"Einen Scheich würde ich nicht empfangen"

Von Henning Klefisch
Montag, 01.10.2012 | 17:13 Uhr
"Nein, der Platz neben mir ist besetzt." Hans-Joachim Watzke hat keine Lust auf Scheichs
© Getty
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Nach dem vielumjubelten 5:0-Sieg von Borussia Dortmund über Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga wartet nun mit Manchester City ein extrem schwerer Gegner in der Champions League auf den deutschen Double-Sieger. In einem Interview mit dem "Kicker" machte sich Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke keine Freunde beim englischen Meister.

Das Spiel bei Manchester City wird für den 53-jährigen gebürtigen Sauerländer ein absolutes Geduldsspiel werden: "Es werden nicht extrem viele Tore fallen. Auf europäischer Ebene bekommt man nicht so viele Chancen wie in einem normalen Ligaspiel." Bereits das Auftaktspiel gegen Amsterdam strapazierte die Geduld der Schwarz-Gelben.

Von einem Scheich, der enorme Summen in einen Verein investiert, hält Watzke nicht allzu viel. Die Ablehnung geht so weit, dass in diesem Fall sogar die Gastfreundschaft ein Ende hätte: "Ich würde ihn noch nicht einmal empfangen. Vielleicht würde in anderen Klubs der eine oder andere weich werden. Nur: Was ist, wenn sich der Scheich - wie in Malaga - wieder verabschiedet? Dann wird es kritisch."

"Deutschland hat drei national ausstrahlende Klubs"

Auch zur Rivalität der beiden Revier-Klubs Dortmund und Schalke hat er eine Meinung. Wer ist denn jetzt die Nummer Zwei im deutschen Fußball? "Das mit Schalke und der Nummer zwei ist doch kalter Kaffee. Es gibt zig Parameter. Bei zweien liegt Schalke vor uns - bei den Mitgliederzahlen und beim internationalen Koeffizienten. Ich könnte aus dem Stand 15 Parameter anführen, bei denen es andersherum ist. Eines ist sicher: Deutschland hat drei national komplett ausstrahlende Klubs: Die Bayern sind klar die Nummer eins. Und dann kommen Dortmund und Schalke."

Watze lobte außerdem die solide finanzielle Basis der Bundesligisten und den damit verbundenen positiven Blick in die Zukunft: "Man sollte nicht nach so kurzer Zeit schon tiefgründige Analysen treffen. Fakt ist, dass die Bundesliga durch ihr solides Geschäftsgebaren deutlich aufgeholt hat. Das muss sich irgendwann auch in Ergebnissen ausdrücken."

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