
Bundesliga - 6. Spieltag
Meier lässt die Eintracht jubeln
Eintracht Frankfurt bleibt auch nach dem 6. Spieltag der Bundesliga ungeschlagen. Gegen den SC Freiburg taten sich die Hausherren lange Zeit schwer, siegten aber letztendlich verdient mit 2:1 (0:0).
Vor 49.300 Zuschauern machte sich Alex Meier mit seinem Doppelpack nach der Pause (68., 73.) zum Mann des Tages. Zuvor hatte Max Kruse (50.) die Gäste in Führung gebracht.
Reaktionen:
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): "Man muss sagen, dass Freiburg das heute extrem gut gemacht hat. Sie haben uns sehr gut zugestellt und gut nach hinten gearbeitet. So war es für uns extrem schwer. Aber solche Spiele gewinnen wir im Moment einfach, weil es in der Mannschaft stimmt und weil jeder dran glaubt, und das ist im Moment unser ganz großes Plus."
Alex Meier (Eintracht Frankfurt): "Dafür spielen wir Fußball. Die Bundesliga ist das Schönste, das es gibt. Wir probieren natürlich immer guten Fußball zu spielen, auch für die Zuschauer. Es wird wahrscheinlich nicht immer klappen, aber im Moment läuft es ganz gut."
Christian Streich (SC Freiburg): "Insgesamt hat es die Mannschaft über weite Strecken des Spiels taktisch sehr gut gemacht. Frankfurt hatte Schwierigkeiten, durchzukommen. Wir haben ordentlich Fußball gespielt. Und am Ende verlieren wir wieder."
Oliver Baumann (SC Freiburg): "Wir haben es in der zweiten Halbzeit einfach nicht hinbekommen, Frankfurt von unserem Tor fernzuhalten. Die Tore machen sie sehr gut. Wir geben ihnen auch zu viel Platz dafür und da müssen wir einfach enger dran sein. Weil sonst verlieren wir weitere Spiele so."
SPOX-Spielfilm:
Vor dem Spiel: Eintracht-Trainer Armin Veh nimmt keine Änderungen vor. In der Spitze spielt erneut Erwin Hoffer für den nach einer Verletzung noch nicht wieder fitten Olivier Occean.
Beim Sportclub gibt es einen Wechsel in der Startelf: Sebastian Freis erhält im Sturm den Vorzug vor Karim Guede, der zunächst auf der Bank Platz nehmen muss.
27.: Riesenchance für die Eintracht. Im Anschluss an einen Freiburger Freistoß erkennt Rode die Situation blitzschnell und leitet einen Befreiungsschlag direkt in den Lauf von Inui weiter. Der Japaner hat viel Feld und keinen Gegenspieler mehr vor sich, doch Baumann verkürzt geschickt den Winkel, bleibt lange stehen... starke Parade!
43.: Überragend! Nachdem Schwegler im Anschluss an Jungs Flanke von rechts nachsetzt, landet die Kugel bei Meier. Der Angreifer steht mit dem Rücken zum Tor. Doch kein Problem. Per Volley schickt er den Ball in Richtung Tor - haarscharf rechts vorbei!
50., 0:1, Kruse: Zambrano klärt Schmids Flanke am Fünfmeterraum direkt vor die Füße von Freis. Der Angreifer scheitert noch an Trapp, doch gegen Kruses Nachschuss aus spitzem Winkel ist der Keeper machtlos.
58.: Kruse trifft die Kugel aus 25 Metern optimal. Es riecht nach Traumtor, doch Trapp macht sich ganz lang und fischt das Leder per sehenswerter Flugeinlage noch aus dem Winkel.
68., 1:1, Meier: Mit Ginter im Rücken legt sich Meier eine Flanke zentral an der Strafraumgrenze mit links zurecht. Eine Drehung. Volley. Traumtor!
73., 2:1, Meier: Fünf Minuten. Zwei Tore! Nach Oczipkas Ecke von rechts setzt sich Meier im Kopfballduell gegen Schuster durch und überwindet Baumann aus sechs Metern zur Frankfurter Führung.
