Stand jetzt: La Duodecima!

Von SPOX
Mit welcher Form gehen die Achtelfinal-Teams in die Auslosung?
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4. FC Barcelona

Die letzten drei Ergebnisse: 3:0 (CA Osasuna), 4:0 (Borussia Mönchengladbach), 1:1 (Real Madrid)

Viele dichteten Barca in den letzten Wochen eine handfeste Krise an. Dass es bei weitem nicht so dramatisch ist, zeigten die Katalanen mit dem 1:1 im Clasico und dem sehr deutlichen Erfolg über Gladbach.

Dennoch: Barca marschierte zuletzt nicht immer sehr gefestigt über den Platz. Die Remis gegen Malaga, Sociedad und Hercules wiesen Ähnlichkeiten zur Formkrise der Bayern auf. Es fehlte die offensive Wucht, die man sonst vom spanischen Meister gewohnt ist.

Diese Konsequenz im letzten Spielfelddrittel, wozu auch der letzte Pass in die Spitze zählt, muss Barca bis zum Frühjahr wieder erlangen. Die jüngsten Partien waren auf jeden Fall wieder ein Schritt dahin.

3. Borussia Dortmund

Die letzten drei Ergebnisse: 1:1 (1. FC Köln), 2:2 (Real Madrid), 4:1 (Borussia Mönchengladbach)

Mit ein bisschen mehr Konstanz in den letzten Wochen würde der BVB auf Rang eins dieser Rangliste thronen. Denn die Mannschaft von Thomas Tuchel bewies zuletzt gegen Gladbach und im Santiago Bernabeu, welches Leistungspotenzial in ihr steckt.

Kein anderes Team verfügt über die Geschwindigkeit, mit der Dortmund umschaltet und in die Tiefe spielt. Mit dem genesenen Marco Reus und einem wie Tuchel zugab unersetzbaren Pierre-Emerick Aubameyang kann der BVB jedem Gegner wehtun.

Neben der Unerfahrenheit, die ein Teil der jungen Dortmunder Truppe noch mit sich trägt, gilt es für die Borussia in der kommenden Zeit, eine noch bessere Balance zwischen den verschiedenen Wettbewerben zu erreichen, um die gelegentlichen Ausschläge nach unten abzustellen.

2. FC Bayern München

Die letzten drei Ergebnisse: 5:0 (VfL Wolfsburg), 1:0 (Atletico Madrid), 3:1 (1. FSV Mainz 05)

Die Bayern sind auf dem besten Weg, sich die Autorität, die in den letzten anderthalb Monaten etwas abhanden kam, wieder zurück zu erarbeiten. Der Sieg über Atletico im bedeutungslosen letzten CL-Gruppenspiel war ein wichtiger fürs bayrische Selbstverständnis. Die Erfolge in der Liga über Mainz und vor allem gegen Wolfsburg tragen ebenso dazu bei, den kommenden Gegnern wieder den Glauben zu nehmen, gegen den Meister etwas holen zu können.

Dennoch fehlt den Bayern derzeit noch einiges ihrer Dominanz der letzten Jahre unter Pep Guardiola. Die Offensive strahlte unter Ancelotti noch nicht die Gefahr aus wie noch zu Beginn der Saison, es fehlten phasenweise die Ideen. Durch die Abkehr vom stringenten 4-3-3 zum variableren 4-2-3-1 kehrte zuletzt aber wieder mehr Spielwitz und Bewegung ins Spiel zurück. Profiteur war auch Thomas Müller, dessen Form in den vergangenen beiden Wochen deutlich anstieg.

Mit dem zurückgekehrten Präsidenten Uli Hoeneß kündigt sich zudem weitere Besserung an, zumindest in Sachen Ernsthaftigkeit und Seriosität im Bayern-Spiel. Richtungsweisend für die Rückrunde wird definitiv das letzte Spiel vor der Winterpause gegen RB Leipzig am 21. Dezember.

1. Real Madrid

Die letzten drei Ergebnisse: 3:2 (Deportivo La Coruna), 2:2 (Borussia Dortmund), 1:1 (FC Barcelona)

Unter allen verbliebenen Teilnehmern machen die Königlichen auf dem Weg zu La Duodecima derzeit den gefestigtsten Eindruck. Zinedine Zidane hat ein Team beisammen, in dem die Spieler in der letzten Zeit immer weiter zusammengefunden haben. Mit dem Spiel gegen Dortmund wurde ein neuer Vereinsrekord aufgestellt: 34 Pflichtspiele in Serie sind die Madrilenen ungeschlagen (seit dem 0:2 beim VfL Wolfsburg im CL-Viertelfinalhinspiel der Vorsaison am 6. April).

Wie Real zuletzt die Ausfälle von Toni Kroos und Gareth Bale kompensierte, war beeindruckend. Das bewiesen nicht zuletzt die Spiele gegen Erzrivale Barca und den BVB. Real agierte in den letzten Wochen wieder mit dem königlichen Selbstverständnis, das den Klub zu seinen Glanzzeiten auszeichnete.

Die Art und Weise, wie sich das Team aus Pressingsituationen befreit, das Spiel im Zentrum diktiert und über die gefährliche Offensive - in der auch Karim Benzema längst wieder eine wesentliche Rolle spielt - zu Chancen kommt, ist in Europa derzeit unerreicht. Platz zwei in der CL-Gruppe täuscht ein wenig darüber hinweg - genauso wie das 2:2 gegen den BVB, bei dem Real früher im Spiel den Sack hätte zumachen müssen.

Auch in Sachen Mentalität ist Real aktuell wenig anzukreiden. Beim späten 3:2-Sieg über Deportivo am Samstag bewiesen die Königlichen, die ohne ihre Topstars Ronaldo, Benzema und Modric spielten, Nervenstärke. Sergio Ramos untermauerte einmal mehr seinen Leader-Status. Wenn es ernst wird, hat Real eben die richtigen Typen im Kader.