Bundesliga - 8. Spieltag

Stuttgarts Aufwärtstrend hält auch beim HSV an

Von Jochen Tittmar
Sonntag, 21.10.2012 | 19:22 Uhr
Die Stuttgarter ließen dem HSV vor allem in der ersten Halbzeit keinen Platz zur Entfaltung
© Getty
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Der Hamburger SV hat sein Heimspiel zum Abschluss des 8. Spieltags der Bundesliga mit 0:1 (0:1) gegen den VfB Stuttgart verloren. Die Schwaben bestätigten ihren leichten Aufwärtstrend und sind nun seit drei Spielen ungeschlagen.

Durch den Auswärtsdreier kletterte der VfB auf den zwölften Tabellenplatz und hat mit neun Zählern nur einen Punkt weniger auf dem Konto als der HSV.

Reaktionen:

Bruno Labbadia (Trainer Stuttgart) über den Effekt seiner Wutrede: "Ich muss meine Mannschaft nicht wachrütteln. Ich weiß, was ich an ihr habe. Sie arbeitet sensationell gut. Das ist das, was ich vor zwei Wochen gesagt habe: Die Leute wissen nicht, dass wir seit 22 Monaten am absoluten Maximum arbeiten. Die Mannschaft macht einen sehr, sehr guten Job. Ich kenne ihre Stärken und Schwächen. Es ist nicht selbstverständlich, dass man mit dieser Mannschaft so einen Fußball spielt und so in die Europa League einzieht. Kleine Rückschritte sind normal."

Thorsten Fink (Trainer HSV): "Das hat den einen oder anderen wieder runter geholt, der schon von der Europa League gesprochen hat. Wir stehen nach wie vor ordentlich da und werden realistisch bleiben. Sicherlich darf man träumen, doch die Top Ten bleiben weiterhin unser Ziel. Jetzt müssen wir uns die Punkte in Augsburg wiederholen."

Sven Ulreich (Stuttgart): "Wir haben heute eine extrem geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Wir haben super gespielt und geschlossen verteidigt. So sind wir in unser Umschaltspiel gut reingekommen. Leider haben wir das zweite Tor nicht gemacht, deswegen war es bis zum Schluss des Spiels spannend."

Heiko Westermann (HSV): "Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Wir sind fast nur hinterhergelaufen. Man hat nicht gesehen, dass wir in den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt haben. Wir hatten keine Ausstrahlung, keine Siegermentalität. Da wird es schwer, dann hinterherzulaufen."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Der HSV mit jener Elf, die zuletzt 1:0 in Fürth gewann - die angeschlagenen van der Vaart und Badelj können also auflaufen.

Stuttgart wechselt einmal, der wiedergenesene Tasci ersetzt Maza in der Innenverteidigung.

2.: Boka wurschtelt sich links durch und passt auf Ibisevic. Der schickt Harnik wunderbar in die Gasse, doch der Österreicher scheitert mit links frei vor Adler am HSV-Keeper.

15.: Tasci initiiert den Angriff durch die Zentrale. Holzhauser leitet direkt zu Gentner weiter, der von rechts sofort zu Ibisevic rüberlegt. Doch der Bosnier hat Probleme mit der Ballannahme und schiebt freistehend rechts am Tor vorbei.

30., 0:1, Ibisevic: Wieder ist es Gentner, der Harnik rechts im Strafraum freispielt. Der passt flach an den kurzen Pfosten. Dort hat sich Ibisevic von Mancienne gelöst und schießt aus kurzer Distanz ein.

45.: Aus über 25 Metern fasst sich Badelj ein Herz und hämmert die Kugel an die Querlatte. Den Rebound köpft Rudnevs ins Tor - doch er stand bei Badeljs Schuss im Abseits.

52.: Konter des VfB. Harnik spielt aus der Zentrale direkt links hinaus auf den gestarteten Traore. Frei vor Adler braucht er aber zu lange für den Abschluss und lässt sich den Ball noch von Diekmeier abluchsen.

