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Bundesliga - 13. Spieltag

HSV verschärft Hannovers Krise

Sonntag, 24.11.2013 | 17:22 Uhr
Hamburg und Hannover lieferten sich eine hart umkämpfte Partie
© Getty
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Der Hamburger SV hat am 13. Spieltag der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Hanseaten siegten im Nordduell gegen Hannover 96 mit 3:1 (1:1).

Vor 53.000 Zuschauern in der Hamburger Imtech Arena gerieten die Hamburger durch Szabolcz Huszti in Rückstand (28.), glichen aber umgehend durch den starken Milan Badelj aus (31.). 41 Sekunden nach dem Seitenwechsel brachte Maximilan Beister den HSV in Führung. Hakan Calhanoglu machte kurz vor Schluss alles klar (84.).

Hamburg beendete nach zuvor zwei Niederlagen den Abwärtstrend und kletterte in der Tabelle etwas nach oben. Hannover wartet dagegen seit acht Spielen auf einen Sieg (sechs Niederlagen, zwei Remis) und ist auswärts weiter ohne Punktgewinne. Zu allem Überfluss mussten Lars Stindl und Christian Schulz verletzt ausgewechselt werden.

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Van Marwijk muss umbauen: van der Vaart (Bänderriss) und Arslan (Gelbsperre) fallen aus, dafür kommen Rincon und Ilicevic ins Team. Calhanoglu rückt auf die Zehn. Der genesene Djourou kommt für Sobiech zurück.

Auch Slomka stellt etwas um: Prib spielt Linksverteidiger, Schmiedebach auf dem rechten Flügel und Schlaudraff hinter der Spitze. Sane rückt für Hoffmann in die Innenverteidigung.

14.: Westermann legt den Ball in den Lauf von Lasogga. Der stochert sich irgendwie durch und und zieht aus 13 Metern von halbrechts ab. Zieler wehrt mit dem Fuß ab.

20.: Huszti mit der Flanke von links. Diouf kommt zwölf Meter vor dem Tor frei zum Kopfball, Adler fischt den Aufsetzer aus dem rechten Eck.

21.: Stindl muss verletzt runter (muskuläre Probleme in der Wade). Für ihn kommt Pocognoli, der auf die Linksverteidigerposition rückt und Prib geht ins Mittelfeld.

28., 0:1, Huszti: Adler mit einem unnötig riskanten Anspiel auf Rincon. Der verliert 25 Meter vor dem Tor den Ball an Huszti, der frei Bahn Richtung Tor hat und Adler aus 16 Metern keine Chance lässt, links unten schlägt's ein.

31., 1:1, Badelj: Calhanoglu mit einem Freistoß von links Richtung Tor. Zieler wehrt den Ball im Getümmel mit beiden Fäusten ab. Badelj nimmt den Ball aus 22 Metern sofort volley und trifft ins verwaiste Tor.

32.: Lasogga geht von links zur Mitte und zieht sofort ab. Zieler wehrt den Aufsetzer aufs lange Eck ab.

43.: Ecke durch Calhanoglu von rechts. Tah setzt sich am ersten Pfosten durch und setzt den Kopfball knapp neben das Tor.

46., 2:1, Beister: Badelj löst eine enge Situation im Mittelfeld geschickt und bedient Westermann auf rechts. Starke Flanke aus dem Lauf in den Rücken der Abwehr. Beister ist da und nickt aus acht Metern rechts unten ein.

47.: Langer Ball auf Lasogga, der sich im Laufduell mit Schulz durchsetzt, im Fallen den Ball aus spitzem Winkel von rechts aber links am Tor vorbei spitzelt.

74.: Schulz muss nach einem Zusammenprall mit Westermann mit einer Kopfverletzung runter.

84., 3:1, Calhanoglu: Badelj erobert den nächsten Ball im Mittelfeld und spielt auf Beister. Der verzögert geschickt und spielt im richtigen Moment auf Calhanoglu. Der nimmt den Ball an und lässt Zieler aus sechs Metern mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Chance.

90., Gelb-Rot für Sane: Der Senegalese räumt Westermann und sieht zurecht seine zweite Gelbe.

Fazit: Hamburg insgesamt mit der besseren Spielanlage und mehr Zielstrebigkeit im Offensivspiel. Hannover gab die geschenkte Führung zu schnell her.

Der Star des Spiels: Milan Badelj. War stets bemüht, das Hamburger Aufbauspiel zu ordnen und verteilte die Bälle auch ganz ordentlich. Stark seine Direktabnahme beim 1:1, gut auch seine Geschicklichkeit und seine Übersicht vor dem 2:1, als er Westermann bediente. Gewann auch vor dem 3:1 den entscheidenden Zweikampf im Mittelfeld gegen Hoffmann.

Der Flop des Spiels: Leon Andreasen. Bekam überhaupt keinen Zugriff im Mittelfeld und hatte in 90 Minuten nur 54 Ballkontakte. Das Spiel der Hannoveraner hatte keinen Rhythmus, was auch an der fehlenden spielerischen Klasse im Zentrum lag.

Der Schiedsrichter: Marco Fritz. Pfiff nicht gleich jeden Körpereinsatz ab und ließ das Spiel auch mal laufen. Lag auch bei den Gelben Karten und dem Platzverweis gegen Sane richtig. Sehr ordentlicher Auftritt.

Das fiel auf:

  • Beiden Mannschaften war die Verunsicherung nach den letzten Wochen anzumerken. Es gab wenig Fußball zu sehen. Die Hamburger versuchten zwar, das Spiel von hinten mit flachen Bällen aufzubauen, kamen aber meistens nicht durch. Am Ende blieb oft nur der lange Ball, den wählte auch Hannover. So gab es viele Zweikämpfe im Streit um den zweiten Ball. Die Passquoten beider Mannschaften waren miserabel (Hamburg 73 Prozent, Hannover 74 Prozent).
  • Vor dem 0:1 wurde der HSV Opfer seines Aufbauspiels. Adler brachte Rincon mit seinem Pass in eine schwierige Situation, die der Venezolaner nicht lösen konnte. Damit schenkte der HSV Hannover die Führung.
  • Hannover fehlte es im Mittelfeld an jeglicher Kreativität, die Hamburger hatten mit Calhanoglu und mit Abstrichen auch Ilicevic sowie Beister immerhin drei Spieler, die teilweise mit Einzelaktionen Gefahr ausstrahlten. Das Fehlen von van der Vaart fiel nicht ins Gewicht. Dazu kam mit Badelj ein umsichtiger Ballverteiler und Stabilisator. Außerdem strahlte Lasogga mehr Präsenz aus als Diouf.
  • Slomka stellte mit der Hereinnahme von Sobiech auf 4-4-2 um, das Spiel wurde dadurch nur einen Tick besser, weil Schlaudraff auf rechts besser im Spiel war und 96 über Außen öfter durchkam. Allerdings fehlte im Zentrum die Durchsetzungsfähigkeit.

Hamburg - Hannover: Die Statistik zum Spiel

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