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Champions League, Viertelfinale

Dreifacher Ronaldo stoppt Wolfsburg

Dienstag, 12.04.2016 | 22:40 Uhr
Cristiano Ronaldo erzielte seine Champions-League-Tore 91, 92 und 93
© getty
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Der VfL Wolfsburg hat die große Chance auf den Halbfinaleinzug in der Champions League verpasst. Der überragende Cristiano Ronaldo erzielte beim 3:0 (2:0) gegen die Wölfe alle drei Tore und drehte das 0:2-Hinspielergebnis quasi im Alleingang.

Vor 75.000 Zuschauern im nicht ausverkauften Estadio Santiago Bernabeu legte Ronaldo (15., 17.) früh den Grundstein für das Weiterkommen. Mit einem Freistoßtreffer in der 77. Minute besiegelte er das Wolfsburger Aus.

CR7 erzielt damit zum fünften Mal drei oder mehr Tore in einem Champions-League-Spiel, womit er mit Lionel Messi gleichzog. Außerdem: Der Portugiese ist der erste Spieler der Königsklassen-Historie, der in zwei Spielzeiten mindestens 15 Tore erzielte. Insgesamt steht er 93 Champions-League-Toren.

Reaktionen:

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich glaube, dass wir die ersten 20 Minuten nicht richtig angenommen haben. Es ist ärgerlich, 0:3 zu verlieren und dabei zwei Standardtore zu kassieren. Auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten. Wenn du weiterkommen willst, brauchst du zwei gute Spiele. Heute war ich phasenweise zufrieden, aber die letzte Überzeugung hat gefehlt. Im Nachhinein ist die Enttäuschung groß. Jetzt müssen wir sehen, dass wir in der Bundesliga den Kopf gleich wieder hochnehmen."

Diego Benaglio (VfL Wolfsburg): "Es ist natürlich ganz bitter. Wir haben nach dem 0:2 gar nicht schlecht reagiert. Wenn man sieht, wie groß die Erleichterung bei Real Madrid war, wird deutlich, dass sie alles geben mussten."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Zidane ändert sein Team gegenüber dem 0:2 in Wolfsburg auf einer Position, Carvajal spielt für Danilo. Aus dem Eibar-Spiel stehen nur Ronaldo, Casemiro, Pepe und Carvajal in der Startelf. Wolfsburg mit der Elf aus dem Hinspiel.

6.: Die erste Gelegenheit für Real: Kroos holt links den ersten Eckball aus und nimmt sich der Sache direkt an. Das Leder segelt auf den Kopf von Ramos, der die Kugel aus knapp 13 Metern halblinker Position im Strafraum in einem hohen Bogen auf das lange Eck köpft. Der Ball tanzt noch auf der Oberkante der Querlatte.

15., 1:0, Ronaldo: Carvajal marschiert auf seiner rechten Seite nach vorne, bekommt gleich zwei Mal die Gelegenheit zu flanken. Rodriguez fälscht ab, Naldo kommt am zweiten Pfosten nicht ran und Ronaldo schiebt aus fünf Metern problemlos ein.

17., 2:0, Ronaldo: Ronaldo egalisiert das 0:2 aus dem Hinspiel innerhalb von 86 Sekunden: Kroos schlägt einen Ecke von links auf den kurzen Pfosten, wo sich der Portugiese seiner Gegenspieler Guilavogui und Gustavo entledigt und aus acht Metern per Aufsetzer ins rechte Eck einköpft.

32.: Wolfsburgs Draxler muss mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz. Max Kruse ist neu im Spiel.

34.: Gustavo fasst sich aus 25 Metern ein Herz und feuert einfach drauf. Navas reißt die Fäuste hoch und lenkt die Kugel über den Kasten.

38.: Bruno Henrique bekommt die Kugel zehn Meter vor dem Tor nach einem Kruse-Querpass von der Grundlinie vor die Füße, offenbart aber Probleme bei der Ballannahme. Ramos wirft sich in höchster Not in dessen Schuss, der Ball springt rechts vorbei.

