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Wolfsburg macht VfB-Abstieg perfekt

Samstag, 14.05.2016 | 17:20 Uhr
Der VfB Stuttgart steigt zum zweiten Mal in die 2. Liga ab
© Getty
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Venlo

Der VfB Stuttgart ist nach 1975 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte aus der Bundesliga abgestiegen. Am letzten Spieltag setzte es im entscheidenden Spiel beim VfL Wolfsburg eine 1:3 (0:2)-Niederlage.

Vor 25.000 Zuschauern in der Volkswagen Arena erzielte Maximilian Arnold bereits in der 11. Minute die frühe Führung für den VfL. Noch vor der Pause erhöhte Andre Schürrle (29. Minute) und begrub somit auch die letzte Hoffnung der Schwaben. Stuttgart kam dank Daniel Didavi (78.) zwar noch mal ran, doch Schürrle stellte (90.+2) den alten Abstand wieder her.

Der VfB Stuttgart zeigte vor allem im ersten Durchgang einmal mehr eine enorm schwache Leistung und kassierte die sechste Pleite in Folge. Die Schwaben sind somit zum zweiten Mal nach der Saison 1974/1975 in die zweite Liga abgestiegen.

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Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim VfL gibt's zwei Veränderungen im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Hamburg: Caligiuri und Guilavogui ersetzen Träsch (Bank) und Luiz Gustavo (fehlt aufgrund von privaten Problemen). Im Tor steht erneut Casteels.

VfB-Coach Kramny tauscht sein Team gleich auf vier Positionen: Statt Maxim und Heise (beide Bank) beginnen Insua (abgesessene Gelbsperre) und Werner, ganz vorne stürmt Kravets. Schwaab rutscht in die Innenverteidigung und ersetzt den gesperrten Sunjic. Auch Großkreutz (Oberschenkelverletzung) muss passen. Für ihn spielt Zimmermann.

11., 1:0, Arnold: Nach einem Einwurf auf der linken Seite kommt Schäfer viel zu leicht und zu frei zum Flanken. Im Zentrum läuft Arnold Insua davon und trifft aus kurzer Distanz gegen Baumgartl und den Argentinier zum 1:0.

15.: Zimmermann hebt hinten das Abseits auf und Kruse läuft Schwaab davon. Der Nationalspieler taucht frei vor Langerak auf, der Australier bleibt aber lange stehen und kann das Leder zur Ecke abwehren.

29., 2:0, Schürrle: Rupp setzt vor dem VfL-Strafraum Kravets ein. Der Ukrainer verliert den Ball und plötzlich kontert der VfL mit einer Drei-gegen-zwei-Überzahl. Caligiuri nimmt Schürrle mit, der zieht von rechts ab, Baumgartl fälscht noch ab - 2:0! Ist das 14. Konter-Gegentor der Schwaben - das gab's noch nie seit Erfassung dieser Statistik.

44.: Wieder läuft Schürrle Insua davon und tunnelt am Sechzehner dann auch Baumgartl. Seguin zieht von der Sechzehnerkante ab, Baumgartl pariert zur Ecke.

44.: Kostic und Harnik kontern schnell und plötzlich zieht Kravets in den Strafraum. Der Ukrainer legt nochmal quer für Harnik, frei vor dem Tor schießt dieser aber bedrängt von Schäfer an die Latte.

78., 2:1, Didavi: Dididavi führt einen Freistoß aus dem Zentrum direkt aus und setzt diesen genau neben den rechten Pfosten. Casteels fliegt vergeblich, nur noch 2:1. Es ist das erste direkte Freistoßtor des VfB seit 2010.

78.: Auf der Gegenseite fast sofort das Gegentor. Schürrle legt von der Grundlinie zurück, Draxler rutscht in den Ball herein, doch Langerak kratzt die Kugel so gerade noch von der Linie.

86.: Um ein Haar der nächste direkt verwandelte Freistoß! Maxim schlenzt die Kugel in Richtung Winkel, doch Casteels fliegt und wehrt die Kugel noch neben den Pfosten.

90.+2, 3:1, Schürrle: Der VfB steht hinten nun total offen. Draxler bekommt das Leder auf rechts, spielt quer auf Schürrle, der Rupp entkommt und den machtlosen Langerak überlupft.

Fazit: Verdienter Sieg der Wölfe, die früh trafen und sich im Anschluss zurücklehnten. Gegen schwache Schwaben reichte das jedoch. Das Aufbäumen der Stuttgarter kam zu spät.

Der Star des Spiels: Andre Schürrle. Spielte mit der VfB-Verteidigung Katz und Maus. War extrem variabel unterwegs und brachte durch seine enorme Schnelligkeit Dynamik ins Spiel. Sorgte mit seinem Tor zum 2:0 früh für Ruhe und machte in der Nachspielzeit den Deckel auf die Partie. Ebenfalls stark: Maximilian Arnold.

Der Flop des Spiels: Timo Baumgartl. Eigentlich ist es bei dieser schwäbischen Leistung unfair, einen Spieler herauszupicken. Doch Baumgartl steht mit seinem Auftritt sinnbildlich für die komplette Saison der Schwaben. Er war mit der Situation heillos überfordert. Versuchte zwar immer wieder, das Spiel aufzubauen, produzierte dabei allerdings einen Fehlpass nach dem anderen. Auch defensiv vor dem 0:1 und dem 0:2 nicht mit der nötigen Entschlossenheit.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe. Hatte keinerlei Probleme mit einer fairen Partie. Blieb ohne Fehler und sah sämtliche Abseits-Entscheidungen richtig.

Das fiel auf:

  • Der VfB, der erneut im 4-2-3-1 auftrat, hatte einmal mehr mit unglaublichen Problemen im Spielaufbau zu kämpfen. Obwohl die Wölfe nicht wirklich aggressiv anliefen, schafften es die Schwaben bis weit in die zweite Halbzeit nicht, die Offensive ordentlich ins Rollen zu bringen. Speziell Baumgartl war mit dem Ball stets hoffnungslos überfordert und spielte die Kugel fast immer flach in die Füße der Gäste.
  • Bei Wolfsburg lief nahezu jeder Angriff über die flinken Außen Caligiuri und Schürrle. Speziell Vieirinha verlagerte in der Anfangsphase immer wieder stark das Spiel und schaffte somit die Eins-gegen-eins-Situation zwischen Zimmermann und Schürrle.
  • Stuttgart war nach dem frühen Gegentor sichtlich angeknockt und brachte offensiv überhaupt gar nichts zusammen. Es dauerte bis zur 44. Minute, dass Stuttgart überhaupt vor das VfL-Tor kam. Wie vor dem 0:2 verspielten die Schwaben vorne oft leichtsinnig die Kugel und fingen dann einen Konter. Die Wölfe hatten dadurch leichtes Spiel und spielten gefährlich, ohne viel für das Spiel zu tun.
  • Die Idee von Kramny, mit Kravetz einen bulligen Stürmer zu bringen, ging überhaupt nicht auf. Der Ukrainer wirkte an vorderster Front wie ein Fremdkörper und verstolperte die Kugel immer wieder leichtsinnig. Werner rückte dadurch auf den rechten Flügel und agierte viel zu hektisch. Der VfB-Coach korrigierte noch in der ersten Halbzeit seine Taktik und schickte beide zum Duschen.
  • Nach der Pause rappelte sich Stuttgart ein wenig auf und agierte sichtlich offensiver. Das klappte jedoch nur, weil Wolfsburg kaum mehr für das Spiel machte. Speziell in den letzten 20 Minuten drehte der VfB noch mal auf. Dieser Sturmlauf kam allerdings viel zu spät.

Wolfsburg - Stuttgart: Die Statistik zum Spiel

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