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Fussball

Knapper Bayern-Sieg bei Pep-Rückkehr

Franck Ribery hatte in der ersten Hälfte einige gute Eins-gegen-eins-Situationen
© getty

Im ersten Spiel von Carlo Ancelotti in der Allianz Arena und bei der Rückkehr von Pep Guardiola nach München hat der FC Bayern sein Testspiel gegen Manchester City mit 1:0 (0:0) gewonnen.

Vor 68.000 Zuschauern in der Allianz Arena schoss der nach der Pause eingewechselte Erdal Öztürk die Bayern zum Sieg (76.).

Das letzte Testspiel vor der US-Reise bestreitet der FC Bayern am Samstag um 17.30 Uhr in Landshut.

Aufstellung FC Bayern: Ulreich - Rafinha, Feldhahn, Martinez (66. F. Götze), Bernat (66. Friedl) - Lahm, Alonso (46. Dorsch), Alaba (46. Öztürk) - Benko (83. Shabani), Green, Ribery (46. Hägler)

Aufstellung Manchester City: Cabellero (46. Gunm) - Maffeo, Adarabiyo, Kolarov (66. Bytyqi), Tasende - Fernando (56. Toure) - Navas (56. Celina), Fernandinho (72. Aleix Garcia), Zinchenko (46. Delph), Barker (46. Clichy) - Iheanacho (46. Bony)

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Ancelotti schickt fast die gleiche Elf auf den Platz, die schon im ersten Test gegen Lippstadt (4:3) begann. Einzig Alaba und Feldhahn rücken für den verletzten Robben und Felix Götze in die Startformation.

Guardiola schickt mehr oder weniger die Leute auf dem Platz, die ihm überhaupt zur Verfügung stehen. Neuzugang Alex Zinchenko darf von Beginn an ran.

17.: Ribery tankt sich links stark in den Strafraum durch und legt am Fünfer quer zu Alaba. Der schießt direkt vor dem Tor Cabellero an, der die Kugel im Nachfassen festhält.

28.: Ribery leitet den Ball an der Mittellinie mit der Hacke auf Alaba weiter, der Fahrt aufnimmt und den Ball in Richtung Strafraum treibt. Im richtigen Moment legt er quer auf Green, dessen Schuss aus 15 Metern Cabellero mit einem starken Reflex über die Latte lenkt.

35.: Wieder setzt sich Ribery auf der linken Seite stark gegen Navas und Maffeo durch und legt im Strafraum auf Green zurück. Dessen Schuss aus zwölf Metern kann Cabellero wieder zur Seite abwehren.

76., 1:0, Öztürk: Ein Befreiungsschlag von Adarabioyo landet im Rücken von Schiedsrichter Perl. Von dort aus schnappt sich Öztürk den Ball und zieht aus 18 Metern ab. Die Kugel ist abgefälscht und kullert ins linke untere Eck.

83.: Celina ist auf der rechten Seite frei durch und lässt drei Bayern-Spieler im Strafraum stehen. Sein Abschluss fliegt schon vorbei an Ulreich, jedoch klärt Öztürk gerade noch vor der Linie und verhindert so das 1:1.

90.: Hägler zieht aus 20 Metern ab. Beim Aufsetzer sieht Gunn nicht gut aus und baggert ihn glücklich über die Latte.

Fazit: Wenig spektakulärer Kick in der Allianz Arena, den ein sehr glücklicher Abschluss aus der zweiten Reihe entscheiden musste.

Der Star des Spiels: Erdal Öztürk. Lieferte die beiden entscheidenden Aktionen im Spiel. Besorgte mit seinem Fernschuss das Siegtor und verhinderte bei Celinas Schuss Citys Ausgleich. Auch stark: Ribery.

Der Flop des Spiels: Alex Zinchenko. Trat fast gar nicht in Erscheinung und wurde mehrere Male von Guardiola in Sachen Positionsspiel korrigiert. Gewann zudem keinen Zweikampf.

Der Schiedsrichter: Günter Perl. Ohne Probleme in einem fairen Testspiel.

Das fiel auf:

  • Ancelotti begann im 4-3-3 mit Lahm, Alonso und Alaba in der Mittelfeldreihe. Mit Ball rückten die Außenverteidiger Rafinha und Bernat sehr weit auf, die offensiven Außen Benko und Ribery schoben dann deutlich ins Zentrum. Verteidigend agierte Bayern im 4-3-2-1.
  • Auch Guardiola bot eine Viererkette auf. Direkt davor war Fernando für den Spielaufbau zuständig, Fernando spielte eher eine Reihe weiter vorne auf der Acht. Da die Flügel Jesus Navas und Barker ebenfalls hoch standen, agierten die Gäste vorne mit einer Viererkette. Gegen den Ball formierte sich ein 4-1-4-1.
  • Ribery war in der ersten Hälfte sehr agil, wechselte immer wieder die Seiten, tauchte oft auch im Zentrum auf und suchte auf dem linken Flügel einige Male das Eins-gegen-eins. Er wirkte frisch und motiviert und bescherte den Bayern die größten Chancen im Spiel.
  • Nach der Pause stellte Ancelotti das Zentrum um. Alaba und Alonso mussten raus, Lahm wurde von den Youngstern Dorsch und Öztürk flankiert. Die waren in erster Linie darauf bedacht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und spielten eher den Quer- als den Vertikalpass. Entsprechend ließ sich vor allem Benko oft tiefer fallen, um die Bälle schon in der Mitte der gegnerischen Hälfte abzuholen - auch deshalb, weil Dorsch immer wieder den Drang hatte, in die Spitze zu stoßen und deshalb das Zentrum freigab. Ancelotti ermahnte ihn einige Male.
  • Guardiolas Mannschaft versuchte sich in der Anfangsphase der Partie im Pressing, jedoch phasenweise ohne kollektive Ordnung. Das führte dazu, dass die Gäste gegen den Ball zwar viel liefen, aber nur selten Druck auf den ballführenden Gegenspieler bekamen.

FC Bayern München - Manchester City: Die Daten zum Spiel

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