Besser geht's nicht

Von Für SPOX in Bremen: Florian Bogner
Donnerstag, 29.11.2007 | 11:25 Uhr
© Imago
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Bremen - Ein Handschlag kann Verschiedenes aussagen. Meistens wird er zur Begrüßung eingesetzt, manchmal aber auch zur Bestätigung einer getroffenen Vereinbarung.

Der Handschlag zwischen Christian Vander und Thomas Schaaf nach dem 3:2-Sieg von Werder Bremen gegen Real Madrid kann durchaus zur zweiten Kategorie gezählt werden.

Während Ersatzkeeper Vander, der den verletzten Tim Wiese in seinem zweiten Champions-League-Spiel hervorragend vertreten hatte, fröhlich zur Journallie sprach, ging Schaaf an seinem Torwart vorbei, hielt kurz inne, und reichte ihm dann die Hand.

 

Schaaf sah Vander dabei tief in die Augen. In seinem Blick: Respekt und Dank. Frei übersetzt wollte er wohl so etwas rüberbringen, wie: "Danke, dass Du mich nicht hast hängen lassen." Das ganze hätte er auch noch ein halbes Dutzend Mal wiederholen können.

Keine Lust auf Ausreden

Sechs Stammspieler hatten dem Bremer Coach vor dem Spiel nicht zur Verfügung gestanden. Als dann noch Clemens Fritz nach wenigen Minuten vom Platz humpelte, hätte eigentlich jeder Bremer eine passable Ausrede gehabt, warum dies oder das schief gegangen war, warum es am Ende doch wieder nicht gereicht hat und warum Real einfach cleverer war. Keiner hätte ihnen einen stichhaltigen Vorwurf machen können.

Aber irgendwie hatten die Bremer keine Lust mehr auf Ausreden. Die Zuschauer und vor allem der Gegner bekam von der ersten Minute an zu spüren, dass Werder an diesem Abend einfach "alles in die Waagschale wirft, was es zu bieten hat", wie es Real-Verteidiger Christoph Metzelder hinterher formulierte.

Das Spiel hatte definitiv Pokalcharakter - auf der einen Seite der leidenschaftlich kämpfende Underdog, auf der anderen der übertölpelte Favorit. "Wir wussten, dass wir Druck machen und aggressiv zu Werke gehen müssen. Das haben wir von Anfang an umgesetzt. Das war der Schlüssel zum Sieg", meinte Bremens Stürmer Markus Rosenberg.

"Gelaufen, gelaufen, gelaufen"

Mit einem Tor und einer Vorlage war er maßgeblich am Sieg beteiligt und schilderte gerne, wie es dazu kam. "Das frühe Tor war natürlich sehr gut für uns, auch wenn es ein bisschen glücklich war, weil ich den Ball nicht richtig getroffen habe", so der Schwede.

Vor dem 2:1 von Boubacar Sanogo sei er einfach nur "gelaufen, gelaufen, gelaufen", habe dann kurz aufgesehen, geflankt und drin war das Ding. Angesprochen auf sein episches Laufpensum meinte er nur achselzuckend: "Ich lebe noch, oder?"

Wunder? Nicht wirklich

Der Begriff "Werder-Wunder" machte nach dem Abpfiff schnell die Runde. Geschäftsführer Klaus Allofs wollte da nicht mitspielen. Ein Wunder? Nicht wirklich. "Ein Wunder ist eher, wie die Hinrunde verläuft. Es ist ein Wunder, wie viele Verletzte wir haben und auch ein Wunder, dass wir trotzdem oben mithalten können", meinte Allofs.

Die Erklärung für die gezeigte Leistung lieferte Vander: "Wir sind als Team zusammen gestanden und haben eine überragende Mannschaftsleistung abgeliefert. Die Mannschaft hat hervorragend funktioniert." Klingt irgendwie trivial, in einem Mannschaftssport so eine Aussage zu treffen. Aber der Torwart hatte absolut Recht mit seiner Behauptung.

Bei Bremen funktioniert ein System, das viele andere Mannschaften vor Probleme stellt. Während bei der Konkurrenz ab der Nummer 12 die Frustration über die Nichtberücksichtigung zunimmt, scheint es bei Bremen der Ehrgeiz zu sein.

Der schicke zweite Anzug

"Wir haben eine so große Qualität im Kader, weil jeder den Anspruch hat, auch in der ersten Elf zu spielen", sagte Vander. Und gerade in großen Duellen kann man auch passabel aus dem Schatten der ersten Elf treten und auf sich aufmerksam machen.

Daniel Jensen war beispielsweise als Diego-Ersatz gefordert und spielte eines seiner besten Spiele im Werder-Trikot. Aaron Hunt fand nach monatelanger Verletzungspause zwar schwer ins Spiel, krönte seine Leistungssteigerung im Laufe des Spiels aber mit dem vorentscheidenden 3:1.

Und als dann in der Schlussphase noch Martin Harnik ins Spiel kam und dieser Reals Außenverteidiger mehrmals in Verlegenheit brachte, war klar: Der zweite Werder-Anzug taugt heute für den großen Ball.

"Mehr als Hoffnung"

"Hurra, wir leben noch!" - das ist nun die Ausgangsposition für Werder. "Der Sieg war absolut lebenswichtig", meinte Per Mertesacker." Nicht nur, was die Chancen aufs Weiterkommen betrifft. Sondern wir haben wie auch Stuttgart und Schalke der Bundesliga einen guten Dienst erwiesen."

Vor dem Spiel bei Olympiakos Piräus ist nun wieder "mehr als Hoffnung da" (Vander), auch wenn Werder in Griechenland gewinnen muss. Aber Markus Rosenberg hatte da eine einfache Rechnung parat: "Wir haben Real geschlagen, also stehen die Chancen nicht so schlecht, dass wir auch gut genug sind, um Piräus zu schlagen." Ein schlagendes Argument.

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