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B04 baut Serie aus - Brandt historisch

Julian Brandt hat gegen den AS Monaco getroffen

In der Gruppe E hat Bayer Leverkusen am 6. Spieltag mit 3:0 (1:0) gegen AS Monaco gewonnen. Julian Brandt trug sich in die Torschützenliste ein und ist damit der jüngste Torschütze der Werkself in der Champions League überhaupt.

Vor 21.928 Zuschauern in der BayArena brachte Vladlen Yurchenko die Werkself in der 30. Minute in Führung, nach dem Seitenwechsel erhöhte Julian Brandt auf 2:0 (48.).

Julian Brandt ist mit 20 Jahren und 219 Tagen der jüngste Torschütze der Werkself in der Königsklassen-Historie. Er löst damit Hakan Calhanoglu ab, der bei seinem ersten Champions-League-Treffer 20 Jahre und 235 Tage alt war.

In der 82. Minute erhöhte Leverkusen mit einem kuriosen Treffer auf 3:0. Erst scheiterte Wendell mit einem Foulelfmeter an der Unterkante der Latte, der Abpraller landete am Rücken von Morgan de Sanctis, der den Ball hinter die Linie ablenkte. Da die UEFA den Treffer als Eigentor wertete, haben die Leverkusener in allen drei Wettbewerben mindestens einen Elfmeter verschossen.

Leverkusen hat erstmals eine Champions-League-Gruppenphase ungeschlagen überstanden. Bereits vor dem Spiel stand Monaco als Sieger der Gruppe E und Leverkusen als Gruppenzweiter fest.

Die Reaktionen

Roger Schmidt (Trainer Leverkusen): "Wir haben das Spiel bestimmt und uns viele Chancen herausgespielt. Wir hätten das ein oder andere Tor mehr schießen können."

Leonardo Jardim (Trainer Monaco): "Leverkusen war heute zu stark. Wir sind aber sehr glücklich, als einziges französisches Team den ersten Platz belegt zu haben."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Vergleich zum 1:1 gegen Freiburg am Samstag nimmt Schmidt fünf Änderungen vor. Für Leno, Henrichs, Havertz, Aranguiz und Kampl rücken Özcan, Kießling, Baumgartlinger, da Costa und Yurchenko in die Startformation.

Sein Gegenüber Jardim wirft die Rotationsmaschine an: Bei Monaco sind im Vergleich zum 5:0-Ligaerfolg gegen Bastia nur noch Jemerson und Toure über.

7.: Brandt behauptet den Ball am rechten Strafraumeck stark und legt ihn mit der Hacke auf Wendell, der links im Strafraum viel Platz hat. Der Verteidiger passt flach Richtung Elfmeterpunkt zurück, wo Chicharito lauert und mit links direkt abzieht, doch De Sanctis wehrt zur Ecke ab.

29.: Bei einem Konter sprintet Brandt seinem Gegenspieler auf dem rechten Flügel davon und legt vom Strafraumeck flach auf Chicharito quer, doch dessen Versuch aus rund sieben Metern wehrt De Sanctis mit den Füßen ab.

30., 1:0, Yurchenko: Jetzt ist es passiert! Im linken Halbfeld bedient Wendell Yurchenko, der den Ball durch das Mittelfeld treibt und plötzlich rund 30 Meter vor dem Tor unfassbar viel Platz hat. Der 22-Jährige zirkelt den Ball aus zentraler Position perfekt in den rechten Winkel. Traumtor!

34.: Brandt schlägt eine Ecke von rechts in den Strafraum, Kießling verlängert am ersten Pfosten auf Dragovic, der aus fünf Metern auf das Tor köpft. De Scantis pariert den zu zentral geratenen Versuch, Raggi schlägt den Ball aus dem Strafraum.

48., 2:0, Brandt: Kapitaler Fehlpass von N'Doram im Spielaufbau der Gäste! Baumgartlinger nimmt den Ball an der Mittellinie auf und bedient Brandt, der auf der linken Seite Calhanoglu sieht. Der Türke steckt wiederum auf den durchgestarteten Brandt durch, dessen Schuss aus spitzem Winkel über De Sanctis hinweg ins Tor abgefälscht wird.

56.: Pfosten! Am linken Flügel gewinnt Moutinho das Laufduell mit Jedvaj. Der Portugiese spielt flach und scharf nach innen, wo Jean aus kurzer Distanz mit einem Linksschuss am Aluminium scheitert.

82., 3:0, De Sanctis (ET): Kurioser Treffer! Diallo bringt Kruse zu Fall und Mazeika zeigt zu Recht auf den Punkt. Wendell tritt an und hämmert den Ball halbrechts an die Unterlatte. Von dort aus prallt das Leder an De Sanctis' Rücken und trudelt hinter die Linie.

Fazit: Leverkusen war über die gesamten 90 Minuten das spielbestimmende Team und auch die Höhe des Siegs geht in Ordnung.

Der Star des Spiels: Julian Brandt. War der aktivste Offensivspieler der Leverkusener und sprintete seinen Gegenspielern immer wieder davon. Rundete seinen starken Auftritt mit einem Treffer ab.

Der Flop des Spiels: Kevin N'Doram. Konnte das Geschehen als zentraler Mittefeldspieler nicht an sich reißen. Zudem unterlief ihm der gravierende Fehlpass vor dem 0:2.

Der Schiedsrichter: Gediminas Mazeika (Litauen). Gute Leistung des Unparteiischen, der aber auch keine strittigen Entscheidungen treffen musste. Richtig, in der 14. Minute nicht auf Elfmeter zu entscheiden, als Carillo Wendell den Ball aus kürzester Distanz an die Hand köpfte. Das Foul von Diallo war hingegen ein klarer Strafstoß.

Das fiel auf:

  • Leverkusen übernahm von Anfang an die Initiative und zwang die Gäste weitgehend in die Defensive. Dabei waren lange Passstafetten auf beiden Seiten Mangelware. Die Werkself war gar nicht an ausufernden Ballbesitzphasen interessiert, sondern suchte geradlinig den Weg nach vorne.
  • Schmidt ließ seine Mannschaft im 4-4-2 auflaufen, wobei die meisten Torchancen über die Außen initiiert wurden. So wurden Bayers Flügelspieler häufig ins Laufduell oder Dribbling-Situationen geschickt. Leverkusen profitierte davon, dass die Monegassen dem Gastgeber in diesen Situationen extrem viel Platz ließen.
  • Monaco war sichtlich darum bemüht, keine Konter zuzulassen. Nach Ballverlusten formierten sich alle Gäste-Spieler umgehend wieder hinter dem Ball. Leverkusen fehlte hingegen immer wieder im zentralen Mittelfeld die Absicherung, sodass sich einige Kontersituationen für Monaco ergaben. Die Franzosen verpassten es jedoch, diese vernünftig zu Ende zu spielen.
  • Auch Jardim schickte sein Team in einem 4-4-2 auf das Feld, aber die Monegassen zeigten sich bei eigenem Ballbesitz nicht so flexibel wie der Gastgeber. Dadurch fehlte es an Anspielstationen und das Aufbauspiel Monacos kam zumeist früh zum Erliegen.

Bayer Leverkusen - AS Monaco: Die Statistik zum Spiel

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