Dienstag, 10.12.2013

6. Spieltag, Vorschau auf die Mittwochsspiele

Kampf ums Überleben im San Siro

In den Mittwochsspielen des 6. Spieltags der Champions League sind alle Augen auf das San Siro Stadion gerichtet. Im direkten Duell zwischen dem AC Milan und Ajax Amsterdam geht es ums Weiterkommen. Porto und Zenit St. Petersburg kämpfen im Fernduell um den Einzug ins Achtelfinale. Barcelona will gegen Glasgow den Gruppensieg (ab 20.45 im LIVE-TICKER).

Das Hinspiel zwischen den beiden Teams in Amsterdam endete mit 1:1
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Das Hinspiel zwischen den beiden Teams in Amsterdam endete mit 1:1

FC Chelsea - Steaua Bukarest (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Während es auf Schalke in der Gruppe E zu einem wahren Endspiel kommt, ist die Bedeutung des Duells an der Stamford Bridge deutlich überschaubarer. Chelsea braucht einen Sieg, um Platz eins in der Gruppe gegen alle Eventualitäten zu sichern. Für die Rumänen geht es mit drei Zählern nur noch um die goldene Ananas.

Beide Team blicken vor dem Spiel auf misslungene Generalproben zurück: Während sich Steaua mit vier aufeinanderfolgenden Unentschieden in der Liga und drei Punkteteilungen in der Champions League langsam aber sicher zum Remis-König entwickelt, herrscht bei den Blues nach der Niederlage gegen Stoke (2:3) wieder Alarmstimmung.

"Gut zu spielen ist nicht genug. Wir müssen mehr Tore schießen und unsere individuellen Fehler abstellen, weil uns diese Patzer Gegentore und Punkte kosten", zeigte sich Trainer Jose Mourinho am Wochenende leicht angesäuert.

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Gegen Bukarest muss er wohl auf die angeschlagenen Ashley Cole und David Luiz verzichten. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Chelsea so oder so mit einer komplett durchrotierten Elf antritt. Auf Seiten der Gäste fehlt Leistungsträger Luis Filip in der Verteidigung noch bis Februar.

SSC Neapel - FC Arsenal (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Gegen den Tabellendritten Neapel gibt es aus Sicht des FC Arsenal nur ein Ziel: Unnötige Rechenspiele vermeiden. Bei einem Sieg oder einem Unentschieden zieht die Truppe von Arsene Wenger als Gruppensieger ins Achtelfinale ein, ei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Dortmund-Sieg beginnt das große Zittern. In einem Dreiervergleich der punktgleichen Teams kommt es dann wohl auf die Tordifferenz an.

Hierbei gilt: Solange Neapel mit weniger als drei Toren Vorsprung siegt, ziehen die Gunners und der BVB ins Achtelfinale ein. Ansonsten müsste die Wenger-Elf trotz zwölf Punkten die Segel streichen. Der Gunners-Coach gibt sich vor dem Spiel vorsichtig: "Es wäre ein Fehler zu glauben, dass wir einfach nicht hoch verlieren dürfen. Ich werde mit der besten Mannschaft gegen Napoli spielen müssen, da ich kein unnötiges Risiko eingehen will."

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Angesichts des wichtigen Topspiels am Wochenende gegen Manchester City könnten Aaron Ramsey und Kieran Gibbs dennoch eine kleine Pause erhalten. Der Einsatz von Bacary Sagna ist nach seinem Fehlen am Wochenende ebenfalls ungewiss. Auf Seiten der Napolitaner trainierten am Dienstag Pepe Reina und Valon Berahmi individuell, beide werden jedoch gegen Arsenal spielen können.

Atletico Madrid - FC Porto (Mi., 20.45 im LIVE-TICKER)

Während es für Porto um alles geht, hat der spanische Gegner einen angenehmen Abend vor sich: Atletico Madrid konnte schon vor Wochen für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren und hat den Gruppensieg bereits in der Tasche.

Zwar ließ die Mannschaft am letzten Spieltag gegen Zenit St. Petersburg etwas Federn und gewann erstmals in diesem Jahr nicht in der Königsklasse, trotzdem strotzt das Team von Diego Simeone nur so vor Selbstvertrauen. Auch im letzten Spiel will sich Madrid einen Sieg nicht nehmen lassen, wie Mario Suarez klarstellte: "Am Mittwoch haben wir ein schweres Spiel in der Champions League, werden es gewinnen, und am Sonntag gegen Valencia in der Liga ebenso, das ist unsere Mentalität."

Keine leichte Aufgabe für den FC Porto (fünf Punkte), für den es ums Weiterkommen geht. Dabei haben es die Portugiesen nicht mehr selbst in der Hand: Da Porto einen Punkt hinter St. Petersburg liegt, muss der Sieger von 2004 dringend gewinnen und ist im Parallelspiel auf die Schützenhilfe von Austria Wien (zwei Zähler) angewiesen.

Top-Torjäger der Champions-League-Saison 2013/14
Platz 1: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (17 Tore)
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Platz 1: Cristiano Ronaldo von Real Madrid (17 Tore)
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Platz 2: Zlatan Ibrahimovic von Paris Saint-Germain (10 Tore)
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Platz 2: Zlatan Ibrahimovic von Paris Saint-Germain (10 Tore)
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Platz 3: Lionel Messi vom FC Barcelona (8 Tore)
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Platz 3: Lionel Messi vom FC Barcelona (8 Tore)
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Platz 3: Diego Costa von Atletico Madrid (8 Tore)
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Platz 3: Diego Costa von Atletico Madrid (8 Tore)
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Platz 5: Robert Lewandowski von Borussia Dortmund (6 Tore)
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Platz 5: Robert Lewandowski von Borussia Dortmund (6 Tore)
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Platz 5: Kun Agüero von Manchester City (6 Tore)
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Platz 5: Kun Agüero von Manchester City (6 Tore)
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Platz 7: Alvaro Negredo von Manchester City (5 Tore)
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Platz 7: Alvaro Negredo von Manchester City (5 Tore)
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Platz 7: Arturo Vidal von Juventus Turin (5 Tore)
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Platz 7: Arturo Vidal von Juventus Turin (5 Tore)
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Austria Wien - Zenit St. Petersburg (Mi., 20.45 im LIVE-TICKER)

Die Austria hat es nicht geschafft: Bei ihrer ersten Teilnahme an der Königsklasse müssen die Österreicher bereits nach der Gruppenphase ihre Koffer packen. Auch die Qualifikation für die Europa League ist nicht mehr zu erreichen. Dennoch hat Trainer Nenad Bjelica mit seiner Mannschaft noch ein Ziel: Man will nicht sieglos die Segel streichen: "Jetzt, wo wir unsere ersten Punkte sowie unser erstes Tor gemacht haben, würden wir uns gerne mit einem Sieg aus der Champions League verabschieden."

Bei Zenit St. Petersburg stehen die Vorzeichen anders: Sollte man gegen Austria gewinnen, wäre man sicher für die Runde der besten 16 Mannschaften qualifiziert. "Wir haben es selber in der Hand. Das Rückspiel gegen Austria ist das wichtigste Spiel in der Saison", erklärt Mittelfeldspieler Nicolas Lombaerts.

Selbst im Falle einer Niederlage wäre das Ausscheiden noch nicht garantiert. Sollten im Duell zwischen Atletico und Porto die Spanier siegreich bleiben, könnte Zenit seine zweite Achtelfinal-Teilnahme feiern. Allerdings muss St. Petersburg auf Torhüter Vyacheslav Malafeev, Aleksandar Lukovic, Danny und Aleksandr Bukharov verzichten. Mit Hulk und Kerzhakov reist der Verein mit nur zwei nominellen Angreifern im Kader nach Österreich.

AC Milan - Ajax Amsterdam (Mi., 20.45 im LIVE-TICKER)

Milan gegen Amsterdam, das direkte Duell entscheidet: Im Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine geht es ums Überleben in der Champions League. Während es für Milan in der Liga alles andere als rosig läuft, haben sie gegenüber Ajax - noch - die Nase vorn. Den Rossoneri genügt ein Unentschieden, um das Minimalziel zu erreichen. Bei einer Niederlage des FC Barcelona im Parallelspiel könnte Milan sogar Gruppenerster werden.

"Es wird nicht leicht, aber die Fans werden fantastisch sein. Wir müssen mit Ruhe und Bestimmtheit in das Spiel gehen" erklärte Trainer Allegri die Marschroute für das Spiel. Auch für den Coach, der auf Alessandro Matri und Matias Silvester verzichten muss, steht einiges auf dem Spiel: Sollte Milan verlieren und ausscheiden, wird die Kritik an seiner Person nicht leiser werden.

Bei Ajax Amsterdam sind die Zeiten derzeit wesentlich ruhiger. Die letzten sechs Pflichtspiele konnten die Niederländer für sich entscheiden und mit dem Sieg über Barcelona sogar einen Achtungserfolg verbuchen. Da in der schweren Gruppe H vor der Saison kaum einer mit dem Weiterkommen gerechnet hat, ist der Druck nicht so hoch. Dabei muss Trainer Frank de Boer auf Kapitän Siem de Jong verzichten. Das Hinspiel ging übrigens 1:1 aus.

FC Barcelona - Celtic Glasgow (Mi., 20.45 im LIVE-TICKER)

Der große FC Barcelona tut sich ohne Lionel Messi schwerer als man vielleicht vermuten würde. In der Liga verlor man zuletzt gegen Bilbao und musste Konkurrent Atletico Madrid herankommen lassen. Auch in der Königsklasse konnte man im vergangenen Spiel gegen Ajax Amsterdam (1:2) keinen Dreier einfahren.

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Trotz allem ist die Qualifikation für das Achtelfinale bereits geschafft. Gegen Celtic Glasgow reicht Barca vor heimischer Kulisse ein Unentschieden, um als Gruppensieger in die nächste Runde einzuziehen. Allerdings kann Milan bei einem Patzer noch an den Katalanen vorbeiziehen. "Von der Tabelle her stehen wir da, wo wir hinwollten. Bei unserem spielerischen Niveau sind wir dort noch nicht angekommen", fasst Trainer Gerardo Martino die Situation treffend zusammen. Torwart Victor Valdes wird mit einer Wadenverletzung wohl ausfallen.

Für Gegner Glasgow geht es nur noch darum, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Der schottische Meister steht bereits als Gruppenletzter fest und musste auch die Hoffnungen auf die Europa League bereits begraben. Seinen leidenschaftlichen Fans will das Team um Neil Lennon aber noch einen versöhnlichen Abschied bieten. Und wer weiß: Im November 2012 besiegte man die Katalanen in der Königsklasse schon einmal sensationell mit 2:1.

Die Champions League im Überblick

Tietje / Kieferl

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