings, Verbeek bleibt optimistisch: "Besser, sie waren jetzt nicht fit, als dass sie es am Sonntag nicht sind."

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