Fussball

DFB-Frauen von Schweden kalt erwischt

SID
Viele packende Zweikämpfe prägten das Duell der Schwedinnen mit den DFB-Damen
© Getty

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat zum dritten Mal in Folge das Finale des Algarve Cup verpasst. Nach dem 2:3 gegen Schweden geht es nun um Platz drei.

Die deutschen Fußballerinnen haben aufgrund der schlechtesten ersten Halbzeit seit zehn Jahren den Einzug ins Finale des Algarve Cups und das Kräftemessen mit dem Erzrivalen USA verpasst.

Nach zwei Siegen zuvor unterlag die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der ein Remis für den Endspiel-Einzug gereicht hätte, im letzten Gruppenspiel 2:3 (0:3) gegen Schweden.

Höchster Halbzeit-Rückstand der DFB-Damen-Geschichte

Mit dem 0:3 zur Pause stellte das DFB-Team, für das die eingewechselte Inka Grings (77.) und Kim Kulig (81.) die Tore erzielten, den Negativ-Rekord für den höchsten Halbzeit-Rückstand in ihrer Geschichte (zuletzt im März 1999 gegen China) ein.

Während die Skandinavierinnen, für die Nilla Fischer (28.) sowie Lotta Schelin (36./38.) trafen, gegen die USA das Finale bestreiten, muss der Welt- und Europameister am Mittwoch im Spiel um den dritten Platz antreten.

Schon im vergangenen Jahr stand die deutsche Mannschaft, die 2005 sowie 2006 das Endspiel erreicht hatte, im kleinen Finale und unterlag damals 0:2 gegen Norwegen.

Gegentor bringt DFB-Team aus dem Konzept

Vor 200 Zuschauern im EM-Stadion von Faro hatte die stark verjüngte deutsche Mannschaft, die ohne die Stammkräfte Birgit Prinz, Kerstin Stegemann, Ariane Hingst, Annike Krahn und Simone Laudehr an die Algarve gereist war, schon nach vier Minuten Glück, als die schwedische Star-Spielerin Schelin die erste große Chance des Vize-Weltmeisters von 2003 nicht nutzen konnte.

Im Anschluss an diese Szene konnte das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid, in deren Kader sieben Spielerinnen 20 Jahre oder jünger sind, das Spiel ausgeglichen gestalten und verbuchte durch einen Freistoß von Melanie Behringer seinerseits die erste Möglichkeit (7.).

Mit zunehmender Spieldauer nahmen die Deutschen das Heft sogar in die Hand, dennoch musste die DFB-Elf nach einem Fehler von Innenverteidigerin Saskia Bartusiak den überraschenden Rückstand hinnehmen.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Nach dem Rückstand war der Rekord-Europameister, der sich derzeit im Vorfeld der EM in Finnland (23. August bis 10. September) in der Experimentierphase befindet, total von der Rolle und kassierte nach weiteren schweren Fehlern in der Defensive noch vor der Pause zwei weitere Gegentore. Mit dem 0:3 zur Pause waren die Deutschen sogar noch gut bedient.

In der zweiten Hälfte kamen die Deutschen allerdings fast noch zum erhofften Ausgleich, nachdem Grings (77.) und Kulig (81.) die DFB-Auswahl überraschend wieder heranbrachte.

Kulig profitierte dabei von einem schweren Fehler der schwedischen Torhüterin Hedvig Lindahl.

Däninnen als Gegner

Am Mittwoch im Spiel um den dritten Platz trifft die deutsche Mannschaft nun auf Dänemark. Die Däninnen setzten sich im letzten Spiel der Vorrundengruppe B mit 2:0 gegen Island durch.

Die Partie in Faro wird jedoch nicht wie ursprünglich geplant, um 11.30 Uhr deutscher Zeit, sondern erst um 14.15 Uhr angepfiffen. Grund dafür sind die Wünsche des übertragenden TV-Senders "ZDF".

Das Finale zwischen Olympiasieger USA und Schweden, das sich am Mittwoch 3:2 (3:0) gegen die deutsche Mannschaft durchgesetzt hat, verschiebt sich damit von 14.15 Uhr auf 17.00 Uhr.

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