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Bundesliga - 7. Spieltag: 1. FSV Mainz 05 - SV Darmstadt 98 2:1

Derbysieg! Mainz kontert die Lilien aus

Sonntag, 16.10.2016 | 17:18 Uhr
Jonas Lössl hielt den Elfmeter von Antonio Colak
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Der 1. FSV Mainz 05 hat das Derby gegen Darmstadt 98 am 7. Spieltag der Bundesliga gewonnen. Am Sonntagnachmittag setzten sich die Rheinhessen mit 2:1 (1:0) durch.

Vor 29.987 Zuschauern in der Opel Arena brachte Pablo De Blasis die Mainzer mit dem ersten Torschuss des Spiels bereits in der 5. Minute in Führung. Kurz vor der Pause verschoss Darmstadts Antonio Colak einen Foulelfmeter (45.).

Yunus Malli machte es in der zweiten Hälfte besser und erhöhte vom Punkt auf 2:0 (56.). Es war sein 27. Bundesliga-Tor im Trikot der Mainzer - somit erzielte nur noch Mohamed Zidan für den FSV mehr (29). Jerome Gondorfs Anschluss - wieder per Elfmeter - kam zu spät (90.+2).

Nach zuletzt fünf Bundesliga-Heimspielen ohne Sieg gewann Mainz mal wieder in der Opel Arena. Gegen Darmstadt hat der FSV in der Bundesliga weiterhin kein Spiel verloren.

Die Lilien haben in dieser Saison alle vier Auswärtsspiele verloren - bei einem Torverhältnis von 1:11. Mit insgesamt fünf Zählern haben sie nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Reaktionen:

Martin Schmidt (Trainer FSV Mainz): "Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. In der zweiten Hälfte haben wir uns schwer getan. Wichtig ist, dass wir regelmäßig punkten und aus unseren Fehlern lernen. Gegen Anderlecht wird es aber ein ganz anderes Spiel."

Norbert Meier (Trainer SV Darmstadt): "Wir waren heute sicher nicht die schlechtere Mannschaft. Der Anschlusstreffer ist zu spät gefallen. Wenn er eher fällt, dann wird es noch einmal richtig heiß. Mainz hat aber auch eine gewisse Qualität."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Mainz mit zwei Änderungen gegenüber dem 0:0 in Wolfsburg: Brosinski und De Blasis spielen für Frei und Onisiwo (beide auf der Bank).

Bei den Lilien stellt Meier nach dem 2:2 gegen Bremen nur einmal um: Höhn spielt für Fedetskyy.

5., 1:0, De Blasis: Brosinski chippt den Ball von halbrechts nach links in den Strafraum. Dort drückt Bussmann die Kugel mit dem ersten Kontakt ins Zentrum, wo De Blasis einläuft und nur noch den Fuß hinhalten muss.

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18.: Erstes richtig dickes Ding der Lilien. Mainz bekommt den Ball am Strafraum nicht geklärt, Kleinheisler nimmt die halbhohe Kugel aus gut 20 Metern volley - an die Latte!

19.: Unfassbar! Öztunali bedient 30 Meter vor dem Tor links Malli, der steckt direkt durch zu Cordoba. Der Mainzer Stürmer umkurvt Esser und schießt den Ball nicht ins Tor, sondern ans Außennetz!

26.: Bell schickt Malli mit einem langen Ball im Strafraum steil. Der lässt zwei Darmstädter aussteigen und trifft dann aus kurzer Distanz nur Essers Bein. Den anschließenden Eckball köpft Hack ganz knapp links am Tor vorbei.

37.: Mallis Flanke von links kommt perfekt an den Fünfmeterraum, wo Cordoba am höchsten steigt. Sein wuchtiger Kopfball klatscht ans Aluminium!

45.: Bell steigt bei einer Flanke im Luftzweikampf mit Colak hoch, der Darmstädter geht danach einfach zu Boden. Brych entscheidet fälschlicherweise auf Elfmeter. Den schiebt der Gefoulte zu lasch ins rechte untere Eck. Lössl hat den Ball.

