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Bundesliga - 11. Spieltag

Garcia beendet Bremer Negativserie

Sonntag, 03.11.2013 | 19:25 Uhr
Torschützen unter sich: Cedrick Makiadi und Hiroki Sakai
© Getty
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Werder Bremen gewinnt dank Neuzugang Santiago Garcias Tor erstmals wieder nach vier Spielen ohne Sieg. Für Hannover dagegen setzt es beim 2:3 (2:2) die sechste Auswärtspleite in Folge.

Szabolcs Huszti schoss die Gäste nach 19 Minuten per Elfmeter in Führung. Aaron Hunt (25., Elfmeter) und Cedrick Makiadi (40.) drehten die Partie, eher Hiroki Sakai mit einem Traumtor sein erstes Bundesliga-Tor schoss (42.).

In der 86. Minute besiegelte Santiago Garcia ebenfalls mit seinem ersten Liga-Treffer den Bremer Sieg. Der eingewechselte Bremer Davie Selke feierte sein Bundesliga-Debüt.

Bei Hannover sah Salif Sane die 5. Gelbe Karte und fällt für das Derby gegen Braunschweig aus.

Robin Dutt (Trainer Bremen): "Man kann immer lachen, wenn man zum Schluss das Tor macht. Die Menschen in Bremen müssen im Jahr 2013 sehr leidensfähig sein. Ich glaube, es war einfach für alle Beteiligten gut, wenn man so ein Spiel im kleinen Derby noch gewinnt. Wir hatten heute eine gute Wettkampfmentalität."

Mirko Slomka (Trainer Hannover): "Die Bremer haben gedrückt und wir haben viel zu viele Standards produziert. Da waren viele Fouls, die völlig unnötig sind, daraus ist auch das 3:2 gefallen. Aus einer Freistoßsituation, die unnötig ist. Es war ein beherztes Derby, ein gutes Spiel, es ging hin und her. Es ist bitter, dass wir so spät bestraft wurden. Wir müssen unsere Chancen besser nutzen. Es ist eine ganz ganz ärgerliche Niederlage, weil wir völlig von unseren Zielen abrücken."

Ron-Robert Zieler (Hannover):"Es war auch ein Stück weit Pech, dass wir heute verloren haben. Die Leistung der Mannschaft war eigentlich sehr gut. Wir haben frech nach vorne gespielt, haben eigentlich vieles richtig gemacht, leider haben wir verloren. Das ist verdammt ärgerlich."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bremen probiert's mit Junuzovic als Sturmspitze. Für den in Wolfsburg glücklosen Yildirim rückt Gebre Selassie auf der rechten Außenbahn in die Startelf. Hannover stellt auf 4-2-3-1 um: Sane übernimmt Marcelos Part in der Viererkette. Hoffmann dafür auf der Sechs: Prib für Diouf in der Startelf.

11.: Prib bringt eine Ecke von rechts, wo Sobiech aus drei Metern aufs Tor köpft, aber keinen Druck hinter die Kugel bekommt - Mielitz kann den Ball fangen.

19., 0:1, Huszti: Huszti geht links an die Grundlinie, Fritz packt Arme und Beine aus und legt den Ungarn. Elfmeter: Der Gefoulte übernimmt selbst und trifft.

25., 1:1, Hunt: Sane legt den schnell in den Strafraum stürmenden Elia. Den fälligen Elfmeter verwandelt Hunt mit einem Flachschuss ins linke, untere Eck.

29.: Andreasen mit der linken Klebe aus 23 Metern zentrale Position. Der Ball geht knapp rechts am Tor vorbei - da hatte Milietz keine Chance.

31.: Stindl ist nach einer starken Flanke von der rechten Seite völlig frei vor dem Tor, schießt aber zu lässig und spielt quasi einen Rückpass für Mielitz.

37.: Und wieder Stindl: Er schießt aus 23 Metern halbrechte Position wuchtig aufs Tor. Der Ball hat eine gefährliche Flugbahn, geht aber knapp über das Tor.