65.: Ballverlust Badelj. Über Gentner landet der Ball bei Holzhauser. Im Sechzehner wackelt der Österreicher Mancienne aus und schießt von halblinks aus neun Metern ganz knapp am rechten Pfosten vorbei.

79.: Doppelchance VfB! Erst schießt Traore den liegenden Mancienne an, kurz darauf hält Adler aus zehn Metern gegen Harnik.

81.: Doppelchance HSV! Erst pariert Ulreich stark gegen Rudnevs, dann hält er auch den Nachschuss von Son aus 15 Metern.

Fazit: Verdienter Sieg offensiv zielstrebiger und defensiv starker Stuttgarter. Hamburg im Vorwärtsgang zu unsauber.

Der Star des Spiels: Serdar Tasci lieferte bei seiner Rückkehr in die Startformation ein bärenstarkes Spiel ab und gewann über 90 Prozent seiner Zweikämpfe. Zeigte ein sehr gutes Stellungsspiel sowie eine tolle Antizipationsgabe - der Garant für die Null auf Hamburger Seite. Auch stark: Christian Gentner.

Der Flop des Spiels: Petr Jiracek. Die wenigsten Ballkontakte aller Feldspieler (10), keine 20 Prozent gewonnene Zweikämpfe - ein Auftritt zum Vergessen des Tschechen. Fand keinerlei Bindung zum Spiel und wurde folgerichtig nach 45 Minuten ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Tobias Welz zeigte in einem leicht zu leitenden Spiel eine souveräne Vorstellung, bei der er sich angenehm im Hintergrund hielt und bei allen Entscheidungen richtig lag.

Die Trainer:

Thorsten Finks Entscheidung, die unter der Woche angeschlagenen Badelj (starke Schmerzen im Sprunggelenk) und van der Vaart (Adduktorenprobleme) zu bringen, erwies sich zumindest als unglücklich. Beide Spieler wirkten gehemmt und fanden kaum ins Spiel, doch aufgrund mangelnder Alternativen griff Fink hier nicht korrigierend ein.

Bruno Labbadia hat nun offenbar das geeignete System für sein Personal gefunden und lag richtig damit, keine Änderungen an seiner Elf vorzunehmen. Besonders die Agilität der Mittelfeldspieler verhalf seinem Team, ein schnelles Umschaltspiel zu forcieren.

Das fiel auf:

 

  • Der VfB verinnerlicht das 4-1-2-2-1-System immer besser. Bei eigenem Ballbesitz befanden sich alle Offensivspieler in permanenter Bewegung, der Spielvortrag war dank einer hohen Passsicherheit sehr flüssig. Besonders Gentner und Holzhauser rochierten viel und schlüpften oft in unbesetzte Halbräume hinter der Doppelsechs des Gegners. Aber: Die Präzision beim allerletzten Pass lässt noch Spielraum nach oben.
  • Kvist bearbeitete van der Vaart intensiv und effektiv, so dass dem HSV die Impulse und eine durchdachte Struktur beim Offensivvortrag fehlten - auch weil es Hamburgs Doppelsechs nicht wie zuletzt schaffte, Freiräume für den Holländer zu schaffen. So wirkten die Bemühungen oftmals regelrecht plump. Dem VfB, der erstmals mit dieser Besetzung in der Viererkette auflief, genügte meist ein ordentliches Stellungsspiel, um das mögliche Gefahrenpotential rechtzeitig zu antizipieren.
  • Während Stuttgarts Umschaltverhalten nach Ballgewinn zügig und dennoch sortiert vonstatten ging, agierte der HSV dabei teilweise zu hastig und schaffte es kaum, die gesamte Spielfeldbreite zu nutzen.
  • Nach der Hereinnahme von Beister gelang es dem HSV besser, sich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen - allerdings ohne gefährlich in den Strafraum zu kommen. So wurde es meist nur aus der Distanz gefährlich.

 

Hamburg - Stuttgart: Daten zum Spiel

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