56., 2:0, Malli (Foulelfmeter): De Blasis geht am linken Strafraumrand einfach an Höhn vorbei und bedient den zentral stehenden Malli. Der geht in den Sechzehner und wird gefoult. Den Elfmeter verwandelt er selbst flach halbrechts.

63.: Gewusel nach einem Lilien-Eckball. Die Kugel landet fünf Meter vor dem Tor bei Colak, dessen Abschluss zentral an Lössl abprallt. Das muss das 2:1 sein!

68.: Was ist mit Colak los? Donati spielt den Rückpass genau in den Lauf von Schipplock, der Lössl umläuft und ins Zentrum zu Colak passt. Der muss nur einschieben, tritt aber am Ball vorbei!

90.+2, 2:1, Gondorf (FE): Wieder zeigt Brych auf den Elfmeterpunkt, nachdem Bungert aus wenigen Zentimetern der Ball an den Arm geköpft wird. Wieder eher eine falsche Entscheidung. Gondorf trifft links zum 2:1.

Fazit: Verdienter, aufgrund Colaks Chancen aber auch etwas duseliger Sieg der besser organisierten und deutlich spielstärkeren Nullfünfer, die Darmstadt phasenweise kommen ließen, um dann schnell und erfolgreich zu kontern.

Der Star des Spiels: Yunus Malli. War nicht nur zentraler Anspielpunkt im Mainzer Angriffsspiel, sondern wusste aus den vielen Aktionen auch viel zu produzieren. Immer wieder entstanden dank seiner Vorlagen Torchancen. Krönte seine starke Leistung mit dem selbst herausgeholten und verwandelten Elfmeter.

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Der Flop des Spiels: Antonio Colak. Hätte die Lilien im Alleingang zum Sieg schießen können - oder müssen. Vergab den Elfmeter aber kläglich, ebenso wie die beiden Großchancen nach der Pause (63., 68.). Ebenfalls schwach: Marcel Heller.

Der Schiedsrichter: Felix Brych. Falsche Entscheidung, beim Einsatz von Bell gegen Colak Elfmeter zu geben. Auch sehr fragwürdiger Pfiff beim Elfmeter in der Nachspielzeit. Korrekt, beim Kontakt gegen Malli auf der anderen Seite auch auf Strafstoß zu entscheiden. Ansonsten in einer Partie mit vielen kleinen Fouls meist auf der Höhe. Hatte aber definitiv schon deutlich bessere Tage.

Das fiel auf:

  • Die Mainzer, die um Darmstadts defensive Spielweise wussten, zwangen den Gästen phasenweise den Ballbesitz auf, um die Lilien aus deren Hälfte zu locken. Wurde dann der Ball gewonnen, ging es für die Rheinhessen blitzschnell nach vorne. So entstand nicht nur das 1:0, sondern auch noch der eine oder andere gefährliche Konter, wie zum Beispiel Cordobas Außennetz-Schuss (19.).
  • Die Ausrichtung der Lilien war allerdings auch nicht darauf aus, sich hinten zu verschanzen. Gegen den Ball verteidigten die Gäste im 4-4-2, bei Ballbesitz wurde daraus schnell das bekannte 4-2-3-1. Die Mainzer spielten mit Ball in der gleichen Grundordnung, jedoch verteidigten die Rheinhessen im 4-3-3 deutlich weiter vorne in der Darmstädter Hälfte.
  • Auffällig war, wie viel Platz sich Mainz über die Flügel verschaffte. Immer wieder kamen Öztunali, Bussmann, De Blasis oder auch der ständig rochierende Malli zu guten Flanken-Möglichkeiten, weil Holland und Höhn sich zu leicht überspielen ließen oder zu weit ins Zentrum einrückten.
  • Malli war Dreh- und Angelpunkt im FSV-Spiel. Schon in der ersten Hälfte war er an sechs der acht Mainzer Torschüsse direkt beteiligt. Kam er an den Ball, nahm er immer wieder Tempo auf und verlagerte schnell auf die Außen oder steckte mit gutem Auge in die Spitze durch.

Mainz - Darmstadt: Die Statistik zum Spiel

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