ManUnited und van Gaal im Aufwind

Weder noch und irgendwie schon

Mittwoch, 30.09.2015 | 13:17 Uhr
Beim 3:0 gegen Sunderland gelang United der fünfte Sieg im siebten Premier-League-Spiel
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Erstmals seit über zwei Jahren ist Manchester United wieder Spitzenreiter der Premier League. Doch hat Wolfsburgs heutiger Champions-League-Gegner (20.45 Uhr im LIVETICKER) wirklich schon zu alter Klasse gefunden? So solide und unerschütterlich wie zu Alex Fergusons Zeiten ist das Konstrukt United noch nicht, doch die Fortschritte sind unverkennbar.

Zehn Tage ist es her, dass Louis van Gaal sehr stolz war. Seine Mannschaft hatte ein schwieriges Spiel in Southampton nach einem Rückstand noch gedreht und 3:2 gewonnen. Und United war erstmals Tabellenzweiter unter van Gaal in der Premier League.

Die Partie sei "die Bestätigung unserer Philosophie" gewesen, sagte der Niederländer und feierte den Treffer zum 3:1 durch Juan Mata, das Resultat einer Ballstafette über 44 Stationen, überschwänglich als "unbelievable". Eben jenes Tor sei der Beweis gewesen, dass die van-Gaal-Philosophie angekommen ist bei den Red Devils. Endlich.

"Wenn du so viele Pässe spielst, kontrollierst du das Spiel. Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sich immer Lücken in der Verteidigung auftun, wenn du diese Art Ballbesitzfußball spielst."

Am vergangenen Samstag war van Gaal noch stolzer. Seine Spieler kontrollierten Ball, Raum und Gegner erneut und schlugen Sunderland mit 3:0. Die Folge: United ist zum ersten Mal unter van Gaal und erstmals seit August 2013 Spitzenreiter. Damals hielt David Moyes die Pole-Position etwa 48 Stunden lang.

Titelkandidat oder nicht?

Wie lange es diesmal dauern wird, wird auf der Insel erregt diskutiert. Das Thema: Ist United jetzt ein Titelanwärter oder hat es den Rekordmeister eher zufällig an die Spitze verschlagen?

Die Meinungen gehen selbstverständlich weit auseinander und die Conclusio lautet: weder noch.

Louis van Gaal sieht das genauso: "Ich weiß genau, wo wir stehen. Ich sage das jetzt und ich habe es vor sechs Wochen gesagt: Wir haben ein gutes Team, aber wir können auch verlieren. Wir müssen uns verbessern. Das passiert vielleicht nicht jede Woche, aber wir machen Fortschritte."

Smalling hat's begriffen

Diese sind in der Tat unverkennbar, was sich exemplarisch an der eigentlich als Schwachpunkt eingestuften Hintermannschaft ablesen lässt. Dort haben sich Chris Smalling und Allzweckwaffe Daley Blind als das Innenverteidiger-Duo schlechthin etabliert.

Gerade Smalling blüht förmlich auf, hat keine Minute in Premier und Champions League verpasst und trug in Abwesenheit von Wayne Rooney und Michael Carrick sogar schon die Kapitänsbinde.

Die Gründe sind für den 25-jährigen englischen Nationalspieler sonnenklar: "Wir arbeiten unermüdlich an unserer Taktik, üben viel elf gegen elf, sodass jeder seine Rolle aus dem Effeff beherrscht."

Laut Smalling habe es Monate gedauert, wie van Gaal seinen Spielern im Übrigen prophezeite, um sich an die akribische Arbeit des Niederländers an jedem noch so kleinen taktischen Detail und die nicht enden wollenden Wiederholungen zu gewöhnen, doch mache sich dies nun bezahlt.

Van Gaal eilt nicht umsonst der Ruf voraus, den Smalling gerne bestätigt: "Diese Wiederholungen haben mich besser gemacht und viele andere Spieler auch."

