Fussball

PSG wird "in London leiden"

SID
Im Rückspiel gegen Chelsea erwarter Paris Saint-Germain ein Spiel der Leiden
© getty

Paris St. Germain und Kevin Trapp gehen mit einem 2:1-Vorsprung ins Achtelfinalrückspiel der Champions League. Beim wiedererstarkten FC Chelsea erwarten die Franzosen ein Spiel der Leiden.

Für den Einzug ins Viertelfinale der Champions League ist Paris St. Germain nichts zu teuer. Damit sich der Luxus-Kader des französischen Meisters um Zlatan Ibrahimovic und Torhüter Kevin Trapp bestmöglich auf das Achtelfinal-Rückspiel beim FC Chelsea (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) vorbereiten kann, hat der schwerreiche Scheich-Klub ein Fünf-Sterne-Hotel im noblen Londoner Stadtteil Kensington gemietet - komplett, versteht sich.

Von den vergoldeten Wasserhähnen und der Seidentapete abgesehen, scheint das Bentley Hotel, in dem eine Übernachtung zwischen 240 und 3100 Euro kostet, für die Franzosen jeden Cent wert zu sein: In der Vorsaison logierte PSG ebenfalls in der Edelherberge, erreichte an der Stamford Bridge ein 2:2 und zog damit in die Runde der letzten Acht ein. Ein Ergebnis, das dank des 2:1-Erfolgs aus dem Hinspiel erneut zum Weiterkommen reichen würde.

Luiz: Vom Weiterkommen überzeugt

Doch so komfortabel die Unterkunft auch sein mag, auf dem Platz dürfen es sich die PSG-Stars gegen den wiedererstarkten englischen Titelträger keineswegs bequem machen. "Wir sind bereit, in London zu leiden", sagte Trainer Laurent Blanc voller Respekt.

Auch Verteidiger David Luiz, der von 2011 bis 2014 für Chelsea spielte, warnt eindringlich: "Es ist immer schwer, gegen so eine Offensive zu spielen und kein Gegentor zu kassieren." Allerdings ist der Brasilianer vom Weiterkommen überzeugt, wenn "uns auch dieses Mal ein Treffer gelingt."

Mit Blick auf das Chelsea-Spiel schonte Blanc beim jüngsten 0:0 in der Ligue 1 gegen Montpellier unter anderem Ibrahimovic und Angel Di Maria. Paris kann es sich leisten. Der Vorsprung auf "Verfolger" AS Monaco beträgt 23 Punkte, der Gewinn der vierten Meisterschaft in Folge ist Formsache.

Kein Wunder, dass sich Superstar Ibrahimovic ganz andere Ziele steckt: "Fünf Titel sind in dieser Saison für uns möglich. Warum sollen wir die nicht gewinnen?"

Hoffen auf den Guus-Effekt

International warten auf Paris dabei die größten Hürden. So hat Chelsea nach der Entlassung von Teammanager José Mourinho im Dezember unter Guus Hiddink lediglich eine von 17 Partien verloren - allerdings ausgerechnet das Hinspiel im Parc des Princes.

Dennoch trägt der 69-jährige Niederländer die Hoffnungen auf den versöhnlichen Abschluss einer verkorksten Saison. Angesichts von neun Punkten Rückstand in der Liga auf den Europa-League-Platz gilt die Konzentration dem FA-Cup und vor allem der Champions League.

So schonte Hiddink beim jüngsten 1:1 gegen Stoke seinen Mittelstürmer Diego Costa, mit 14 Toren in dieser Saison Chelseas treffsicherster Spieler. Viele Fans wünschen sich mittlerweile Hiddinks Verbleib, auch die Spieler setzen gegen PSG auf den Guus-Effekt:

"Er ist sehr erfahren und weiß, wie man Titel gewinnt", sagte Mittelfeldspieler Willian: "Er hat uns durch Siege unser Selbstvertrauen zurückgegeben. Ich hoffe, wir knüpfen gegen Paris daran an."

Alles zur Champions League

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung