Samstag, 14.02.2015
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Bundesliga - 21. Spieltag

Rheinderby: Dramatik und Fan-Ärger

Granit Xhaka hat Borussia Mönchengladbach den ersehnten Derbysieg zu Karneval beschert. Der Schweizer erzielte in der Nachspielzeit (90.+1) nach zähem Ringen den verdienten Siegtreffer zum 1:0 (0:0) im rheinischen Duell gegen den 1. FC Köln und sorgte für die erste Niederlage des Erzrivalen in der Rückrunde.

Granti Xhaka erzielte für die Fohlen das goldene Tor kurz vor Schluss
© Getty
Granti Xhaka erzielte für die Fohlen das goldene Tor kurz vor Schluss
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Damit setzte sich die schwarze Kölner Derby-Serie fort: Der FC hoffte im neunten Duell seit dem letzten Sieg im November 2008 erneut vergeblich auf einen Dreier. Die Gladbacher verschafften ihrem Trainer Lucien Favre ein Jubiläum nach Maß. Der Schweizer war am Samstag exakt vier Jahre lang im Amt.

Dabei hatten die Kölner maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass das Spiel zum Langeweiler wurde. Der FC zog sich mit zwei Viererketten weit in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter. Die wenigen Gelegenheiten zu schnellen Gegenstößen ließen die Gäste ungenutzt verstreichen.

Mönchengladbach spielte klar überlegen und kombinierte, meistens mit dem auffälligen Xhaka als Schaltstelle, durchaus gefällig. Doch spätestens 30 Meter vor dem Kölner Tor wurde es extrem eng, und der Offensive um Max Kruse und Raffael fehlten die Ideen.

Verhaltene Anfangsphase

Ein Warnschuss in der elften Minute durch Kruse vom linken Strafraumeck über das Tor war alles, was der Europa-League-Teilnehmer in der Anfangsphase zustande brachte. Die Defensivreihen agierten extrem vorsichtig, zumal auf beiden Seiten je eine Schlüsselfigur fehlte. Kölns Dominic Maroh hatte die Grippe erwischt, Gladbachs Martin Stranzl saß nach auskurierter Schädelprellung noch auf der Bank.

Erst kurz vor der Pause befreiten sich die Kölner ein wenig und kamen zur besten Chance der ersten Halbzeit: Einen 25-Meter-Schuss von Marcel Risse (40.) lenkte Yann Sommer mit den Fingerspitzen über das Gladbacher Tor.

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Kurz nach der Pause unterbrach Schiedsrichter Deniz Aytekin das Spiel für zwei Minuten, weil im Kölner Block Feuerwerkskörper gezündet wurden. Aus demselben Grund hatte die Begegnung schon mit leichter Verspätung begonnen. Zumindest im Vorfeld des Hochsicherheitsspiels war es nach Polizeiangaben rund um das Stadion ruhig geblieben.

Kölner Fans stürmen Platz

Auch in der zweiten Halbzeit rannte Gladbach an, Köln verteidigte geschickt und konzentriert. Und wenn es mal brenzlig wurde, war Torwart Timo Horn auf dem Posten. So auch in der 58. Minute bei der Doppelchance von Kruse und Xhaka oder neun Minuten später bei einem Schuss von Patrick Herrmann.

Nach Abpfiff kam es jedoch doch noch zu hässlichen Szenen. Vermummte Hooligans von Köln stürmten den Platz im Borussia-Park. Etwa 30 Randalierer in weißen Overalls durchbrachen die Absperrung, es kam zu Jagdszenen und Handgreiflichkeiten mit der Polizei und Ordnungskräften. Mindestens zwei der Randalierer wurden noch auf dem Rasen gestellt und abgeführt.

Rheinderby: Hooligans stürmen Platz

Die Polizei nahm zwei Randalierer noch auf dem Platz fest. Ein Polizist wurde durch das Pfefferspray verletzt, das gegen die Hooligans eingesetzt wurde. Auch einige Ordner trugen nach Polizeiangaben Blessuren davon.

"Das gehört nicht zum Fußball"

Der Klub wolle "alles ihm Mögliche tun, um Täter zu ermitteln und konsequent zu sanktionieren" und behalte sich "weitere, harte Schritte" gegen die beteiligten Gruppierungen vor. "Wer von sich behauptet, Fan des 1. FC Köln zu sein und sich so verhält, hat grundlegende Regeln des Fußballs nicht verstanden und ist unerwünscht."

"Was soll ich dazu sagen? Jeder, der Fußball liebt, kann mit so etwas nichts anfangen. Das kann man logischerweise nicht gutheißen", sagte der Kölner Trainer Peter Stöger: "Das ist bitter. Mindestens so bitter wie die 0:1-Niederlage." Auch sein Gladbacher Amtskollege Lucien Favre sagte: "So etwas gehört nicht zum Fußball."

Gladbach - Köln: Daten zum Spiel

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