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Bundesliga - 26. Spieltag

Gladbach besiegt Heim-Fluch

Zwei Gladbacher Torschützen beim Jubel: Arango und Raffael (r.)
© Getty
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Borussia Mönchengladbach hat am 26. Spieltag die Negativserie im heimischen Borussia Park beendet und Hertha BSC mit 3:0 (3:0) geschlagen.

Schon in der ersten Halbzeit machte die Borussia vor 53.050 Zuschauern durch Tore von Juan Arango (28.), Max Kruse (32.) und Raffael (40.) alles klar. Für Gladbach war es der erste Heimsieg nach fünf Spielen ohne Sieg (2 Remis, 3 Niederlagen).

Die Hertha kassierte eine Woche nach der 0:3-Heimpleite gegen Hannover die nächste klare Niederlage. Der Abstand zu den Europa-League-Rängen beträgt fünf Punkte.

Die Reaktionen:

Max Kruse (Gladbach): "Letzte Woche war ein Brustlöser für uns. Das haben wir gebraucht, einfach mal so einen wichtigen Dreier mitzunehmen. Diese Woche haben wir gezeigt, dass wir ansprechenden Fußball spielen können und zu Recht da oben stehen. Trotzdem brauchen wir über Ziele erstmal nicht mehr zu sprechen. Wir haben lange genug darüber gesprochen - das hat uns nicht gut getan."

Jos Luhukay (Trainer Hertha): "Die Negativserie schreckt mich nicht. Ich sehe es nüchtern und realistisch: Wir sind ein Aufsteiger, der in der Hinserie häufig am Limit und über seinem Maximum gespielt hat. Wenn wir dann, so wie in den letzten Wochen, Leistungsträger nicht auf dem Platz haben, dann ist das für uns schwierig, Topleistungen abzurufen. Dann stoßen wir an unsere Grenzen. Das ist innerlich frustrierend, beunruhigt uns aber nicht."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Gladbach mit nur einer Änderung gegenüber dem Sieg in Dortmund: Jantschke ersetzt den gesperrten Nordtveit. Luhukay tauscht nach der Klatsche gegen Hannover die Flügel: Holland, Skjelbred und Schulz raus, van den Bergh, Ben-Hatira und Allagui rein. Außerdem spielt Brooks für Kobiashwili.

5.: Herrmann ist über die rechte Seite durch, hat den Blick für die Kollegen in der Mitte. Arango verpasst, Kruse steht frei am äußeren Eck des Fünfers, trifft allerdings nur das Außennetz.

20.: Hertha hat ganz viel Platz und Ronny bedient Ramos auf rechts. Der spielt den Ball an den Elfer, Ben-Hatira kommt völlig frei zum Abschluss, setzt die Kugel aber klar am Tor vorbei.

28., 1:0, Arango: Stranzl mit dem langen Ball über die Abwehr in den Lauf von Herrmann. Der bringt den Ball im Fallen zur Mitte. Arango kommt aus 15 Metern frei zum Abschluss setzt den Ball als Aufsetzer ins rechte Eck.

32., 2:0, Kruse: Arango mit dem Freistoß aus dem rechten Halbfeld. Kruse verlängert den Ball mit den Haarspitzen und Ramos köpft die Kugel aus acht Metern unter Bedrängnis ins eigene Tor.

40., 3:0, Raffael: Langer Ball von Stranzl auf Kruse, der direkt auf Raffael weiterspielt. Ein weiterer Doppelpass zwischen Raffael und Kruse und der Brasilianer steht allein vor Kraft. Lupfer über den Torhüter und der Ball ist im Tor.

52.: Nach einer Ecke von Arango lenkt Stranzl den Ball am ersten Fünfereck mit dem Kopf an den Pfosten.

64.: Arango mit dem Freistoß aus 38 Metern. Der Ball setzt nochmal gefährlich auf und Kraft wischt den Ball aus dem linken Eck.

Fazit: Hertha hatte die Chance zur Führung, danach kam nur noch wenig. Gladbach nutzte seine Chancen eiskalt und spielte die Partie dann souverän nach Hause.

Der Star des Spiels: Max Kruse. Extrem umtriebig und von den Hertha-Verteidigern nicht zu greifen. Ließ zwar die erste dicke Chance liegen, bekam dafür den Treffer zum 2:0 zugeschrieben. Stark seine Vorarbeit zu Raffaels Tor.

Der Flop des Spiels: Peter Niemeyer. Bekam mit Hosogai das Zentrum überhaupt nicht in den Griff. Die Gladbacher durften ihr Spiel recht unbedrängt aufbauen und konnten sich auch immer wieder durch die Mitte Richtung Tor kombinieren. Niemeyer lief meist passiv nebenher und kam nicht in die Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Peter Gagelmann. Hatte mit der fairen Partie überhaupt keine Probleme. Lag auch mit den Verwarnungen richtig.

Das fiel auf:

  • Beide Teams neutralisierten sich lange Zeit, das Geschehen spielte sich größtenteils im Mittelfeld ab. Wobei Gladbach in seiner Spielanlage strukturierter wirkte. Innerhalb von zwölf Minuten machte die Borussia durch ihre Effizienz im Abschluss den Sack frühzeitig zu.
  • Hertha hatte im Laufe des Spiels enorme Probleme mit dem variablen Offensivspiel der Borussia und der Geschwindigkeit sowie Wendigkeit von Herrmann, Raffael und Kruse.
  • Die Gladbacher kombinierten mit der Führung im Rücken sehr flüssig, bewegten sich gut in die Räume und rissen die Berliner immer wieder mit ihrem Kombinationsspiel in die Tiefe auf. Die Hertha war das genaue Gegenteil. In Ballbesitz herrschte kaum Bewegung, das Passspiel der Berliner nahm so nie Tempo auf.
  • Schon zur Pause hatten sich die Herthaner offenbar aufgegeben, ein Aufbäumen war in der zweiten Halbzeit nicht zu sehen. Luhukay nahm dann auch noch frühzeitig seine Leistungsträger Hosogai und Ramos raus.

Gladbach - Hertha: Die Statistik zum Spiel

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