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Bundesliga - 26. Spieltag

Später Bayern-Sieg in Mainz

Samstag, 22.03.2014 | 17:24 Uhr
Der Mainzer Shinji Okazaki machte der Bayern-Defensive jede Menge Arbeit
© Getty
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Der FC Bayern München hat am 26. Spieltag seine weiße Weste in der Bundesliga bewahrt. Beim 1. FSV Mainz 05 siegte das Team von Trainer Pep Guardiola dank später Tore mit 2:0 (0:0). Die Meisterfeier musste aber vertagt werden, weil Dortmund und Schalke ihre Partien gewannen.

Vor 34.000 Zuschauern sorgten Bastian Schweinsteiger (82.) mit seinem dritten Saisontor und Mario Götze (86.) für den 18. Sieg des FC Bayern in der Bundesliga in Folge (82.). Damit baute der FCB auch eine weitere Serie aus: die Bayern haben in den letzten 63 Bundesligaspielen immer getroffen.

Am Dienstag können die Münchner beim Auswärtsspiel in Berlin mit einem Sieg die Meisterschaft perfekt machen. Wenn Borussia Dortmund im Derby gegen Schalke 04 nicht gewinnt, könnten sich die Bayern sogar eine Niederlage leisten.

Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer 1. FSV Mainz 05): "Ich denke, jeder Zuschauer hat gespürt, dass wir unser Herz in die Hand genommen haben. Wir haben mit viel Überzeugung und Aufwand gespielt. Aus unserer Sicht wäre es möglich gewesen, eine Belohnung in Form eines Führungstreffers zu bekommen. Es gibt wenig, was wir uns vorwerfen können."

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Wir haben gegen einen sehr starken Gegner gespielt und gewonnen. Heute haben wir den Rekord auf 18 Siege in Folge ausgebaut. Da steckt harte Arbeit dahinter. Heute bin ich einfach zufrieden, dass wir gewonnen haben gegen einen der härtesten Gegner der Saison. Jetzt fehlt uns nur noch ein Sieg. Wir haben es in der Hand, am Dienstag in der Hauptstadt Deutscher Meister zu werden."

Bastian Schweinsteiger (FC Bayern): "Hier in Mainz sind Siege immer hart erkämpft. Das ist eine sehr aggressive Mannschaft, mit einem sehr hohen Pressing. Es war nicht einfach in der ersten Halbzeit. Aber am Schluss wurden sie müde. Wann wir Meister werden, ist uns relativ egal. Wir wollen unseren Rhythmus hochhalten. Die zweite Halbzeit war ganz okay."

Jerome Boateng (FC Bayern): "Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen und einen weiteren Schritt zur Meisterschaft gemacht haben. Es ist wunderschön, dass wir in Berlin Meister werden können - dort, wo für mich alles angefangen hat. Dafür haben wir heute die Vorarbeit geleistet."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Mainz mit einer Änderung im Vergleich zum Spiel in Hoffenheim: Nicolai Müller kommt ins Team, Diaz muss auf die Bank und Park rückt eine Position nach hinten.

Bei Bayern ist Thiago wegen einer Oberschenkelprellung nicht im Kader. Lahm verteidigt rechts hinten, die Innenverteidigung bilden Martinez und Boateng. Offensiv bekommt Götze eine Pause, Ribery beginnt.

4.: Müller hebt den Ball von der rechten Grundlinie in die Mitte. Pospech produziert mit dem Kopf einen Querschläger, der Robben vor die Füße fällt. Dessen Schuss aus sechs Metern wehrt Karius mit dem Knie ab.

10.: Alaba hat etwas zu viel Platz und zieht aus 20 Metern von halblinks ab. Der Ball geht als Aufsetzer knapp am rechten Pfosten vorbei.

12.: Boateng bringt einen langen Ball nicht weg und Okazaki schickt sofort Müller steil. Der setzt sich auf halbrechts im Strafraum mit etwas Glück gegen Alaba durch und bringt den Ball mit links aufs Tor. Zu zentral, Neuer packt sicher zu.

46.: Kroos mit dem Ballverlust und Konter der Mainzer. Choupo-Moting geht auf links ins Dribbling gegen Lahm, kurzer Schwenk nach innen und dann ein Hammer an die Latte.

54.: Alaba mit der Flanke von links. Mandzukic setzt sich in der Mitte im Luftduell durch, aber Karius lenkt den Kopfball aus fünf Metern über die Latte.

59.: Choupo-Moting springt 18 Meter vor dem Tor der Ball vor die Füße, sein Schuss mit links geht einen Meter über den linken Winkel.

62.: Klasse Konter der Bayern. Robben am Ende von links zur Mitte, Karius fischt den Flachschuss aus 15 Metern aus dem rechten Eck.

68.: Ribery lässt Pospech am Strafraum aussteigen und zieht aus zwölf Metern mit links ab. Karius klärt mit einer herausragenden Fußabwehr.

82., 0:1, Schweinsteiger: Shaqiri mit der Flanke von rechts auf den langen Pfosten. Schweinsteiger geht den langen Weg und köpft aus sechs Metern ein.

86., 0:2, Götze: Shaqiri mit einem langen Ball von der Mittellinie Richtung Strafraum. Bell verlängert ihn auf Ribery, der gegen Karius links im Strafraum aufzieht und auf Götze querlegt. Der schiebt aus sechs Metern ohne Probleme ein.

Fazit: Mainz begann schwungvoll, war am Ende aber platt. Die Bayern bewiesen Geduld und schlugen am Ende eiskalt zu.

Der Star des Spiels: Bastian Schweinsteiger. War die Instanz im Bayern-Spiel. Gewann starke 67 Prozent seiner Zweikämpfe, hatte 132 Ballkontakte und erzielte das 1:0.

Der Flop des Spiels: Stefan Bell. Konnte vor dem 0:1 erst Pizarro nicht stoppen, dann Shaqiris Flanke nicht verhindern. Leistete sich zudem den entscheidenden Fehler vor dem 0:2, als er den langen Ball falsch berechnete.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler. Verfolgte eine kleinliche Linie und pfiff in manchen Situationen den Vorteil weg. Seine Assistenten machten bei den vielen Abseitsentscheidungen einen guten Job.

Das fiel auf:

  • Mainz attackierte Bayern zu Beginn bei Ballbesitz extrem früh und schob komplett sehr weit nach vorne. Den Bayern blieb oft nur der lange Ball von Neuer oder einem der Abwehrspieler. Erst nach knapp einer halben Stunde hatten die Münchner komplette Kontrolle über die Partie.
  • Die Mainzer suchten bei Ballgewinn sofort den Pass in die Tiefe auf den startenden Okazaki, der sich gegen Martinez und Boateng immer wieder behaupten konnte. Neuer war immer wieder weit vor seinem Kasten als Abfangjäger gefragt. Diese risikoreiche Ausrichtung der 05er ging natürlich zu Lasten der Ballkontrolle. Mainz hatte nur 22 Prozent Ballbesitz und 63 Prozent angekommener Pässe.
  • Konnte Bayern die Pressinglinie der Mainzer überspielen, hatten die Münchner viel Platz, allerdings fehlte der Zug zum Tor und Mainz kam durch das fixe Umschalten schnell wieder hinter den Ball.
  • Nach einer Stunde war bei Mainz die Luft raus, nach vorne ging überhaupt nichts mehr. Nach der Hereinnahme von Bungert agierten die 05er sogar mit einer Fünferkette in letzter Linie. Die Bayern blieben gegen diesen Riegel geduldig und belohnten sich kurz vor Schluss.

Mainz - Bayern: Die Statistik zum Spiel

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