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Champions League, 3. Spieltag

4:4! Sensationelles Bayer-Comeback

Von Adrian Fink
Dienstag, 20.10.2015 | 22:37 Uhr
Bayer Leverkusen und Rom trennten sich 4:4
© getty
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Am dritten Spieltag der Champions League trennen sich Bayer Leverkusen und der AS Rom in der Gruppe E mit 4:4 (2:2). Dabei verspielte das Team von Roger Schmidt eine Zwei-Tore-Führung, feierte in der Schlussphase aber ein sensationelles Comeback.

Vor 30.000 Zuschauern in der BayArena brachte Javier Hernandez sein Team per Handelfmeter in Führung (3.) und erhöhte in der 19. Minute auf 2:0. Doch noch vor dem Pausenpfiff gelang Daniele De Rossi mit einem Doppelpack (29./37.) der Ausgleich.

Im zweiten Durchgang verwandelte Miralem Pjanic einen unberechtigten Freistoß zur Römer Führung (54.). In der Schlussphase vollendete Iago Falque einen Konter zum 4:2 für die Römer (73.). Kevin Kampl (84.) und Admir Mehmedi (86.) sorgten mit einem späten Doppelschlag für den Punktgewinn der Leverkusener.

Bayer Leverkusen steht in der Gruppe E mit vier Punkten auf dem zweiten Platz, die Roma ist mit zwei Zählern Letzter.

Die Reaktionen

Roger Schmidt (Trainer Leverkusen): "Dass die Mannschaft so zurückgekommen ist, ist einfach großartig. Das war alles andere als ein normales Fußballspiel. Für solche Spiele kommt man ins Stadion."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Schmidt bringt im Vergleich zum 0:0 gegen den HSV drei Neue: Wendell, Calhanoglu und Kampl ersetzen Boenisch, Brandt und Kießling. Bender fehlt weiterhin aufgrund einer Kaspelverletzung, Toprak rückt für ihn ins defensive Mittelfeld und übernimmt das Kapitänsamt.

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Auf der anderen Seite verändert Rudi Garcia seine Startelf nach dem 3:1-Erfolg über Empoli auf zwei Positionen: Rüdiger verteidigt für Leandro und Nainggolan erhält gegenüber Falque den Vorzug.

3., 1:0 Hernandez (HE): Auftakt nach Maß für die Werkself! Eine Flanke von Calhanoglu trifft Torosidis am Arm. Zuerst will Kassai weiterspielen lassen, zeigt dann aber doch auf den Punkt - richtige Entscheidung. Javier Hernandez tritt an und verwandelt souverän unten links.

19., 2:0 Hernandez: Es läuft alles für Bayer. Kampl gewinnt den Ball gegen Digne, Hernandez bedient Calhanoglu, der dem Mexikaner das Leder per Zuckerpass zurück gibt. Hernandez scheitert im ersten Versuch an Szczesny, doch den Abpraller kann Chicharito mühelos einschieben. Rüdiger hatte nach dem Ballverlust geschlafen und das Abseits aufgehoben.

29., 2:1 De Rossi: Leno boxt eine Ecke in Bedrängnis nicht optimal weg. Als Bogenlampe kommt sie zu Manolas, der gegen Wendell im Luftduell leichtes Spiel hat. Sein Kopfball landet bei De Rossi, der in seinem 501. Pflichtspiel für die Roma aus vier Metern einschiebt.

32.: Fast die perfekte Antwort! Auf dem rechten Flügel setzt sich Bellarabi wunderbar durch, schlägt eine Flanke in Richtung Hernandez. Szczesny segelt am Ball vorbei, aber Hernandez köpft per Aufsetzer aus sechs Metern drüber.

34.: Glück für Leverkusen: Genialer weiter Ball auf Gervinho, der sich im Laufduell Richtung Leno mit Papadopoulos misst und zu Boden geht. Es gibt keinen Strafstoß - Fehlentscheidung.

37., 2:2 De Rossi: Pjanic schlägt einen Freistoß von rechts an den Fünfer, wo De Rossi vollkommen ungestört durchläuft und seinen zweiten Treffer erzielt.

54., 2:3 Pjanic: Diesmal macht es der Bosnier selbst. Pjanic netzt einen unberechtigten Freistoß 20 Meter vor dem Kasten mustergültig rechts ein.

71.: Florenzi wird bei einem Konter auf rechts geschickt. Weil Papadopoulos ausrutscht, kann er sich das Leder im Strafraum noch zurechtlegen. Leno pariert den Schuss stark. Der anschließende Kopfball von Falque touchiert die Latte.

73., 2:4 Falque: Gervinho wird auf links geschickt, lässt Tah einfach so stehen und legt quer auf Falque. Der Eingewechselte überwindet Leno freistehend aus neun Metern.

84., 3:4 Kampl: Kampl bringt die Hoffnung zurück. Der Slowene bekommt die Kugel am rechten Rand des Sechzehners und schlenzt den Ball sehenswert in den langen Winkel.

86., 4:4 Mehmedi: Da ist der Doppelschlag! Und das war wieder ganz fein gemacht von Kampl, der nach einem Solo einen guten Pass auf Wendell spielt. Der legt quer und am langen Pfosten lauert Mehmedi und trifft.

90.+1: Wow! Fast hätte die Werkself das Match komplett gedreht. Nach einem Konter verfehlt Chicharito den Kasten nur um Zentimeter, aus 15 Metern links vorbei.

Fazit: Wildes Spiel, in dem keine Mannschaft entscheidend davonziehen kann. Dafür beweisen beide Teams große Moral. Am Ende ein Spektakel!

Der Star des Spiels: Daniele De Rossi. Nicht nur wegen seines Doppelpacks überragender Akteur auf dem Platz. War gefühlt an jedem Angriff seines Teams beteiligt und sorgte mit seinen weiten Bällen immer wieder für Gefahr. Fand immer den richtigen Pass im richtigen Moment. Bei Bayer drehte Kampl zum Ende der Partie auf und rette seinem Team einen Zähler.

Der Flop des Spiels: Karim Bellarabi. Trat nur einmal gefährlich in Erscheinung, als er eine starke Flanke auf Hernandez schlug. Ansonsten ging das Spiel aber völlig am 25-Jährigen vorbei. Verlor zwei Drittel seiner Zweikampf und nur etwas mehr als 60 Prozent seiner Zuspiele fanden einen Mitspieler. Die Auswechslung in der 57. Minute war die logische Folge. Ebenfalls schwach: Toprak, Kramer und der Römer Torosidis.

Der Schiedsrichter: Viktor Kassai (Ungarn). Stand mit seinen Entscheidungen häufig im Mittelpunkt. Zwar gab der ungarische Referee zurecht früh Handelfmeter und es war ebenfalls richtig, Nainggolan für dessen plumpe Schwalbe im Bayer-Strafraum Gelb zu zeigen. Allerdings hätte er Nainggolan wenig später mit der Ampelkarte vom Platz schicken müssen. Zudem hätte es in der 34. Minute Strafstoß für die Gäste mitsamt Roter Karte für Papadopoulos geben können. Bitter für die Werkself, dass der Schiedsrichter den Freistoß vor dem 2:3 fälschlicherweise pfiff.

Das fiel auf:

  • Zu Beginn wartete die Werkself kurz vor der Mittellinie auf die Angriffe der Römer. In einem 4-4-2 verschob Leverkusen stark Richtung Ball und erhöhte ab der Mitte die Schlagzahl. Dabei zahlte es sich aus, dass Schmidt auf die laufstarken Javier Hernandez und Karim Bellarabi in vorderster Linie setzte.
  • Bei eigenem Ballbesitz wichen die beiden Angreifer oft auf die Flügel aus. So bekamen die Mittelfeldspieler mehr Raum und Bayer konnte gefällig nach vorne kombinieren.
  • Doch nach dem Anschlusstreffer verlor Leverkusen komplett die Linie: Die Bayer-Akteure agierten bei der Balleroberung nicht mehr als Einheit und kamen deshalb nicht mehr in die Zweikämpfe. Mit dem neu gewonnen Platz übernahmen die Italiener mehr und mehr die Kontrolle über das Geschehen und erspielten sich in der Offensive so zahlreiche Eins-gegen-eins-Situationen. In diesen Zweikämpfen hatten Papadopoulos und Tah so ihre Probleme mit Gervinho und Co.
  • Es ist kein Zufall, dass alle Gäste-Tore nach Standards fielen. Leverkusen verlor bei den gut getretenen Freistößen von Pjanic die Orientierung und so führte beinahe jeder ruhende Ball für Gefahr.
  • Es war ein Spiel mit hohem Tempo, in dem beide Teams große Moral bewiesen und den Fans ein wahres Fußball-Festival bescherten. Allerdings wäre mit etwas mehr Erfahrung und Souveränität mehr drin gewesen für Bayer Leverkusen.

Bayer Leverkusen - AS Rom: Die Statistik zum Spiel

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