40., 2:1, Makiadi: Hunt flankt von links auf die rechte Seite, Junuzovic nimmt den Ball volley, trifft ihn aber nicht gut und die Bogenlampe landet in der Mitte bei Makiadi. Der Mittelfeldspieler kann quasi im Tor frei einköpfen.

42., 2:2, Sakai: Tolles Tor! Sakai zieht aus 30 Metern sensationell ab, der Ball senkt sich genau unter die Querlatte. Mielitz steht etwas zu weit vor dem Kasten und kann nichts mehr retten.

58.: Huszti bringt einen Freistoß von der linken Seite an den zweiten Pfosten. Dort köpft Andreasen, kriegt aber nicht genug Kraft hinter den Ball. Mielitz krallt sich den Ball.

65.: Makiadi behält im Durcheinander im Hannoveraner Strafraum den Überblick, legt sich den Ball zurecht und schießt mit links aus zehn Metern aufs Tor. Knapp drüber!

72.: Der beste Hannover-Angriff der zweiten Halbzeit: Prib geht nach schnellem Umschalten in den Raum im Zentrum, sieht Huszti links mitkommen. Schöner Pass in die Gasse, Kadah wartet in der Mitte frei auf ein Abspiel, aber Huszti probiert's direkt und verzieht.

74.: Hunt rechts mit schnellen Schritten im Strafraum, in der Mitte hat er mehrere Abnehmer, aber der Angreifer probiert's selbst. Kein Problem für Zieler.

86., 3:2, Garcia: Hunt bringt einen Freistoß von der rechten Seite mit links scharf vor das Tor. Garcia köpft aus kurzer Distanz Zieler an, der kann den Ball nicht klären. Garcia setzt nach und stochert das Ball ins Tor.

89.: Selke hat rechts viel Platz, geht in den Strafraum, guckt sich die lange Ecke aus. Zieler streckt sich, hat die Finger noch dran, aber der Ball geht an den Pfosten.

Fazit: Nicht unverdienter Sieg für Bremer, die die richtige Einstellung an den Tag legten. Hannovers erste Auswärtstore reichten nicht zur Punkteausbeute.

Der Star des Spiels: Cedrick Makiadi. Überall zu finden, wo bei Bremen Gefahr lauerte. Der Sechser hatte die meisten Torschüsse, gewann aber auch defensiv 83 Prozent seiner Zweikämpfe. Dazu das Tor.

Der Flop des Spiels: Clemens Fritz. Es war nicht sein Spiel, verlor die Hälfte seiner Zweikämpfe, verschuldete den Elfmeter und hätte eigentlich auch vom Platz fliegen müssen. Dutt nahm ihn nach einer knappen Stunde runter.

Der Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer musste in Durchgang eins gleich zwei Elfmeter geben und lag in beiden Fällen richtig. Fritz hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn er in der 59. Minute per Gelb-Rot vom Platz fliegt. Kinhöfer war aber nicht nur in dieser Szene sehr gnädig. Schwieriges Spiel, da viele Fouls, aber insgesamt ordentlich. Beim 3:2 Garcias war kein Foul im Spiel.

Das fiel auf:

  • Hannover hatte in der Anfangsphase große Probleme, den eigenen Ballbesitz positiv zu verwerten. Der Grund ist in den Statistiken versteckt: Eine Passquote von 55 Prozent grenzt an eine spielerische Katastrophe.
  • Bremen gefällig im Aufbau, guten Kombinationen, aber letztlich vorne auch ungefährlich, weil im Zentrum oft ein finaler Abnehmer fehlte.
  • Auch wenn das 2:2 zur Halbzeit ein Chancen-Fest vermuten lässt, hat Bremen die einzigen, Hannover zwei der wenigen Chancen genutzt.
  • Hannovers Aufbauproblem zog sich wie ein roter Faden durch das ganze Spiel: Viele lange Bälle, wenig Kombinationen. Nicht von ungefähr gab es die meisten Chancen nach Standardsituationen.
  • Bremen kampfstark, mit limitierten Mitteln, aber trotz allem mit mehr Zug zum Tor und letztlich verdienter Sieg.

Bremen - Hannover: Die Statistik zum Spiel

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