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Fussball

S04 mit Dusel-Sieg gegen BMG

Gladbach ließ in einer umkämpften Partie zu viele Chancen ungenutzt
© Getty

Am 27. Spieltag der Bundesliga hat Schalke 04 mit 2:1 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Mit dem Dreier zieht Königsblau in der Tabelle an den Fohlen vorbei.

Vor 62.271 Zuschauern in der Veltins-Arena ging Schalke 04 durch ein unglückliches Eigentor von Martin Hinteregger in Führung (59.). Es war bereits das dritte Eigentor der Gladbacher in der laufenden Saison.

In der 79. Minute gelang Andreas Christensen zwar der Ausgleich, doch nur wenige Minuten später brachte Leon Goretzka Schalke mit einem abgefälschten Schuss wieder in Führung (83.).

Mit dem Sieg zieht Schalke an Gladbach vorbei und steht nun auf dem vierten Platz.

Die Reaktionen:

Andre Breitenreiter (Trainer Schalke): "Wir sind der absolut glückliche Sieger heute. Unfassbar, was Ralf Fährmann für Glanzparaden gezeigt hat. Er war heute unser großer Rückhalt. Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe verloren, die Gladbacher zu leichten Torchancen eingeladen."

Andere Schubert (Trainer Mönchengladbach): "Auf der Anzeigetafel steht 2:1 für Schalke, aber wir haben sie gerade in der ersten Halbzeit phasenweise schwindlig gespielt. Das Ergebnis ist schon sehr ärgerlich und kurios. Wenn man sieht, dass Schalke sich sehr wenig erspielt hat, ist das sehr bitter für uns. Aber so ist Fußball."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Andre Breitenreiter nimmt nach dem 0:2 in Berlin fünf Änderungen vor. Sead Kolasinac, Leon Goretzka, Franco Di Santo, Leroy Sane und Sascha Riether beginnen anstelle von Younes Belhanda, Klaas-Jan Huntelaar, Johannes Geis, Dennis Aogo (alle Bank) und des gesperrten Junior Caicara.

Andre Schubert sieht nach dem 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt hingegen keinen Grund für Wechsel und schickt die gleiche Elf ins Rennen.

9.: Raffael fährt einen Konter im Grunde alleine. Er geht auf die Viererkette zu, wird nicht entscheidend gestört und verschafft sich mit einem Haken Platz. Der Schuss aus 17 Metern geht rechts am Kasten vorbei.

18.: Hazard kommt aus 14 Metern zum Schuss. Die Kugel rutscht ihm vom Schlappen und geht weit daneben. Daraus muss er mehr machen.

24.: Kuriose Szene! Eine Flanke von Riether wird auf das Tor abgefälscht und Sommer muss sich strecken, um den Ball aus dem kurzen Eck zu fischen.

34.: Raffael spaziert durch die Schalker Abwehr, doch sein Versuch gerät zu zentral und Fährmann ist zur Stelle.

37.: Endlich ist mal Tempo in der Partie. Erst scheitert Meyer mit einem Schuss aus der zweiten Reihe an Sommer, auf der anderen Seite hält Fährmann prima gegen Stindl.

44.: Fährmann rettet in höchster Not! Eine Flanke von Hazard findet den freistehenden Stindl rechts am Fünfer. Aus wenigen Metern drückt er die Kugel aufs kurze Eck. Schalkes Keeper pariert stark.

48.: Neustädter hat den Ball eigentlich schon, verliert ihn vor dem eigenen Sechzehner aber wieder. So wird Raffael rechts freigespielt - Außennetz.

59., 1:0, Hinteregger (ET): Sane stiehlt Nordtveit den Ball und legt ihn an Christensen vorbei. Seine Hereingabe wird von Hinteregger an das Bein von Nordtveit geschossen. Von dort kommt es wieder an den Fuß des Österreichers und trudelt ins Tor.

63.: Fast die perfekte Antwort! Dahoud fasst sich ein Herz und hämmert den Ball aus der zweiten Reihe an die Latte.