90.: Guede springt mit gestrecktem Bein voran ins Kopfball-Duell mit Zambrano. Richtige Entscheidung: Rot!
Der Star des Spiels: Alex Meier. Hatte der 1,96-Meter-Schlaks vor der Halbzeit mit einem Fallrückzieher noch Pech, zeigte er nach der Pause seine Klasse und den Wert, den er für sein Team hat. Überragend vor allem der erste Treffer, der es wohl in die Tor-des-Monats-Auswahl schaffen wird.
Sportal Die Noten aller Spieler
Der Flop des Spiels: Erwin Hoffer. Der Österreicher war in der ersten Halbzeit ohne Bindung zum Spiel und hatte nahezu keine Ballkontakte. Auch wenn ihm häufig die Unterstützung fehlte, so war es doch zu wenig, was der Angreifer zeigte. Folgerichtig musste er kurz nach der Halbzeit für Matmour vom Feld.
Der Schiedsrichter: Dr. Felix Brych. Hatte mit der leicht zu leitenden Partie keine Probleme. Zog früh zwei Gelbe Karten und setzte so gleich zu Beginn ein Signal. Gut auch seine Vorteilsauslegung. Korrekt auch seine Abseitspfiffe gegen Inui und Freis und die Rote Karte gegen Guede. Fraglich einzig, ob Kruse vor seinem Tor im passiven Abseits stand.
Die Trainer: Christian Streich hatte seine Elf taktisch hervorragend eingestellt. Aus einer stabilen Deckung heraus schaltete der Sportclub immer wieder schnell um und brachte so die Frankfurter des Öfteren in Bedrängnis. Auch seine taktischen Wechsel zündeten. Sorg beschäftigte Inui, während Mujdza auf links auch Aigner weitestgehend aus dem Spiel nahm.
Armin Veh sah sich die erste Halbzeit seiner Elf zunächst noch relativ ruhig an. Nach dem Rückstand erhöhte er jedoch die Schlagzahl sowohl gegenüber seiner Mannschaft als auch gegenüber den Unparteiischen. Auch in der Kabine scheint Veh die richtigen Worte gefunden zu haben.
Das fiel auf:
- Die Eintracht tat sich gerade zu Beginn schwer gegen taktisch bestens eingestellte Freiburger. Durch die Maßnahme, den etatmäßigen Linksverteidiger Oliver Sorg nach rechts zu ziehen und ihn direkt gegen Inui zu stellen, nahm Streich dem Japaner viel Bewegungsfreiheit. Auffällig auch: Das Zusammenspiel mit Offensivmann Schmid klappte bestens. Der Österreicher arbeitete viel nach hinten mit, um dann blitzschnell wieder vorne für Betrieb zu sorgen.
- Bei Frankfurt kam die bisher so starke Offensivreihe in der ersten Halbzeit kaum ins Spiel. Inui, Meier und Aigner hatten gegen gut verschiebende Freiburger Mühe, den Ball nach vorne zu treiben und die einzige Spitze Hoffer einzusetzen. Der Österreicher hing häufig in der Luft, holte sich aber auch selbst zu wenige Bälle.
- Wie gegen Dortmund präsentierten sich die beiden Sechser, Rode und Schwegler, vor allem in der zweiten Hälfte auch gegen Freiburg als die Motoren des Frankfurter Spiels. In der Defensive präsent, lief fast jeder Angriff über die beiden. Neben der fußballerischen Klasse zeigten sie sich aber auch robust im Zweikampf und mit guter Übersicht und pushten ihr Team auch nach dem Rückstand unermüdlich nach vorne.
- Wie schon gegen Dortmund bewies die Eintracht eine tolle Moral und kam nach einem Rückstand postwendend zurück. Angetrieben von einer euphorisierten Kulisse zeigten die Hausherren ihren Killerinstinkt und legten gegen angeknockte Freiburger sofort nach.
Eintracht Frankfurt - Freiburg: Daten zum Spiel