60.: Guilavogui und Naldo beirren sich bei einem flachen Modric-Querpass von rechts selbst - und fabrizieren beinahe ein Eigentor. Benaglio pariert per Fußabwehr.

66.: Das Bernabeu jubelt, Ramos jubelt. Doch Kassai gibt das vermeintliche Tor nicht. Der Reihe nach: Kroos schlägt eine Ecke in die Mitte, Ramos setzt sich gegen Dante im Kopfballduell durch und nickt den Ball aus neun Metern an den rechten Innenpfosten. Von dort aus prallt das Leder nicht ganz über die Linie, sodass Benaglio im allerletzten Moment retten kann.

70.: Rodriguez zwirbelt das Leder ins Zentrum. Dante gewinnt gegen Ramos den Offensivkopfball, platziert diesen aber nicht richtig. Navas fängt die Kugel mit der Mütze.

77., 3:0, Ronaldo: Ronaldo findet bei einem Freistoß genau diese eine Lücke in der Mauer, die Guilavogui und Naldo anbieten. Der Ball klatscht noch einmal auf, der nasse Rasen beschleunigt die Kugel noch einmal, sodass sie ins rechte Eck fliegt. Benaglio ist chancenlos.

Fazit: Ronaldo, Ronaldo, Ronaldo. Der Mann entscheidet den Sieg für Real. Wolfsburg wehrt sich tapfer, scheidet aber letztlich etwas unglücklich aus.

Der Star des Spiels: Cristiano Ronaldo. Er ist Gehirn, Herz, Niere, Leber, Beine, Füße - er ist alles bei Real Madrid. Es sind nicht nur die drei Tore, die er erzielte, sondern der gesamte dominante Auftritt des Superstars, der ihn auch an diesem Abend außergewöhnlich machte.

Der Flop des Spiels: Josuha Guilavogui. Hatte wie viele Wolfsburger nicht seinen besten Tag, war am zweiten und dritten Treffer beteiligt. Außerdem gewann er nur knapp etwas mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Viktor Kassai (Ungarn) ließ sich von der beeindruckenden Atmosphäre nicht sonderlich beeindrucken, hatte eine klare Linie in der Beurteilung von Zweikämpfen. Richtig, in der 66. Minute Ramos' vermeintlichen Treffer nicht zu geben.

Das fiel auf:

  • 15 Minuten stand Wolfsburg sattelfest, wehrte sich gegen das extreme Gegenpressing der Gastgeber, die zwar den Ball hatten, aber keine Torchancen kreierten. Der erste Fehler im Aufbau (von Arnold) wurde eiskalt bestraft.
  • Reals Angriffsidee: Die beiden Außenverteidiger rücken weit auf, Casemiro lässt sich als Absicherung fallen. Ronaldo und Bale zogen dagegen immer wieder in die Mitte, Ronaldo war der Fixpunkt als Anspielstation.
  • Wolfsburg Problem über weite Strecken der ersten Hälfte: Zu viele und zu schnelle Ballverluste im Aufbau, sodass lange Zeit keine Entlastung eintrat. Naldo und Dante gewannen in den ersten 30 Minuten keinen einzigen Zweikampf.
  • Draxlers verletzungsbedingte Auswechslung war bitter, brachte aber einen Ruck ins Wolfsburger Spiel, Kruse erhöhte die Durchschlagskraft bzw. die Körperlichkeit in der Offensive, sodass die Niedersachsen prompt gefährlicher wurden.
  • Aber Wolfsburg ließ Nachhaltigkeit vermissen - und zeitweise schien auch der Mut zu fehlen. Zu viele Vorstöße erstickten im Keim oder es fehlte an der richtigen Entscheidung im Abschluss.
  • Ein großes Wolfsburger Problem: Sie verursachten zu viele Standardsituationen. Die Tore zwei und drei resultieren daraus - auch ansonsten gingen viele Real-Chancen vom ruhenden Ball aus.

Real Madrid - VfL Wolfsburg: Daten zum Spiel

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