Benzemas Tor beim Ex-Klub reicht nicht

Von Thomas Gaber / Daniel Reimann
Dienstag, 22.02.2011 | 22:37 Uhr
Karim Benzema (l.) erzielte das 1:0 für Real Madrid bei seinem Ex-Klub Olympique Lyon
© Getty
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Olympique Lyon und Real Madrid trennten sich im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals 1:1 (0:0). Karim Benzema brachte die Gäste in Führung (65.), Bafetimbi Gomis glich für Lyon aus (83.). Real konnte somit auch im siebten Spiel gegen die Franzosen nicht gewinnen.

Dennoch hat die Mannschaft von Trainer Jose Mourinho die besseren Karten, erstmals seit 2004 wieder ein Viertelfinale der Königsklasse zu erreichen.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei Lyon sitzt Pjanic nur auf der Bank. Coach Puel stellt im 4-2-3-1 mit den schnellen Außen Bastos und Delgado und Gourcuff in der Mitte hinter der einzigen Spitze Gomis auf.

Mourinho entscheidet sich gegen Lass Diarra als dritten Sechser und wählt die offensivere Variante mit Di Maria auf der rechten Seite. Für Ex-Lyon-Stürmer Benzema bleibt in seinem Wohnzimmer nur ein Platz auf der Bank.

31.: Freistoß für Real, Torentfernung: Knappe 30 Meter. Ronaldo inszeniert sich wie immer selbst beim Anlauf. Dann aber der Freistoß. Ohne viel Dampf auf die linke Ecke. Lloris wehrt zur Seite ab.

34.: Konter Lyon. Gomis schickt Bastos über links. Der hat jede Menge Platz und flankt in die Mitte. Casillas kommt aus dem Kasten, lässt aber den Ball fallen. Gomis steht richtig und zieht aus 13 Metern ab, doch Casillas rappelt sich auf und klärt mit dem Ellbogen zur Ecke.

49.: Freistoß Real, links vom Sechzehner, zehn Meter von der Grundlinie entfernt. Ronaldo hält mit Volldampf Richtung langes Eck drauf und hämmert die Kugel an den rechten Pfosten!

50.: Und nochmal Aluminium! Nach einer Özil-Ecke von der rechten Seite steigt Ramos am Fünfer hoch. Sein Kopfball segelt über Lloris hinweg an die Latte.

65, 0:1, Benzema: Der Franzose trifft 42 Sekunden nach seiner Einwechslung! Er erkämpft sich die Kugel selbst und bekommt den Ball über Özil und Ronaldo links im Strafraum zurück. Benzema zieht zur Mitte, an zwei Gegenspielern vorbei, und schiebt Lloris den Ball aus sieben Metern durch die Hosenträger.

83., 1:1, Gomis: Gourcuff mit einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld. Chris legt per Kopf quer auf Gomis, der völlig allein gelassen aus vier Metern ins linke Eck einschiebt.

Fazit: Lyon bestimmte die erste Halbzeit, Real die zweite. Aufgrund der zwei Aluminium-Treffer eher ein glückliches Remis für Lyon.

Der Star des Spiels: Karim Benzema. Ein unvergesslicher Abend für den Franzosen. Erst wurde er im Spiel bei seinem Ex-Klub nicht berücksichtigt und erzielte dann das grandiose Tor unmittelbar nach seiner Einwechslung. Auch sonst deutlich beweglicher und effektiver als Adebayor.

Der Flop des Spiels: Angel Di Maria. Der Argentinier tauchte in Halbzeit eins völlig ab und hatte die schlechteste Passqoute aller Real-Spieler. Außer einem Schuss über das Tor (85.) war Di Maria an keiner einzigen Offensivaktion der Gäste beteiligt.

Der Schiedsrichter: Wolfgang Stark leitete das giftige Spiel größtenteils souverän. Er zeigte Ramos zu Recht früh die Gelbe Karte (9.). In der 64. Minute verzichtete Stark auf den Elfmeter-Pfiff, nachdem Gourcuff einen Ronaldo-Freistoß mit dem Arm abgewehrt hatte - die falsche Entscheidung.

Analyse: Es ging sofort zur Sache. Im Mittelfeld wurde um jeden Zentimeter gekämpft, vernünftige Spielzüge blieben daher auf beiden Seite Mangelware. Dafür gab es alleine in der ersten halben Stunde 20 Fouls.

Lyon presste noch etwas intensiver gegen den Ball und hatte über die Flügelspieler Delgado und Bastos die ersten vielversprechenden Offensivaktionen.

Real kam überhaupt nicht ins Spiel. Di Maria war bei Cissokho abgemeldet, Reveillere, Toulalan und Källström standen Ronaldo und Özil permament auf den Füßen. Die einzige Chance für die Gäste in der ersten Halbzeit resultierte aus einem 30-Meter-Freistoß von Ronaldo.

Die ersten Minuten nach der Pause gehörten den Königlichen, die endlich mehr Struktur in ihr Spiel bekamen. Während Özil und Di Maria blass blieben, ergriff Ronaldo die Initiative. Gefährlich wurde es für Lyon-Keeper Lloris aber nur nach ruhenden Bällen.

Von Lyon war außer einer kurzen Drangphase vor dem 0:1 nichts mehr zu sehen. Real bekam Delgado und Bastos in den Griff und spielte in der Defensive nahezu fehlerfrei. Den Gastgebern fehlte die Durchschlagskraft. Regisseur Gourcuff enttäuschte einmal mehr und Gomis war bei Pepe und Carvalho in besten Händen - bis zur 83. Minute.

Lyon bekam nach dem unerwarteten Ausgleich die zweite Luft, mehr als 1:1 sprang aber nicht mehr heraus.

Lyon - Madrid: Daten zum Spiel

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