Fussball

"Bin enttäuscht und verärgert"

SID
Stefan Kießling (r.) hat unter Jogi Löw (l.) zwei Länderspiele bestritten - das letzte im Februar 2009
© Imago

Er ist zur Zeit Deutschlands bester Stürmer - trotzdem wurde Stefan Kießling von Joachim Löw nicht für die kommenden Länderspiele nominiert.

"Was mache ich denn falsch?" Stefan Kießling, versteht die Welt nicht mehr. Wieder wurde er von Bundestrainer Joachim Löw nicht in den Kader der Nationalmannschaft für die kommenden beiden Länderspiele gegen Russland (Sa., 16.30 Uhr im LIVE-TICKER) und Finnland berufen - und das, obwohl sich der Stürmer von Bayer Leverkusen zur Zeit in absoluter Topform präsentiert.

Kießling führt die Torjägerliste mit sechs Treffern an und hat damit alleine mehr Tore erzielt als seine vier Konkurrenten um einen Platz im deutschen Sturm zusammen. Mario Gomez (3 Tore), Miroslav Klose (0 Treffer), Lukas Podolski (1 Treffer) und Cacau (kein Tor) suchen nach ihrer Form - sind aber dennoch gegen Rußland und Wales dabei.

"Wieder nicht dabei"

Kießling hat bisher zwei Länderspiele für Deutschland bestritten - das letzte im Februar 2009. Zu diesem Zeitpunkt hatte er auch das letzte Mal Kontakt mit dem Bundestrainer - das liegt jetzt acht Monate zurück.

Von seiner Nicht-Nominierung hat er im Internet erfahren. Er ist darüber "enttäuscht und verärgert", wie er der "Bild" erzählte. Mit öffentlicher Kritik am Bundestrainer hält er sich aber zurück - er möchte sich lieber mit Leistung und Toren weiter aufdrängen.

Ein Gespräch mit Löw würde Kießling sich dennoch wünschen: "Natürlich wäre es schön, von ihm persönlich zu wissen, woran ich bin. Andererseits bringt es auch nicht viel, wenn wir zwar reden, ich aber trotzdem nicht nominiert werde".

Nach Afrika als Deutscher Meister

Selbstverständlich schaut er sich das Spiel am Samstag im Fernsehen an: "Es ist doch meine Mannschaft".

Kießlings großes Ziel ist nach wie vor die WM. Und die Meisterschaft mit Tabellenführer Bayer Leverkusen. "Den Titel könnte mir keiner nehmen". Bis dahin hofft Stefan Kießling weiter auf einen Anruf vom Bundestrainer und seine Nominierung für die Nationalmannschaft: "Ich will nur wieder spielen".

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