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Fussball

Schläfriger Hinrunden-Abschluss in Mainz

Mainz und Köln trennten sich 0:0

Der FSV Mainz 05 und der 1. FC Köln sind mit einer Punkteteilung ins neue Bundesliga-Jahr gestartet. Das letzte Spiel der Hinrunde endete am Sonntagabend 0:0.

Vor 29.314 Zuschauern in der Opel Arena bewahrte Thomas Kessler die Kölner in einer schwachen Bundesliga-Partie vor der Niederlage. Mainz blieb damit in dieser Saison vor heimischer Kulisse das erste Mal in einem Pflichtspiel ohne eigenen Treffer.

Mit nun 21 Punkten zog der FSV in der Tabelle mit den zehntplatzierten Schalkern gleich. Der FC (26) ist mit drei Punkten Rückstand weiter auf Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen. Aber: Länger als aktuell (sechs Partien) blieb Köln seit dem Wiederaufstieg 2014 - also unter Peter Stöger - nie in der Bundesliga ohne Sieg.

Mounir Bouziane kam durch seine Einwechslung zu seinem Pflichtspiel-Debüt für die Mainzer Profis - bei seiner ersten Kadernominierung.

Die Reaktionen:

Martin Schmidt (Trainer Mainz ): "Wir wussten, dass Köln sehr gut organisiert ist, und haben verschiedene Lösungen gesucht. Schlussendlich geht die Punkteteilung aber in Ordnung. Das 0:0 nehmen wir mit."

Peter Stöger (Trainer Köln): "Das waren zwei gut organisierte Mannschaften. Man hat schon gemerkt, dass man es dem Gegner nicht leicht machen wollte, seine Stärken auszuspielen. Es war ein taktisch geprägtes Spiel und ein logisches 0:0."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Vergleich zum 0:3 in Frankfurt nimmt Schmidt sechs Änderungen vor: Neu dazu kommen Öztunali, Muto, Jairo, Frei, Bussmann und Bungert.

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Beim FC sind es gegenüber dem 1:1 gegen Leverkusen drei Wechsel: Für Rudnevs, Mavraj und Özcan rücken Clemens (gerade aus Mainz nach Köln gewechselt), Maroh und Höger in die Startelf der Kölner.

10.: Öztunali tankt sich dribbelstark durchs gesamte Mittelfeld und haut von halbrechts am Sechzehner drauf. Kessler wird zur ersten guten Parade gezwungen!

13.: Jairo zieht vom linken Flügel in die Mitte und zieht aus gut 20 Metern ab. Kessler muss sich extrem strecken, um den Ball noch über die Latte zu lenken.

40.: Latza kommt halblinks am Strafraum mal zum Abschluss. Der Dropkick fliegt knapp am rechten Pfosten vorbei.

52.: Jairo steckt im Zentrum perfekt auf Muto durch, der beim Abschluss aber entscheidend von Kessler gestört wird. De Blasis kommt zum Nachschuss aufs ungeschützte Tor - rechts vorbei!

83.: Osako kommt links im Strafraum durch und schließt aus spitzem Winkel ab. Lössl ist am kurzen Pfosten und pariert.

Fazit: Gerechte Punkteteilung, weil beide Mannschaften nicht genug Risiko gehen wollten, um dauerhaften Druck auf den Gegner auszuüben. Die wenigen gefährlichen Aktionen hatten die Mainzer.

Der Star des Spiels: Thomas Kessler. Musste letztlich fünfmal parieren - dreimal war er richtig stark zur Stelle! Rettete in der ersten Hälfte gegen Öztunali und Jairo, kam im zweiten Durchgang gegen Muto hellwach aus dem Kasten. Hielt dem FC so die Null - extrem wichtig, da nach vorne gar nichts ging.

Der Flop des Spiels: Anthony Modeste. Unglücklich und längst nicht so präsent wie gewohnt. Verpasste viele Zweikämpfe, weil er oft einfach einen Schritt zu spät kam, erreichte so auch nur sehr unauffällige 30 Ballaktionen. Zudem landete fast jeder zweite seiner Pässe beim Gegner.

Der Schiedsrichter: Dr. Felix Brych. Fehlerfrei in einer nicht sehr intensiven Partie. Richtig, im Zweikampf gegen Muto (69.) nicht auf Elfmeter zu entscheiden.

Das fiel auf:

  • Nach anfänglichen Unsicherheiten in den ersten Minuten erlangten die Mainzer, die erstmals seit Oktober 2015 wieder in einem 4-4-2 spielten, nach gut einer Viertelstunde die Kontrolle über das Spiel. Der FC zog sich in die eigene Hälfte zurück und ließ die Gastgeber bis zum letzten Drittel spielen.
  • Ab der 25. Minute entwickelte sich eine Partie ohne wirklichen Faden. Mal ergriffen die Mainzer die Initiative, mal drückten die Kölner nach vorne - immer wieder schlichen sich aber auch Phasen ein, in denen die Partie im Mittelfeld plätscherte. Wirkliche Chancen erspielten sich ausschließlich die Mainzer.
  • Nach der Pause intensivierten die Nullfünfer ihre Angriffsbemühungen wieder und fanden vor allem im Zentrum einige Lücken zum kombinieren. Der FC agierte dagegen eher passiv aus der eigenen Hälfte heraus. Wenn es mal nach vorne ging, dann häufig mit langen Bällen in Richtung Modeste. Erst in den letzten zehn Minuten versuchten die Gäste noch mal, in Richtung Strafraum zu kommen.
  • Dem Mainzer Angriffsspiel fehlte es jedoch auch an Wucht. Die Abwesenheit von Malli und Cordoba konnte durch Frei und Muto nicht gleichwertig aufgefangen werden. Auch im Zusammenspiel der beiden Angreifer Muto/De Blasis gab es noch viele Abstimmungsprobleme.

Mainz - Köln: Die Statistik zum Spiel

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