Alexander Hleb im Interview

"Weil wir das Spiel unseres Lebens machen"

Von Interview: Florian Regelmann
Dienstag, 16.03.2010 | 11:43 Uhr
Alexander Hleb ist bis Saisonende vom FC Barcelona an den VfB Stuttgart ausgeliehen
© Imago
Advertisement
International Champions Cup
Di13:35
Der Härtetest für den FC Bayern München
CSL
So13:35
Shanghai Shenhua -
Beijing Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes

Alexander Hleb wurde 2009 Champions-League-Sieger, Meister und Pokalsieger mit dem FC Barcelona, jetzt kehrt er mit dem VfB Stuttgart ins Camp Nou zurück (Mi., 20.30 Uhr im LIVE-TICKER, auf SAT.1 und SKY). Bei SPOX spricht der Weißrusse über eine mögliche Sensation im Achtelfinal-Rückspiel, sein Verhältnis zu Coach Christian Gross und seine Zukunft nach der Saison.

SPOX: Das Spiel in Barcelona ist auch eine Rückkehr für Sie. Mit welchem Gefühl gehen Sie in das Spiel?

Alexander Hleb: Ich freue mich sehr darauf, auf das Stadion und die tolle Atmosphäre. Es ist das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League und ich möchte mit dem VfB alles versuchen, um diese Partie zu einer ganz besonderen zu machen.

SPOX: Auch wenn vor allem die erste Halbzeit im Hinspiel stark war, nach dem 1:1 gibt dem VfB in aller Welt praktisch niemand mehr eine Chance. Wie sehen Sie das?

Hleb: Die Chance auf das Weiterkommen ist nach wie vor sehr gering, doch sie ist da. Im Hinspiel haben wir mit einer starken Leistung gezeigt, dass wir durchaus Paroli bieten können, auch wenn das sicher nicht in jedem Vergleich mit Barca möglich ist. Der Glaube an eine Überraschung ist da.

SPOX: Christian Gross hat gesagt, dass die Mannschaft ein perfektes Spiel machen muss. Wie muss so ein perfektes Spiel aussehen?

Hleb: Im Hinspiel sind wir dem schon sehr nahe gekommen. Wichtig wird sein, dass wir defensiv sehr gut stehen und trotzdem auch unsere Chance in der Offensive suchen. Barca spielt vor allem zu Hause unheimlich druckvoll, da kann man nicht nur verteidigen. Doch zu einem perfekten Spiel gehört auch, keine Fehler zu machen.

SPOX: Wenn Sie einen Grund nennen müssen, warum der VfB weiter kommt, welcher wäre das?

Hleb: Weil niemand mit uns rechnet und wir das Spiel unseres Lebens abliefern werden.

SPOX: Okay, das klingt gut. Ein Punkt, der aber eventuell auch noch gegen eine Sensation spricht, ist die Größe des Platzes. Wie bedeutend ist die riesige Fläche, die Barca im eigenen Stadion zur Verfügung hat?

Hleb: Ich möchte die Spielfeldgröße im Camp Nou nicht überbewerten, aber sie kommt dem Spiel von Barca schon entgegen. Sie kommen über viel Ballbesitz und nutzen die gesamte Spielfeldbreite aus. Da ist es schwer, den Gegenspieler immer schnell zu doppeln und die Räume richtig eng zu halten. Wir müssen kompakt stehen und gut verschieben, und das erfordert eine hohe Konzentration und läuferischen Aufwand.

SPOX: Ganz entscheidend wird hierfür das Duell im zentralen Mittelfeld sein. Wie können es Khedira und Träsch gegen Xavi und Iniesta schaffen, das Barca-Spiel zu stören, gerade auf dem großen Raum?

Hleb: Es reicht gegen Barca nicht, nur das Duell im zentralen Mittelfeld gegen Xavi und Iniesta zu gewinnen. Sollte das gelingen, kann trotzdem ein Messi, Ibrahimovic oder Henry das Spiel entscheiden. Da verfügen sie einfach über eine sehr hohe individuelle Klasse. Wir müssen uns auf dem ganzen Platz gegenseitig helfen und unterstützen, über 90 Minuten marschieren und voll dagegenhalten. Um unsere minimale Chance zu nutzen, werden wir alles geben.

SPOX: Es gab zuletzt eine Phase, in der Sie pro Spiel immer nur um die 60 Minuten alles geben durften. Dann hat Sie der Trainer jedes Mal ausgewechselt. Haben Sie mit ein bisschen Abstand mehr Verständnis für den Trainer?

Hleb: Ich möchte spielen und der Mannschaft helfen, und das natürlich über 90 Minuten. Ich bin nicht glücklich, wenn ich frühzeitig ausgewechselt werde, doch ich akzeptiere die Entscheidungen des Trainers. Mein Verständnis für diese Maßnahme ist da, denn ich weiß, dass es um den Erfolg der Mannschaft und des Vereins geht.

SPOX: Inzwischen spielen Sie auch deutlich länger, was hat sich geändert?

Hleb: Dass ich zuletzt länger gespielt habe, liegt an meinen gezeigten Leistungen. Nach der für mich enttäuschenden Hinrunde bin ich jetzt auf dem richtigen Weg und liefere gute Spiele ab. Aber ich kann noch besser.

SPOX: Es war wohl keine Liebe auf den ersten Blick mit Christian Gross, aber kann es vielleicht Liebe auf den zweiten Blick sein? Hat sich das Verhältnis gebessert?

Hleb: Wir haben ein normales Trainer-Spieler-Verhältnis. Vor kurzem haben wir ein längeres Gespräch geführt, in dem er mir noch einmal klar gesagt hat, was er von mir verlangt und erwartet. Ich denke, dass die letzten Spiele gezeigt haben, dass ich das umsetze.

SPOX: Sie sprechen seine hohen Erwartungen an Sie an. Christian Gross meinte, dass er von Ihnen eine hohe Präsenz im Sechzehner erwarte und dass Sie das Spiel mit kurzen Ballkontakten beschleunigen sollen. Können Sie sich gerade in dieser Hinsicht noch steigern?

Hleb: Natürlich kann ich mich noch steigern, und das ist auch mein Ziel. Daran arbeite ich in jeder Trainingseinheit.

SPOX: Es gilt als sicher, dass Sie den VfB nach der Saison wieder verlassen. Was sind Ihre Optionen?

Hleb: Ganz ehrlich, ich befasse mich momentan nicht damit. Ich habe noch Vertrag in Barcelona und bin bis Saisonende an den VfB Stuttgart ausgeliehen. Alles andere ist für mich nebensächlich. Ich lege meine ganze Konzentration und Kraft in die nächsten Spiele mit dem VfB und hoffe, dass wir noch für Überraschungen sorgen können.

SPOX: Dennoch noch eine Nachfrage: In welchem Abschnitt Ihrer Karriere sehen Sie sich, wo soll es in den nächsten Jahren hingehen?

Hleb: Ich sehe mich nicht in einem bestimmten Karriereabschnitt. Solange ich Spaß am Fußball habe, möchte ich natürlich spielen. Noch weiß ich nicht, wo es in den nächsten Jahren hingehen soll. Es soll aber auf jeden Fall ein Verein sein, der möglichst immer in der Champions League dabei ist.

Alexander Hleb im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung