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Champions League, Viertelfinale

Barca siegt dank Überzahl und Suarez

Dienstag, 05.04.2016 | 22:39 Uhr
Luis Suarez drehte die Partie nach zwei Flanken zu Gunsten von Barca
© getty
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Das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League gewinnt der FC Barcelona gegen Atletico Madrid mit 2:1 (0:1). Fernando Torres brachte die Rojiblancos in Führung, Luis Suarez drehte die Partie mit zwei Treffern nach Platzverweis gegen Torres.

Vor 88.534 Zuschauern im Camp Nou erzielte Fernando Torres (25.) das wichtige Auswärtstor für Atletico Madrid. Nur wenige Minuten nach seinem Treffer musste der Spanier nach wiederholtem Foulspiel (36.) mit Gelb-Rot vom Platz. Dieses "Kunststück" war zuletzt Bastian Schweinsteiger (2014) und Manduca (2012) gelungen.

Luis Suarez (63.) gelang der verdiente Ausgleich nach dem Seitenwechsel, wenig später feierte Barcelonas Rafinha nach langer Verletzungspause sein Comeback. Wieder Suarez (74.) drehte die Partie zu Gunsten des inzwischen drückend überlegenen Barcelona.

Dr. Felix Brych zeigte den Rojiblancos insgesamt neun Gelbe Karten. Das Rückspiel findet am 13. April im Vicente Calderon statt.

Die Reaktionen:

Luis Enrique (Trainer Barcelona): "Ich freue mich schon auf das Rückspiel, aber wir müssen jetzt zuerst an die Liga und Real Sociedad denken. Wir haben Atletico, einen extrem schweren Gegner, wieder geschlagen. Das gilt es zu würdigen."

...über die Rote Karte: "Das war absolut die richtige Entscheidung."

Diego Simeone (Trainer Atletico): "Der Schiedsrichter? Darüber müsst ihr urteilen. Ich kann nur sagen, dass ich stolz bin, eine solche Mannschaft trainieren zu dürfen. Wir haben demonstriert, dass wir eine Gruppe sind und keine Individualisten und wir werden einen Kampf bieten, komme, was wolle."

...über die Rote Karte: "Die Schuld gebe ich definitiv nicht Fernando."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Luis Enrique vertraut auch in der Champions League auf die Elf, die kürzlich gegen Real Madrid den Clasico mit 1:2 verlor. Einzige Änderung ist, wie gewohnt, Marc-Andre ter Stegen für Claudio Bravo.

Diego Simeone und seine Mann siegten am Wochenende mit 5:1 gegen Real Betis, bieten aber zwei Änderungen auf. Yannick Carrasco spielt für Augusto Fernandez, Diego Godin für Nacho Monsalve. Stefan Savic hat es im Gegensatz zu Godin nicht geschafft, der junge Lucas Hernandez verteidigt.

19.: Alves flankt vom rechten Strafraumrand gefühlvoll auf den langen Pfosten. Dort köpft Neymar, sein Versuch geht aber über das Tor von Oblak.

25., 0:1, Torres: Barca lässt Koke zentral vor dem Strafraum viel zu viel Platz. Der Mittelfeldspieler kann sich drehen, Pique rückt heraus, in seinem Rücken läuft Torres davon und tunnelt ter Stegen.

32.: Griezmann nimmt Alba im diagonalen Laufduell ordentlich Meter ab und springt mit links in den langen Ball. Ter Stegen mit einer tollen Parade!

36.: Busquets vertändelt fast einen Ball, Torres rutscht ihm an der Mittellinie hinein. Brych zeigt Gelb-Rot.

49.: Iniesta geht frei durchs Mittelfeld und spielt raus zu Neymar, welcher flankt. Messi nimmt den Ball mit der Brust an, setzt den folgenden Fallrückzieher aber neben den Pfosten.

51.: Neymar dribbelt von der linken Seite nach innen und versucht es mit dem Zirkel. Sein Schuss klatscht an die Latte.

63., 1:1, Suarez: Eine Frage der Zeit, jetzt passiert. Alves flankt, Alba will schießen, trifft aber Suarez. Dieser schaltet schnell und schiebt ein, kein Abseits.

74., 2:1, Suarez: Messi spielt auf Suarez, der mit Rücken zum Tor direkt nach außen zu Alves prallen lässt und sich nach innen bewegt. Die Flanke kommt perfekt, Oblak ist beim Kopfball machtlos.

Fazit: Atletico war bis zum Platzverweis für Torres mindestens gleichwertig. Anschließend bröckelte die Defensive in Unterzahl mehr und mehr, bis Suarez die Partie verdient drehte.

Der Star des Spiels: Luis Suarez spielte eine glücklose erste Hälfte, zeigte sich dann allerdings entscheidend. Mit seiner Präsenz im Strafraum schuf er Möglichkeiten gegen das Bollwerk von Atletico, setzte seinen Körper ideal ein und erzielte so die beiden Tore der Katalanen.

Der Flop des Spiels: Fernando Torres erzielte das 1:0. Punkt. Denn danach war sein Abend beendet. Zwei Gelbe Karten holte sich der Nationalspieler innerhalb kürzester Zeit ab und brockte seinem Team damit eine Mammutaufgabe ein.

Der Schiedsrichter: Dr. Felix Brych setzte mit der ersten Gelben Karte gleich ein deutliches Zeichen, in welcher Strenge er die Partie leiten würde. Blieb dieser Linie treu und stellte dementsprechend konsequent Torres vom Platz, andere Schiedsrichter hätten wohl nur eine Gelbe in zwei Fouls gezeigt. Lucas Hernandez (77.) hätte nach dieser Linie aber wohl Rot sehen müssen. Sonst allerdings eine starke Leistung des Deutschen und seines Teams.

Das fiel auf:

  • Barcelona eröffnete in einer Art 3-5-2/3-4-3, bei dem sich Busquets zwischen die Innenverteidiger fallen ließ, die Außenverteidiger asymmetrisch standen, Iniesta in den linken Halbraum zog und Messi den Raum halbrechts auffüllte.
  • So wollten die Katalanen wohl dem hohen 4-2-2-2-Pressing Atletico entgehen und hinter die beiden Zehner der Gäste kommen, um von dort das Spiel über den Flügel nach vorne zu tragen. Atletico zeigte sich allerdings wie gewohnt extrem kompakt und zog sich in der eigenen Hälfte in ein flaches 4-4-2 zurück, in dem die inversen Bewegungen von Neymar und Messi gut aufgefangen werden konnten.
  • Die beiden nominellen Flügelspieler Barcelonas suchten nahe am gegnerischen Strafraum einander für simple Doppelpässe und Ablagen. Suarez glich diese Bewegungen mit einem Ausweichen auf die rechte Seite aus.
  • Nach gut 15 Minuten zog sich Atletico in ein defensiveres 4-5-1 zurück und erwartete Barca in der eigenen Hälfte. Barcelona baute fortan mit Busquets im Mittelfeld auf und stellte im Mittelfeld fast eine Raute her, deren Ecken aus Busquets, Rakitic, Iniesta und vorne Messi bestanden.
  • Neymar sah sich auf links einer ständigen Bewachung durch Juanfran ausgesetzt. Sobald der Brasilianer anspielbar wurde, klebte ihm der Rechtsverteidiger Atleticos an den Fersen und verfolgte ihn mit Ball teilweise bis in die gegnerische Hälfte. Auf der anderen Seite konnte Filipe Luis mehrmals seine Position verlassen, da sie durch die Bewegungen von Messi mehr oder weniger verwaist war.
  • Nach der Roten Karte organisierte sich Atletico in einem 4-4-1, um die beiden engen Linien und die doppelte Absicherung der Flügel aufrecht zu erhalten. Allerdings stand kaum mehr Entlastung an, da die Barca-Verteidiger völlig ungestört aufbauen konnten und Atletico so pausenlos an den eigenen Strafraum gedrängt wurde.
  • Nach der Pause konzentrierte sich Barca auf einen deutlich höheres Spiel, drückte Atletico mit zehn Mann hinten hinein und setzt vermehrt auf gute Strafraumpräsenz, Distanzschüsse und Heber in die Gefahrenzone. Rakitic, Suarez, Neymar und der vorstoßende Pique boten sich als Optionen an.

FC Barcelona - Atletico Madrid: Daten zum Spiel

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