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Fussball

Müller beendet Torflaute bei Bayern-Kantersieg

Robert Lewandowski musste beim 2:0 nur noch einschieben

Der FC Bayern München hat das dritte Bundesliga-Spiel in Folge gewonnen und damit die Tabellenführung von Aufsteiger RB Leipzig, der beim FC Ingolstadt 0:1 unterlag, zurückerobert. Am 14. Spieltag siegte der Meister gegen den VfL Wolfsburg 5:0 (2:0).

Vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena brachte Arjen Robben die Bayern mit seinem fünften Saisontor in der 18. Minute in Führung, Robert Lewandowski erhöhte nur drei Minuten später, ehe er nach der Pause mit seinem zweiten 19. Pflichtspieltor in dieser Saison alles klarmachte (58.). Es waren seine Treffer elf und zwölf im zwölften Bundesliga-Duell mit Wolfsburg. Auch war es sein 34. Mehrfachpack in der Bundesliga.

In der Schlussphase durfte auch Thomas Müller endlich wieder jubeln: In der 76. Minute beendete der Nationalspieler beim 4:0 seine Durststrecke von zwölf Bundesliga-Spielen und 999 BL-Minuten ohne Tor. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Douglas Costa (86.).

Damit gewannen die Bayern in ihrer Historie 22 von 23 Pflicht-Heimspielen gegen den VfL und konnten erstmals seit sechs Partien wieder zu Null spielen. Thiago absolvierte sein 100. Pflichtspiel für den FCB. Beim VfL feierte Justin Möbius nach seiner Einwechslung (61.) sein Bundesliga-Debüt.

Die Reaktionen:

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Unsere Performance war gut. Wir hatten nach dem 1:0 eine gute Kontrolle. Wir können beide Systeme spielen, aber die Spieler fühlen sich mit dem 4-2-3-1 am wohlsten. Ich bin sehr glücklich für Thomas. Das Tor ist gut für ihn. Er macht immer einen sehr guten Job und arbeitet hart für die Mannschaft."

Valerien Ismael (VfL Wolfsburg): "Es war ein verdienter Sieg für die Bayern. Wenn man nach München fährt, braucht man Selbstvertrauen. Der FC Bayern hat seine Überlegenheit deutlich gezeigt. Das ist nicht unsere Messlatte. Wir müssen uns konzentrieren auf die nächsten Spiele und schnellstmöglich als Sieger vom Platz gehen."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Vier Änderungen beim FC Bayern im Vergleich zum 1:0 gegen Atletico: Martinez, Lahm, Ribery und Müller ersetzen Hummels (krank), Rafinha, Sanches und Costa (alle Bank).

Beim VfL sind es zwei Änderungen gegenüber dem 2:3 gegen Hertha: Schäfer und Blaszczykowski spielen anstelle von Seguin (Gelb-Rot-Sperre) und Arnold (Gelbsperre).

8.: Lewandowski wird am Sechzehner angespielt, leitet dann links zu Ribery weiter. Bernat sprintet dazwischen, geht in den Strafraum und zieht ab. Benaglio bekommt den Arm rechtzeitig hoch und wehrt zur Ecke ab.

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18., 1:0, Robben: Robben führt rechts am Strafraumrand den Ball, legt ihn sich auf den linken Fuß und schlenzt ihn ansatzlos ins lange Eck. Traumtor!

21., 2:0, Lewandowski: Vidal hat halblinks am Strafraum den Ball und zieht mit links ab. Knoche dreht sich vom Ball weg und fälscht ihn so direkt vor die Füße von Lewandowski ab. Der muss aus fünf Metern nur noch einschieben, da Benaglio schon im anderen Toreck liegt.

22.: Schäfer hat sich das Knie im Zweikampf mit Lahm verdreht und kann nicht weitermachen. Für ihn kommt Horn.

49.: Alaba spielt den langen Ball auf Müller. Der kann den Ball nicht gut verarbeiten, legt nach links auf Ribery. Der Franzose zieht mit Tempo in den Strafraum und schießt. Benaglio wehrt im Fallen mit dem Bein ab.

58., 3:0, Lewandowski: Billard-Tor der Bayern! Thiago gewinnt 20 Meter vor dem Kasten stark den Ball und legt ab auf Müller. Der schießt aus 18 Metern direkt, trifft den im Strafraum stehenden Lewandowski - von da aus geht der Ball ins Tor.

76., 4:0, Müller: Endlich Müller, muss man schon sagen! Bei einem abgefälschten Schuss von Robben steht Müller im Strafraum goldrichtig, hält den Fuß hin und trifft zum 4:0.

79.: Gomez legt im Strafraum rechts auf Caligiuri, der macht einen Haken und haut den Ball an den rechten Pfosten!

86., 5:0, Costa: Wolfsburg kann eine Rafinha-Hereingabe nur in den Rückraum klären. Da kommt Costa angerauscht und zimmert den Ball aus 17 Metern unter die Latte!

Fazit: Hochverdienter Sieg sehr dominanter Bayern. Wolfsburg fand kein Mittel und agierte zu zögerlich in der Zweikämpfen. Ein sehr dynamischer FCB bestrafte das konsequent.

Der Star des Spiels: Robert Lewandowski. Ständig unterwegs, suchte immer wieder Lücken und war stets anspielbar. Krönte seine Leistung mit zwei Toren, sah in vielen Situationen aber auch uneigennützig den besser postierten Mitspieler.

Der Flop des Spiels: Ricardo Rodriguez. Schwacher Spielaufbau, dazu auf seiner Seite völlig überfordert mit dem starken Robben. Gewann nur ein Viertel seiner Zweikämpfe. Kein guter Tag des Schweizers.

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Der Schiedsrichter: Sascha Stegemann. Richtig, nicht auf Elfmeter zu entscheiden, als Ribery im Zweikampf mit Knoche in der ersten Hälfte zu Fall ging. Ansonsten mit einfacher Spielführung, da Wolfsburg selten in die Zweikämpfe fand. Dennoch mit einigen wenigen Fehlentscheidungen.

Das fiel auf:

  • Nachdem die Bayern gegen Atletico vom 4-2-3-1 in Mainz auf dem Papier wieder zum 4-3-3 gewechselt waren, folgte gegen Wolfsburg erneut der Schritt zurück. Thiago und Vidal spielten die Doppel-Sechs beziehungsweise Doppel-Acht, Müller bewegte sich davor zentral in der Dreierreihe mit Robben und Ribery hinter der Spitze Lewandowski.
  • Der VfL lief die Bayern in der Anfangsphase hoch an - ebenfalls in einem recht offensiven 4-2-3-1. Gegen den Ball formierten sich die Offensivspieler häufig zu einer Viererkette, um die komplette Spielfeldbreite abzudecken und es den Bayern zu erschweren, über die Außenbahnen das Spiel zu eröffnen. Da sich der Meister dennoch einfach vom Druck befreite, zogen sich die Wölfe bereits nach zehn Minuten zurück und attackierten erst an der Mittellinie, dann mit einer variablen defensiven Dreier-/Fünferkette. Da passte die Abstimmung auf den Außenpositionen aber oftmals nicht.
  • Auffällig war Bayerns gute Bewegung rund um den Wolfsburger Strafraum. Lewandowski ließ sich oft in die Zwischenräume fallen, um als Anspielstation zu dienen - dann besetzten Müller oder Ribery den Platz in der Spitze. Durch die ständige Rotation konnten die Münchner den Ball permanent laufen lassen. Das hatte zur Folge, dass das Bayern-Spiel extrem dominant wirkte - die schnelle 2:0-Führung war nur die Konsequenz dessen. Schon zur Hälfte hatte der FCB 70,3 Prozent Ballbesitz.
  • Um das Mittelfeld schnell zu überbrücken, spielten die Bayern immer wieder lange Bälle von hinten auf die offensiven Außen. Das ging auch, weil Wolfsburg seine defensiven Seiten nicht gut abdeckte. Nach der Pause konterten die Bayern de VfL, der in der Rückwärtsbewegung total chaotisch agierte, beliebig aus.

Bayern - Wolfsburg: Die Statistik zum Spiel

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