Bundesliga - 6. Spieltag

Stuttgart besteht im "Abstiegskampf"

SID
Sonntag, 30.09.2012 | 11:24 Uhr
Das Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Nürnberg hatte etwas von Abstiegskampf
© Getty
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Nach dem ersten Sieg der Saison schienen sich die Spieler des VfB Stuttgart fast schon entschuldigen zu wollen. Christian Gentner sprach von keinem "Traumfußball", den sein Team beim 2:0 (1:0) in Nürnberg dargeboten habe. Torschütze Martin Harnik wurde noch deutlicher: "Wir haben heute Abstiegskampf gezeigt." Vor der Saison hatte man bei den Schwaben mit vielem gerechnet - jedoch nicht damit, dass nach sechs Partien Worte wie Abstiegskampf fallen.

Der Innenverteidiger hatte nicht nur mit einem haarsträubend lässig gespielten Rückpass nach 24 Sekunden für die Vorlage zum 1:0 durch Vedad Ibisevic gesorgt, sondern kurz darauf in einer ähnlichen Aktion fast den zweiten Gegentreffer durch den stark aufspielenden Raphael Holzhauser verschuldet. "Das ist nicht zu entschuldigen. Mit diesem Fehler bringt er sich nach 20 Sekunden schon richtig unter Zugzwang. Ein paar Minuten später fast das gleiche Ding. Dann ist er nicht mehr haltbar", sagte Trainer Dieter Hecking.

Er hatte den 29 Jahre alten Zugang mit der Erfahrung von über 200 Spielen in verschiedenen europäischen Ligen extra gebracht, um der Hintermannschaft nach zuletzt haarsträubenden Patzern neue Stabilität zu verleihen. Doch nach nur 15 Minuten sah er sich gezwungen, den Brasilianer - begleitet von den Pfiffen der eigenen Fans - auszuwechseln. "Ich hoffe, dass das vorerst das letzte Geschenk war, das wir verteilt haben", sagte Hecking.

Harnik: "Wir waren ängstlich"

Stuttgart nahm die Nürnberger Gastfreundschaft zwar an, verstand es bis zum späten Treffer von Harnik (75.) aber nicht, darauf aufzubauen. "Ich habe gehofft, dass uns das frühe Tor Sicherheit gibt", sagte der Österreicher, musste aber feststellen: "Wir waren ängstlich mit dem Ball und haben wenig auf die Reihe bekommen."

Daher konzentrierten sich die Schwaben auf Tugenden, die im Abstiegskampf gefragt sind, liefen insgesamt sechs Kilometer mehr als der Club und stellten mit 29 Fouls einen ligaweiten Saisonrekord auf. Letztlich erkannte Harnik trotz aller Schwächen im Spielaufbau, dass das Team "bedingungslos gearbeitet" habe. Und Gentner warb für eine Anpassung der Erwartungshaltung: "Wir standen auf Platz 17. Da konnte man nicht erwarten, dass wir Nürnberg an die Wand nageln."

Labbadia hatte vor Beginn der Spielzeit zwar bewusst kein Saisonziel ausgegeben und betont: "Wenn nur ein paar Dinge schiefgehen, können wir auch mal um einige Plätze nach hinten rutschen." Dass es so weit nach hinten gehen könnte, dürfte er aber nicht vorhergesehen haben.

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Denn trotz des von Präsident Gerd Mäuser auferlegten Sparprogramms, das wenig Raum für Verstärkungen ließ, ist die Mannschaft im Kern zusammengeblieben. Das Team war eingespielt, die Stimmung zwischen den Spielern schien gut, die Vorbereitung verlief größtenteils reibungsfrei. Somit deutete wenig auf einen derart schwachen Start der drittbesten Rückrundenmannschaft der vergangenen Saison hin.

Tasci verletzt

Erklärungsansätze sieht Labbadia unter anderem im Kräfteverschleiß durch die Mehrfachbelastung in Liga, Pokal und Europa League sowie im Verletzungspech: "Wir haben leider in jedem Spiel mindestens einen neuen Verletzten." Gegen Nürnberg musste Serdar Tasci zur Pause wegen einer Knieverletzung ausgewechselt werden. "Ich hoffe, dass es nichts Größeres ist", sagte Labbadia.

Denn schon am Donnerstag (21.05 Uhr) wird der Stuttgarter Kapitän erneut gebraucht. Im zweiten Gruppenspiel der Euopa League werden die Schwaben beim norwegischen Meister Molde FK zeigen müssen, dass sie mehr als nur Abstiegskampf können.

Nürnberg - Stuttgart: Daten zum Spiel

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