Die Top-11 des 33. Spieltags

Geballte Offensiv-Power: Die Elf-Tore-Elf

Von SPOX
Sonntag, 29.04.2012 | 15:51 Uhr
Stürmischer geht's kaum - in der Offensive bot sich am 33. Spieltag für die Top-11 die Qual der Wahl
© SPOX
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Die letzten Spieltage sind in der Bundesliga traditionell torreich, und das schlägt auch in der Top-11 nieder. Selten bot sich im Sturm derart die Qual der Wahl. Letztlich drücken Schalke, Dortmund und Freiburg mit hohen Siegen der Elf ihren Stempel auf. Mit Raul und Hans-Jörg Butt sind zudem zwei Spieler dabei, die sich am 33. Spieltag vor heimischer Kulisse verabschiedet haben.

Hans-Jörg Butt: In seinem letzten Bundesligaspiel wirkte Butt nochmal sehr sicher. Er wehrte alle vier Torschüsse ab und strahlte große Ruhe aus. Nach 387 Bundesligaspielen beendet Butt seine Profikarriere - es sei denn, er hat sich mit seiner Leistung gegen Stuttgart für den Bundesliga-Abschluss in Köln beworben.

Mensur Mujdza: Mujdza spielte gegen Köln in der Abwehr, war aber vor allem in der Offensive ganz stark. Er erzielte ein Tor selbst, auch wenn er dabei etwas Glück hatte, dass Rensing am Ball vorbeigriff und leitete ein Tor mit einem präzisen Diagonalball aus der eigenen Hälfte mustergültig ein. Immer wieder ging Mujdza bei eigenen Angriffen mit nach vorne und sorgte in Kölns Defensive für Alarm.

Holger Badstuber: Gegen den VfB Stuttgart ließ der Nationalspieler hinten nichts anbrennen. Er verlor nur einen seiner 19 Zweikämpfe (95 Prozent). Hinzu kamen 72 Ballkontakte und eine Passquote von 96 Prozent. Nichts anmerken ließ sich Badstuber von den Anstrengungen des CL-Halbfinals.

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Gibril Sankoh: Er gewann in Augsburgs Innenverteidigung satte 83 Prozent seiner direkten Duelle und hatte damit großen Anteil am Punktgewinn in Mönchengladbach, der den Klassenerhalt bedeutete.

Jermaine Jones: Jones hatte zwar Glück, dass er bei seiner Grätsche gegen Ben-Hatira nicht vom Platz flog, holte sich dafür aber seine obligatorische Gelbe ab. Ansonsten zweikampfstark und bissig, zeigte er den Herthanern, wie man kämpfen sollte. Auch offensiv tat er sich diesmal mit zahlreichen schönen Zuspielen hervor. Höhepunkt war in der 72. Minute sein Lupfer auf Raul, der anschließend am herausstürmenden Kraft scheiterte.

Mario Götze: Götze stand erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startelf und präsentierte sich in Top-Verfassung. Er wirbelte über rechts mit Lewandowski die Lauterer Abwehr ordentlich durcheinander und krönte diese Leistung mit dem Tor zum 3:1. Als er in der 77. Minute für Kringe vom Feld ging, hatte er 10,3 Kilometer auf dem Tacho. Eine klasse Vorstellung.

Raul: In seinem letzten Spiel "Auf Schalke" glänzte Raul mit einem Tor und einer Vorlage. Auch ansonsten war er viel unterwegs und immer gefährlich. In dieser Saison hat er damit jetzt 15 Tore und 6 Assists auf dem Konto. Schade, dass er geht.

Daniel Caligiuri: Der Freiburger machte ein großartiges Spiel, bereitete zwei Tore vor und erzielte eines selbst. Seine Volley-Flanke, mit der er das zwischenzeitliche 2:1 vorlegte, war technisch zudem vom Allerfeinsten. So sichert sich Caligiuri den Platz im linken Mittelfeld knapp vor dem ebenfalls bärenstarken Ivan Perisic (ein Tor, zwei Vorlagen).

Tomas Pekhart: Der Tscheche sicherte dem Club mit seinem Doppelpack den Auswärtssieg in Hoffenheim. Er nutzte Tom Starkes Patzer gedankenschnell zur Führung und zeigte bei seinem zweiten Treffer den unbedingten Willen, das Tor zu machen.

Klaas-Jan Huntelaar: Der Hunter machte das, was er am besten kann: Tore. Über 90 Minuten mit nur 28 Ballkontakten, aber bei geschätzten 27 davon wurde es gefährlich. Er erzielte zwei Tore selbst, bereitete ein weiteres vor und hatte mehrfach die Chance auf den Dreierpack. Insgesamt jetzt mit 46 Pflichtspieltoren in 47 Pflichtspielen, dazu 15 Assists. In der Torjäger-Liste hat er zudem Mario Gomez überholt. Was will man mehr?

Lucas Barrios: Der paraguayanische Nationalspieler lief wieder mal von Beginn an auf und zeigte, warum er in der letzen Saison der beste Knipser beim Meister war. 90 Minuten, 35 Ballkontakte, 3 Torschüsse, 3 Tore. In der Form ist Barrios auch für kommende Champions-League-Aufgaben ein Gewinn. Er sollte sich seinen Wechsel nach China vielleicht nochmal überlegen.

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