Fussball

Darum dauerte es bis zur VAR-Entscheidung beim Elfmeter vor Schalkes Ausgleichstreffer gegen Manchester City so lange

Von SPOX
Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande diskutiert mit den Spielern von Manchester City.

Geschlagene 2:40 Minuten dauerte es, bis Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande aus Spanien beim 3:2-Sieg von Manchester City bei Schalke 04 Mitte des ersten Durchgangs eine Entscheidung korrigierte und aus einem Eckball für Schalke einen Strafstoß für die Königsblauen machte. Schuld am zähen und überlangen Prozess im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League waren offenbar technische Probleme.

Ausgangspunkt der strittigen Szene beim Stand von 1:0 für die Gäste war ein Torschuss von Schalkes Daniel Caligiuri. Diesen blockte City-Verteidiger Nicolas Otamendi mit dem rechten Arm. Der Argentinier bemühte sich, den Arm noch hinter den Körper zu bringen, lenkte Caligiuris Versuch aber unfreiwillig am Kasten Edersons vorbei. Schiedsrichter del Cerro Grande entschied zunächst auf Eckball.

Der VAR schaltete sich ein und es begann ein gefühlt ewig langes Gespräch zwischen del Cerro Grande und seinem Assistenten. Immer wieder fasste sich der Unparteiische an sein Headset. Citys Spieler bedrängten ihn, Schalkes Akteure, Fans und Verantwortliche reklamierten vehement und forderten einen Strafstoß.

Schiedsrichter konnte Review Area nicht nutzen

Del Cerro Grandes Problem: Bei der Review Area am Spielfeldrand, auf dem er sich selbst die Szene hätte anschauen können, herrschten technische Probleme. So musste er sich die Szene von seinem Assistenten schildern und abschließend bewerten lassen.

Der 42-Jährige, der City bereits in der Gruppenphase beim 3:0 in Donezk gepfiffen hatte, holte die Spielführer Ralf Fährmann und David Silva zu sich, erläuterte seine Schwierigkeiten und seine Entscheidung, ehe er auf den Punkt zeigte. Nabil Bentaleb trat anschließend an und versenkte den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 im Tor der Engländer.

Der VAR sollte in der Champions League ursprünglich erst in der Saison 2019/20 zum Einsatz kommen.Im Dezember entschied die UEFA allerdings, die Einführung vorzuziehen und bereits ab der K.o.-Runde der laufenden Spielzeit einzusetzen.

Präsident Aleksander Ceferin sagte damals: "Wir sind früher bereit, den Videoassistenten einzusetzen und davon überzeugt, dass er große Vorteile für unsere Wettbewerbe haben wird."

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