Fussball

1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg 2:0: Mainzer gewinnen verrücktes Montagsspiel

Montag, 16.04.2018 | 22:40 Uhr
Pablo de Blasis erzielte beim sieg der Mainzer gegen Freiburg einen Doppelpack.
© Getty

Der 1. FSV Mainz 05 hat dank eines kuriosen Elfmetertreffers und eines Fehlers von Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow das Abstiegsduell gegen den SC Freiburg mit 2:0 (1:0) gewonnen. Die Mainzer zogen damit am Sport-Club vorbei auf Platz 15.

Das Spiel begann aufgrund eines organisierten Fanprotests gegen Montagsspiele mit einiger Verzögerung. Danach übernahm Mainz sofort die Kontrolle (65 Prozent Ballbesitz in der 1. Hälfte) und suchte gegen tief stehende Freiburger immer wieder nach spielerischen Lösungen - ohne diese zu finden.

Freiburg konzentrierte sich auf die Verhinderung der Mainzer Offensive und wurde zum Ende der ersten Hälfte bitter bestraft. Ein Handspiel von Kempf ahndete Schiedsrichter Winkmann mit Elfmeter, nachdem er schon zur Halbzeit gepfiffen hatte und die Freiburger bereits in der Kabine waren.

Streich reagierte zur Pause, brachte Kleindienst für Kempf und stellte auf 4-4-2 um Der SC musste nach dem Rückstand seine destruktive Spielweise aufgeben und nahm mehr am Spiel teil. Mainz blieb aber das gefährlichere Team und verteidigte Freiburgs Angriffe souverän. Mit Schwolows Fehler und dem Treffer zum 2:0 war das Spiel gelaufen.

Mit diesem Ergebnis schwindet auch die Hoffnung auf den Klassenerhalt in Hamburg und Köln. Der HSV hat acht, der FC neun Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg: Die Highlights im Video

Die Daten des Spiels 1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg

Tor: 1:0 De Blasis (45.+7, HE), 2:0 De Blasis (79.)

Bes. Vorkommnis: Schiedsrichter Winkmann entscheidet nach Videobeweis auf Elfmeter für Mainz, nachdem er schon zur Halbzeit gepfiffen hatte und die Freiburger Spieler bereits auf dem Weg in die Kabine waren.

  • Mainz ist zu Hause gegen Freiburg ungeschlagen (6 Siege, 3 Remis). Nur im Rhein-Main-Derby gegen Frankfurt trat der FSV im Oberhaus öfter zu Hause an ohne zu verlieren (10 Mal - 5 Siege, 5 Remis).
  • Der SC Freiburg ist seit 7 Spielen sieglos (2 Remis, 5 Niederlagen). Den letzten Dreier gab es am 23. Spieltag beim 1:0-Heimsieg gegen Bremen.
  • Das 4:3 in Köln am 15. Spieltag war Freiburgs einziger Sieg in den letzten 18 BL-Auswärtsspielen (6 Remis, 11 Niederlagen). Zudem sind die Breisgauer in dieser Saison auswärts mit 35 Gegentoren die Schießbude der Liga.

Der Star des Spiels: Pablo de Blasis (Mainz 05)

Traf sicher nicht immer die richtigen Entscheidungen, war aber ein ständiger Unruheherd in der Mainzer Offensive. Gab die meisten Torschüsse ab und behielt in der alles andere als einfachen Situation beim Elfmeter die Nerven.

Der Flop des Spiels: Alexander Schwolow (SC Freiburg)

Machte zu Beginn einen sicheren Eindruck, leistete sich vor dem 0:2 aber einen Aussetzer, als er Quaison den Ball im eigenen Strafraum in den Fuß spielte. Damit war die Schlussoffensive seiner Mannschaft gebrochen.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann

Sorgte mit seinem Elfmeterpfiff in der Halbzeit für ein Novum in der Bundesliga. Die Handspielentscheidung und die Korrektur durch den VAR war aber höchst strittig. Ein absichtliches Handspiel von Kempf lag nicht vor. Insgesamt mit einigen kleineren Fehlern. Gulde war mit Gelb für sein Foul an Öztunali gut bedient.

Die Reaktionen zu Mainz 05 - SC Freiburg

Sandro Schwarz (Trainer Mainz 05): "Ich glaube, dass die Entscheidung korrekt war. Ich saß schon in der Kabine. Der Zeitpunkt war unglücklich, aber es war ein Elfmeter. Es geht einzig und alleine darum, die Punkte zu holen. Wir haben viele Dinge auch unsauber gespielt. Wir nehmen die drei Punkte natürlich mit. Was die Kampfbereitschaft anbetrifft, war es ein verdienter Sieg."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir hatten uns entschieden, defensiver zu spielen. Wir dachten, in den offenen Schlagabtausch zu gehen, wird schwierig. Die ersten zehn Minuten waren okay - dann hat Mainz Druck gemacht. Nach dem 1:0 war Mainz euphorisiert. Am Ende muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie trotz dieser Spielentwicklung ruhig geblieben ist und alles probiert hat."

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