79., 1:1, Christensen: Gladbach gelingt aus dem Nichts der Ausgleich. Mit einer geschickten Drehung verschafft sich Stindl Platz und passt zu Christensen. Dieser lässt sich diese Chance nicht nehmen und trifft links unten.

81.: Nach einer monatelangen Verletzungspause wird Andre Hahn für Thorgan Hazard eingewechselt.

83., 2:1, Goretzka: Was für ein unglückliches Spiel für die Fohlen. Sane zieht auf dem rechten Flügel drei Spieler auf sich, legt in die Mitte zu Goretzka. Dessen Abschluss aus 18 Metern ist vollkommen harmlos, die Schulter von Xhaka ändert die Flugbahn jedoch entscheidend. Vom linken Innenpfosten prallt das Spielgerät hinter die Linie.

89: Wieder hält Fährmann überragend! Eine Ecke von links landet bei Christensen, dessen Kopfstoß kratzt Fährmann aber noch vor der Linie weg. Der Nachschuss von Raffael klatscht an den Außenpfosten.

Fazit: Ein überaus glücklicher Sieg für Schalke 04, das sich bei seinem Schlussmann und dem Aluminium bedanken kann.

Der Star des Spiels: Ralf Fährmann. Der Keeper hielt Schalke im Spiel, als seine Vorderleute ein ums andere Mal die Ordnung verloren. Besonders stark waren seine Paraden gegen Stindl kurz vor der Halbzeit und nach der Ecke kurz vor Schluss.

Der Flop des Spiels: Thorgan Hazard. Der Gladbacher Angreifer hatte mehrere Chancen zur Führung, doch seine Abschlüsse gerieten allesamt zu ungenau. Außerdem hatte der Belgier die wenigsten Ballaktionen seines Teams und verlor über 60 Prozent seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Marco Fritz. Der 38-Jährige hatte mit der von beiden Seiten fair geführten Partie keinerlei Probleme. Fritz entschied richtig, als er Meyers Tor wegen Abseits nicht gab. Ebenso war es vertretbar, in der 72. Minute nicht auf Elfmeter zu entscheiden.

Das fiel auf:

  • Breitenreiter schickte sein Team in einem variablen 4-2-3-1 auf den Platz. Bei eigenen Angriffen agierten Sane und Schöpf zumeist auf der Höhe von Di Santo, sodass sich situativ ein 4-3-3 oder ein 4-1-4-1 bildete. Königsblau suchte häufig den Weg über die Flügel, doch viele Fehler im Spielaufbau verhinderten schnelles Umschalten und brachten stattdessen die Gladbacher ins Spiel.

  • S04 benötigte teilweise zu viel Zeit, um sich nach Ballverlusten wieder zu sortieren und es ergaben sich zwischen den Reihen eklatante Lücken. Da die königsblauen Abwehrspieler so kaum Zugriff auf die Gladbacher Offensivspieler bekamen, reichten den Gästen Einzelaktionen, um für Gefahr zu sorgen. Im zweiten Durchgang stellte Schalke auf ein 4-4-2 um und bekam so etwas mehr Stabilität in das eigene Spiel.
  • Gladbach formierte sich in einem 3-4-3, wobei Stindl die falsche Neun mimte. Die Fohlen waren stets bemüht, im Spielaufbau spielerische Lösungen zu finden. Um den Abwehrspielern bei Ballbesitz genug Platz zu verschaffen, positionierten sich Gladbachs Angreifer sehr weit vorne und zogen dadurch Schalkes Mannschaftsteile auseinander.
  • Anfangs ließ sich Schuberts Mannschaft tief fallen, um nach Ballgewinn über Konter für Gefahr zu sorgen. Im Laufe der ersten Halbzeit riss die Borussia die Kontrolle an sich, wobei die Fohlen von vielen Schalker Abspielfehlern und schlechtem Abwehrverhalten profitierten.

Schalke - Gladbach: Die Statistik zum Spiel

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