Dienstag, 12.08.2008

Champions League

Juve setzt auf Champions League-Einnahmen

Hamburg - Lüttich, Krakau, Bukarest, Enschede, Petrzalka: Der angestrebte Weg in die Glitzerwelt der Champions League ist wenig glanzvoll für die europäische Fußball-Prominenz.

Fußball, Champions League, Juventus Turin
© dpa

Juventus Turin, der FC Barcelona, FC Arsenal, FC Liverpool und Galatasaray Istanbul müssen sich in der Ausscheidung zur lukrativen kontinentalen Meisterliga in tristen Duellen beweisen (Mi., 20.45 im SPOX-TICKER).

Den unattraktivsten, zugleich aber vermeintlich leichtesten Gegner hat Juve erwischt. Die Norditaliener müssen bei ihrer Rückkehr auf das internationale Parkett gegen den slowakischen Meister Artmedia Petrzalka antreten.

"Hier steht die Arbeit von zwei Jahren auf dem Spiel. Wir stehen kurz vor dem Ziel", sagte Turins Präsident Giovanni Cobolli Cigli. Der vor zwei Jahren zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilte italienische Rekordmeister rechnet bei einem Erreichen der Gruppenphase mit 15 Millionen Euro. Dies soll Verstärkungen wie Dejan Stankovic (Inter Mailand) oder Alberto Aquilani (AS Rom) ermöglichen.

Barca will neue Ära einläuten

Auf die garantierten Millionen-Einnahmen hat der FC Barcelona gar nicht erst gewartet. Vor dem Spiel gegen den polnischen Meister Wisla Krakau gaben die Katalanen schon fast 80 Millionen Euro für den Umbruch im Kader aus.

Für Ronaldinho und Deco kamen Dani Alves und Seydou Keita vom FC Sevilla sowie Alexander Hleb vom FC Arsenal, die zusammen mit dem neuen Trainer Josip Guardiola eine neue glorreiche Barca-Ära in Europa begründen sollen. Für Stürmer Samuel Eto'o fand sich kein Abnehmer, daher ist der Kameruner wegen der Abwesenheit von Lionel Messi (Olympia-Teilnahme) und der andauernden Formschwäche von Thierry Henry wieder erste Wahl.

Die Champions-League-Quali im Überblick

Für Henrys Ex-Klub FC Arsenal bezieht sich der Reiz des Spiels gegen Twente Enschede weniger aus der Attraktivität des Gegners, als vielmehr aus dem Duell mit dem ehemaligen englischen Nationaltrainer und jetzigen Twente-Coach Steve McClaren, der den neuen Schalke-Coach Fred Rutten ablöste.

Alles andere als ein Weiterkommen des Londoner Star-Ensembles wäre eine riesige Überraschung. "Ich bin sicher, dass die Mannschaft konzentriert sein wird und Twente mit Respekt gegenübertritt", sagte Arsenals Coach Arsene Wenger vorsorglich.

Gerrard muss rechtzeitig fit werden

Der fünfmalige Meistercup-Gewinner FC Liverpool nimmt seinen Gegner Standard Lüttich immerhin so ernst, dass der Klub alle Hebel in Bewegung setzt, um seinen Kapitän Steven Gerrard rechtzeitig fit zu bekommen. Die Seele im Spiel der Reds laboriert derzeit noch an einer Oberschenkelverletzung.

Dennoch verschwendet Liverpool ebenso keinen Gedanken an ein Aus wie Galatasaray Istanbul, das angeblich sogar schon mit rund zehn Millionen Euro garantierten Einnahmen aus der Gruppenphase plant.

Obwohl der aus vielen Europapokal-Spielen erfahrene Gegner Steaua Bukarest wohl kaum einen Durchmarsch in die Königsklasse zulassen wird, steht für Galatasarays neuen Coach Michael Skibbe die Teilhabe an den Millionen-Ausschüttungen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) fest. "Wir sind besser als Steaua Bukarest. Mit dem Geld aus der Champions League werden wir einen neuen Star kaufen", wurde Skibbe ungewohnt forsch in der türkischen Sportzeitung "Fanatik" zitiert.


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