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Bundesliga - 34. Spieltag

Platz 6! FSV erstmals in EL-Hautprunde

Samstag, 14.05.2016 | 17:23 Uhr
Jhon Cordoba scheiterte bei der größten Chance der ersten Hälfte an Jarstein
© Getty
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Der 1. FSV Mainz 05 ist zum Abschluss der Bundesliga-Saison 2015/16 im Heimspiel gegen Hertha BSC nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Während Mainz dennoch die Hauptrunde der Europa League erreicht, muss Hertha in die Qualifikation.

Vor 33.800 Zuschauern in der Coface Arena fiel trotz mehrerer guter Torchancen kein Tor. Niklas Stark sah nach wiederholtem überharten Einsteigen Gelb-Rot (87.).

Durch das Unentschieden qualifiziert sich Mainz als Sechster erstmals direkt für die Hauptrunde der Europa League. Aufgrund des Schalker Siegs in Hoffenheim muss Hertha als Siebter in die EL-Quali.

Elkin Soto wurde in der 96. Minute erstmals seit seiner schweren Knieverletzung am 3. Mai 2015 (gegen den HSV) wieder eingewechselt - 377 Tage nach seinem letzten Pflichtspiel.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Mainz läuft mit derselben Startelf auf wie zuletzt beim 3:1 in Stuttgart. Zuvor nahm Trainer Schmidt in dieser Saison nur am 6. Spieltag (0:1 in Leverkusen) keine Änderung in seiner Startelf zwischen zwei Bundesligaspielen vor.

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In Herthas Anfangsformation gibt es dagegen vier Änderungen gegenüber dem 1:2 gegen Darmstadt: Pekarik, Langkamp, Plattenhardt und Stocker spielen für den gesperrten Ibisevic sowie Skjelbred (grippaler Infekt), Mittelstädt und Haraguchi (beide Bank).

3.: Erstes fettes Ausrufezeichen der Gastgeber! Onisiwo setzt sich auf der linken Seite stark gegen Pekarik durch und zieht von außen in den Strafraum. Er schließt aus spitzem Winkel ab, sein Schuss wird abgefälscht und zwingt Jarstein zur ersten Glanzparade. Herthas Keeper faustet die Kugel gerade noch nach oben weg.

9.: Nächste Großchance des FSV! Cordoba wird mit einem langen Ball in den Strafraum von Onisiwo freigespielt, Brooks verschätzt sich komplett und lässt den Ball durch. Cordoba ist frei vor Jarstein, bekommt den Ball aber nur gegen den Keeper gestochert.

16.: Erste starke Szene der Hertha! Stocker kommt links im Sechzehner frei zum Abschluss, sein Schuss wird jedoch gerade noch auf der Linie von Bussmann zur Ecke abgefälscht. Das wäre sonst das 1:0 gewesen!

31.: Mainz hält den Atem an! Bei einem langen Ball auf Kalou kommt Karius 35 Meter aus seinem Kasten und schießt den Hertha-Stürmer an. Der ist auf der rechten Außenbahn durch und versucht, den Ball direkt in Richtung Tor zu schießen. Der Abschluss ist zu schwach, Bell ist rechtzeitig im Zentrum und kann noch vor dem Fünfmeterraum klären.

41.: Unfassbar! Kalou wird perfekt hinter der Mainzer Abwehr freigespielt und steht alleine vor Karius. Er sucht sich die linke Ecke aus - und schiebt am Tor vorbei!

59.: Clemens bringt einen Freistoß aus dem linken Halbfeld auf den langen Pfosten, wo Cordoba nur leicht an den Ball kommt. Die Kugel segelt wenige Zentimeter am Tor vorbei!

87., Gelb-Rote Karte, Stark: Nach erneut überhartem Einsteigen im Zentrum muss Stark vom Platz.

96.: Gänsehaut pur! Elkin Soto darf noch einmal auf den Platz - 377 Tage nach seiner schweren Knieverletzung!

Fazit: Verdientes Ergebnis in einem ausgeglichenen und nur phasenweise attraktiven Spiel.

Der Star des Spiels: Sebastian Langkamp. Hatte den bulligen Cordoba stark unter Kontrolle und gewann die meisten seiner Zweikämpfe souverän (71,4 Prozent). Zudem stark im Aufbauspiel. Hatte nicht umsonst die meisten Ballkontakte aller Spieler (91).

Der Flop des Spiels: Niklas Stark. Fiel in einem ohnehin mittelmäßigen Spiel nur zweimal auf: Durch ein Frust-Foul gegen Donati in der 75. Minute und bei seinem Platzverweis. Ansonsten der Spieler mit den wenigsten Ballkontakten bei Herthas Startelf-Akteuren (39) und der mit Abstand miesesten Zweikampfquote (12,5 Prozent). Lustenberger musste das im Zentrum ausbügeln.

Der Schiedsrichter: Sascha Stegemann. Leitete eine phasenweise ruppige Partie sehr souverän. Fand ein gutes Mittelmaß bei seiner Zweikampf-Auslegung. Starke Partie des Unparteiischen, der auch Gelbe Karten immer zur rechten Zeit verteilte. Auch richtig, Starks Rache-Rempler gegen Donati nur mit Gelb zu bewerten.

Das fiel auf:

  • Mainz schob zu Beginn extrem offensiv auf die Hertha-Abwehr drauf. Die Dreierkette Onisiwo/Cordoba/Malli stellte die Gastgeber bei dessen Spielaufbau hoch zu, sodass diese oft gezwungen waren, mit langen Bällen in die Spitze zu agieren.

  • Gelang der Hertha aber das Überspielen der vordersten Mainzer Reihe, hatten die Gäste im Zentrum durchaus Platz und Möglichkeiten, in Strafraumnähe und zum Abschluss zu kommen.
  • Beide Mannschaften spielten voll auf Sieg - jeweils in einer 4-2-3-1-Grundordnung. Mainz versuchte das im immer wieder mit einer schnellen vertikalen Spieleröffnung durchs Zentrum auf den stämmigen Cordoba, der den Ball gut abschirmte und so seinen Mitspielern die Möglichkeit zum Nachrücken gab. Dann wurde das Spiel schnell auf die Außenbahnen verlagert, wo Onisiwo und Clemens immer wieder den Weg Richtung Tor suchten.
  • Mit zunehmender Spieldauer überließen die Mainzer der Hertha mehr Spielanteile - auch, weil sich Onisiwo und Clemens weiter zurückzogen und Cordoba als alleinige Spitze draufschob. So, wie auf der anderen Seite Kalou. Dadurch bekamen die Gäste vor allem in der eigenen Hälfte und in den ersten 15 Metern in der Mainzer Hälfte mehr Kontrolle über Gegner und Ball. Die Nullfünfer verließen sich zunehmend aufs Kontern.
  • Die Hertha kam vor allem über die Außenbahnen immer wieder in Tornähe - vor allem, weil Donati und Bussmann bei den Mainzern einige Male zu langsam nach hinten umschalteten und so großen Platz auf den Flügeln freigaben. Die Hereingaben der Gäste waren aber zumeist zu ungenau.

Mainz - Hertha: Die Statistik zum Spiel

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