Fussball

Hinten robust, vorne der Dortmunder-Killer

Von SPOX
Die Top-Elf des 5. Spieltags: Zweimal Arsenal, im Mittelfeld Ribery und Ballack
© spox

Die Gruppenphase der Champions League ist auf der Zielgeraden und die ersten Entscheidungen sind gefallen: Bayern München und Bayer Leverkusen haben es am 5. Spieltag auch Franck Ribery bzw. Michael Ballack zu verdanken, dass sie bereits in Achtefinale stehen. Borussia Dortmund dagegen verzweifelte an Robin van Persie. Sehen lassen kann sich vor allem die Abwehrreihe. Die Top-Elf im Überblick:

Morgan De Sanctis (SSC Neapel): Neben Cavani der Erfolgsgarant gegen ManCity. Strahlte immerzu Ruhe aus, war beim Gegentor schuldlos und rettete Napoli den Sieg mit mehreren spektakulären Paraden. Vor allem Mario Balotelli verzweifelte regelrecht am Napoli-Schlussmann.

Walter Samuel (Inter Mailand): Extrem zweikampfstark, hat Trabzons Top-Angreifer Burak Yilmaz extrem und robust bearbeitet und ihm eigentlich nur eine einzige Chancen in den 90 Minuten ermöglicht. In der Luft eigentlich nie zu schlagen. Hat hier und da ungewohnte Stellungsfehler von Lucio ausgemerzt.

Thomas Vermaelen (FC Arsenal): Der Abwehrchef der Gunners machte eine außerordentlich souveräne Partie. Zusammen mit seinem Nebenmann Per Mertesacker ließ er in der Defensive gegen den BVB aber mal überhaupt nichts anbrennen und meldete den zuletzt bärenstarken Robert Lewandowski vollkommen ab.

Marcelo Oliveira (APOEL Nikosia): Der brasilianische Innenverteidiger steht sinnbildlich für die gesamte Nikosia-Defensive. Trotz Sturmlaufs von Zenit St. Petersburg blieben die Zyprer ohne Gegentor und sorgten dafür, dass sich erstmals eine Mannschaft aus Zypern für das Achtelfinale der Champions League qualifizierte.

Xavi (FC Barcelona): Barcelona reichten gegen Milan genau zwei Sachen zum Sieg: Xavi und Messi. Beim 1:0 stand der Mittelfeld-Regisseur goldrichtig, doch Mark van Bommel klaute ihm das Tor. In Folge stach er in gewohnter Manier als Vorbereiter heraus und spielte einige hervorragende Pässe, womit er an so gut wie jeder gefährlichen Aktion beteiligt war. Den Elfmeter holte er heraus, das dritte Tor für die Katalanen besorgte er dann selbst. So besiegt man Milan.

Michael Ballack (Bayer Leverkusen): Dem Routinier gelang in seinem 100. Europacup-Spiel bei Weitem nicht alles. Aber: Er war der Chef im Mittelfeld, hatte mit Abstand die meisten Ballkontakte und übernahm in schwierigen Phasen die Verantwortung. Seine Doppelchance gab die Initialzündung für Leverkusens Aufholjagd.

Franck Ribery (Bayern München): Viel Gefühl beim 1:0, Zirkus bei einem Seitfallzieher und Dynamik und Übersicht beim 3:1 - ein runder Abend für den Franzosen, der neben Lahm die meisten Ballkontakte auf Bayern-Seite hatte (bis zu seiner Auswechslung 99) und an acht Torschüssen beteiligt war. Bekam beim User-Voting die Bestnote aller Bayern-Spieler.

Jose Callejon (Real Madrid): Der 24-Jährige nutzte seine Einsatzchance mit zwei Toren. Immer wieder brach er über rechts gegen den überforderten Ibanez durch und kam so auf insgesamt vier Torschüsse.

Halil Altintop (Trabzonspor): Wie schon zu Frankfurter Zeiten musste er wieder auf der ungeliebten linken Außenbahn spielen, aber was Altintop 90 Minuten marschiert ist, war unglaublich. Inters Rechtsverteidiger Nagatomo konnte sich kaum nach vorne wagen, weil der Türke ständig aufrückte und drückte. Im Gegensatz zu früher aber auch sehr torgefährlich, viele gute Pässe und letztlich auch das Tor. Altintop ist derzeit in blendender Verfassung.

Roberto Soldado (FC Valencia): Der spanische Angreifer erzielte beim lockeren 7:0 gegen den KRC Genk einen lupenreinen Hattrick und war von der belgischen Verteidigung zu keiner Zeit in den Griff zu bekommen.

Robin van Persie (FC Arsenal): Der Niederländer ist in der Form seines Lebens. Auch wenn er gegen Dortmund eher unauffällig spielte und nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe gewann, war van Persie in den entscheidenden Momenten zur Stelle und entschied erneut im Alleingang ein Spiel für Arsenal. Van Persie hat jetzt in den letzten 42 Spielen 42 Tore für die Londoner erzielt.

Die Champions League im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung