Fussball

SC Freiburg - Hertha BSC 2:1: Berliner verlieren nach Ibisevic-Eigentor

SID
Der SC Freiburg wird in dieser Saison wohl nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Hertha BSC hat einen schweren Rückschlag im Rennen um die Europacup-Teilnahme erlitten. Die Berliner unterlagen am 25. Spieltag der Bundesliga 1:2 (0:1) beim SC Freiburg. Nils Petersen (27.) und ein Eigentor von Vedad Ibisevic (80.) sorgten für die Entscheidung. Die Hertha wartet seit über neun Jahren auf einen Sieg im Breisgau. Daran änderte auch das Tor von Ibisevic (76.) auf der "richtigen" Seite nichts.

"Am Ende waren wir die Glücklicheren. Zum Glück ist dieser Eckball gekommen", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich. "Ich bin extrem erleichtert, es sind jetzt elf Punkte nach unten. Es ist noch nichts geschafft, aber es sieht gut aus."

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwaldstadion sahen einen starken Auftakt der Gastgeber. Janik Haberer (2.) und Petersen (4.) hätten die Freiburger früh in Führung bringen können. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der nach der Ausbootung von Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels in der Kritik steht, blieb der Sport-Club auch im Anschluss die gefährlichere Mannschaft.

Die Hauptstädter, bei denen Davie Selke, Valentino Lazaro, Derrick Luckassen, Vladimir Darida, Julius Kade und Pascal Köpke fehlten, tauchten zum ersten Mal in der 25. Minute gefährlich im Freiburger Strafraum auf. Den Kopfball von Niklas Stark parierte SC-Torwart Alexander Schwolow.

Schrecksekunde für SCF: Kübler bei Zusammenprall verletzt

Kurz darauf schlugen die Breisgauer zu. Nach Vorarbeit von Vincenzo Grifo erzielte Petersen per Kopf sein achtes Saisontor. Drei Minuten später musste die Mannschaft von Trainer Christian Streich einen Schock verkraften. Außenverteidiger Lukas Kübler wurde verletzt vom Platz getragen, kurz zuvor war er unglücklich mit seinem Kapitän Mike Frantz zusammengeprallt.

Trotz des Ausfalls von Kübler, der durch Pascal Stenzel ersetzt wurde, blieb der SC am Drücker. Der zweite Treffer für die Freiburger, die ohne Manuel Gulde, Robin Koch, Nicolas Höfler, Tim Kleindienst, Florian Kath und Roland Sallai auskommen mussten, lag in der Luft. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es aber Ondrej Duda, der per Kopf fast den Ausgleich für die Hertha erzielt hätte.

Nico Schlotterbeck feiert Bundesligadebüt für Freiburg

In der Pause musste auch SC-Abwehrchef Philipp Lienhart raus. Der Österreicher war im ersten Durchgang mit Hertha-Stürmer Salomon Kalou zusammengeprallt und hatte sich dabei am Kopf verletzt. Für Lienhart kam der erst 19 Jahre Nico Schlotterbeck, der sein Debüt in der Eliteklasse feierte.

Nach dem Seitenwechsel verpasste Kalou nach einer scharfen Hereingabe von Maximilian Mittelstädt den Ausgleich (55.). Hertha drängte auch in der Folge, die Freiburger konnten nur noch selten für Entlastung sorgen. Das 1:1 durch Ibisevic war keine Überraschung, die erneute SC-Führung durch ein Eigentor des Bosniers schon.

"In der ersten Hälfte war es organisierter Fußball. Das Spiel war nicht so schön", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai. "In der zweiten Hälfte hatten wir viel Ballbesitz und haben einen wunderschönen Ausgleich gemacht. Wir wollten mit einem Standard gewinnen, es kam andersrum."

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