Fussball

Befreiungsschlag! Werkself überrollt Freiburg

Bayer Leverkusen hat den SC Freiburg in der ersten Halbzeit überrollt

Bayer Leverkusen hat am 4. Spieltag der Bundesliga-Saison seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Die Werkself besiegte den SC Freiburg dank einer starken Leistung zu Hause mit 4:0 (3:0).

Leverkusen begann, wie in dieser Saison bereits gewohnt, sehr stark. Vor allem auf den Flügeln spielte die Werkself ihre großen Geschwindigkeitsvorteile aus und überrollte Freiburg. Durch das enorm hohe Pressing schaffte es Leverkusen, Freiburg weit in die eigene Hälfte zu drücken und somit die eigene Abwehrreihe zu entlasten.

Vor allem profitierte Leverkusen von der enorm schwachen Leistung des SCF. Wenngleich die Breisgauer sehr defensiv standen, war der Abstand zwischen den beiden Viererketten im 4-4-2 viel zu groß. Das ermöglichte den Hausherren, in diese zentralen Räume vor dem Strafraum zu stoßen und dort zum Abschluss zu kommen - kein Wunder, dass die ersten beiden Treffer durch Fernschüsse aus eben diesen Zonen resultierten. Auch die zweiten Bälle landeten nahezu immer bei Bayer.

Nach der Pause traten die Gäste engagierter auf, störten früher und ließen sich nicht so weit in die eigene Hälfte drücken. Dadurch entstanden im Gegensatz zur ersten Hälfte auch einige Torchancen. Allerdings war dies auch darin begründet, dass Bayer einen Gang zurückschaltete. Erst nach etwa einer Stunde waren die Hausherren offensiv wieder durchschlagskräftiger und hätten in dieser Zeit noch das eine oder andere Tor verdient gehabt.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Volland (21.), 2:0 Aranguiz (30.), 3:0 Volland (34.), 4:0 Brandt (86.)

  • Leverkusen gelingt am 4. Spieltag der erste Saisonsieg. Das letzte Mal, dass die Werkself so lange auf den ersten Saisonsieg warten musste, war in der Saison 2002/03. Auch damals gelang am 4. Spieltag der erste Erfolg (3:1 in Rostock).
  • Erstmals seit dem 27. Spieltag der Vorsaison kann Bayer Leverkusen wieder einen Zu-Null Sieg feiern. Damals hieß der Gegner Darmstadt 98 (2:0).
  • Im achten Bundesliga-Spiel von Kevin Volland gegen Freiburg traf er bereits siebenmal - gegen kein Bundesliga-Team traf der Stürmer so häufig.
  • Der SC Freiburg ist saisonübergreifend seit sechs Bundesliga-Partien sieglos (drei Remis, drei Niederlagen). Sechs Partien in Serie ohne Sieg waren es zuletzt im November/Dezember 2014.

Der Star des Spiels: Charles Aranguiz

War der Chef im zentralen Mittelfeld. Legte mit Abstand die weiteste Laufstrecke aller Spieler zurück (12,22km) und lief mit seiner guten Antizipation viele Räume zu (mit sechs die meisten abgefangenen Bälle). Dazu kurbelte er das Spiel nach vorne an. Starker Vertikalpass vor Vollands Führungstreffer, kurz danach selbst mit einem sehenswerten Fernschusstor. Bereitete das vierte Tor darüber hinaus mit einem schnell ausgeführten Freistoß vor.

Der Flop des Spiels: Tim Kleindienst

Offensiv völlig ohne Wirkung (an keinem Torschuss beteiligt) - bei der schwachen Freiburger Leistung im ersten Durchgang allerdings auch nicht verwunderlich. Leistete sich aber auch zwölf Ballverluste und brachte nur jeden dritten Pass zum eigenen Mitspieler. Außerdem mit unzureichendem Defensivverhalten vor dem 1:0, als er wie Sturmkollege Niederlechner viel zu passiv gegen den ballführenden Aranguiz agierte. Folgerichtig zur Pause ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Sven Jablonski

Hatte in seiner ersten Partie als Bundesliga-Schiedsrichter einige schwierige Situationen zu bewerten, lag dabei meist richtig und zeigte eine gute Leistung. Sah beim vermeintlichen Foul an Haberer sofort, dass kein Kontakt vorlag. Dieser zeigte aber auch sofort fair an, dass es kein Foul war. Jablonski entschied bei Vollands vermeintlichem dritten Treffer auf Weiterspielen, wurde dabei jedoch vom Video-Assistenten überstimmt.

Die Reaktionen der Trainer

Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): "Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Leistung und das Ergebnis passen heute. Wir wollen den Schwung nun nach Berlin mitnehmen."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Das war sehr schlecht, was wir in der ersten Halbzeit gemacht haben. In dieser Verfassung ist Leverkusen aber auch kein Maßstab für uns. Wir dürfen den Jungs keinen Druck machen, sondern müssen sie auf dem Weg begleiten."

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