Schweinsteiger: Taktgeber und Mentor

Der stete Drill erlaubt es van Gaal nun auch, gerade in der Viererkette zu rochieren. Durch die Ausfälle von Phil Jones, Marcos Rojo und Luke Shaw verschlug es eben Blind ins Zentrum, Matteo Darmian wechselt schon mal von rechts nach links - und der eigentlich offensive Flügelspieler Antonio Valencia musste wie schon in der vergangenen Saison als Rechtsverteidiger herhalten.

Im zentralen Mittelfeld setzt van Gaal auf geballte Routine und geballte Ball- und Passsicherheit. United-Institution Michael Carrick, Bastian Schweinsteiger und Morgan Schneiderlin teilen sich zwei Positionen und verkörpern die Taktgeber des gewünschten Ballbesitzspiels.

Keiner der drei kann bislang mit einer Torbeteiligung aufwarten, doch für die Statik des Spiels sind sie unverzichtbar.

Tipico Sportwetten - Jetzt 100€ Neukundenbonus sichern!

Schweinsteiger bekleidet zudem die Rolle des verlängerten Arms des Trainers. Keiner kennt van Gaal so gut wie der Neuzugang vom FC Bayern und nur wenige verfügen über seine Erfahrung.

Der 31-Jährige sieht sich zudem als Mentor gerade für die ganz Jungen wie Memphis Depay (21) und natürlich Anthony Martial (19): "Ich werde versuchen, sie zu unterstützen und zu führen, ganz klar."

Schweinsteiger sieht "viel Talent" und "großes Potenzial" in beiden Spielern und prophezeit beiden eine große Zukunft, wenn sie "die richtigen Entscheidungen treffen".

Martial ist einfach "unglaublich"

Vor allem Martial hat gehörigen Anteil an Uniteds momentanem Höhenflug.

Dass sich der junge Franzose nach dem medialen Erdbeben um seinen 50-Millionen-Euro-Wechsel überhaupt auf die Arbeit konzentrieren kann, ist erstaunlich genug. Dass er sich aber wie auf Knopfdruck bei United und in der Premier League zurechtfindet und gleich eine große Verstärkung darstellt, ist fast schon sensationell.

Während sich über die Medien noch darüber gestritten wird, ob der Ex-Monegasse nun ein Flügelspieler oder doch ein Angreifer sei, schießt er als Mittelstürmer Tor um Tor.

Drei Treffer bei drei Einsätzen in der Premier League plus ein Tor im Liga-Pokal. Dazu kommt ein Assist im letzten Match gegen Sunderland, der ihm immens hoch angerechnet wird, verhalf er doch Wayne Rooney, endlich seine Torflaute zu beenden.

"Er ist einfach unglaublich", schwärmt Rooney. "Man darf nicht vergessen: Der Kerl ist 19 Jahre alt und spricht nicht mal Englisch."

Geht's nach Rooney, wird Martial noch für "magische Momente" sorgen.

Noch braucht United Glück

Doch bei allem Verständnis für die gute Stimmung bei United - mit Magie hat diese Spielzeit noch wenig zu tun.

Der Klub ist nach einem Katastrophenjahr und einer nach dem eigenen Maßstab allenfalls akzeptablen Saison auf dem Wege der Genesung.

Das System van Gaal greift zusehends, doch noch fehlen die erstklassigen Referenzen. 16 Punkte aus sieben Ligaspielen sind absolut in Ordnung, doch noch hat man keinem Gegner der Topkategorie gegenüber gestanden. Arsenal, Everton und Stadtrivale City, alle spielt man im Oktober, werden weitere Aufschlüsse liefern.

Die Niederlage in Eindhoven zum Auftakt der Champions League stützt van Gaals eigene Einschätzung: Die Mannschaft sei gut, die Abstimmung viel besser als noch im letzten Jahr, doch vor allem sei man noch auf einen anderen Faktor angewiesen: "Wir brauchen Glück."

Alles zur Champions League

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung