Bundesliga - 5. Spieltag

Wieder grüßt der Stuttgarter Krisenherbst

SID
Donnerstag, 27.09.2012 | 11:12 Uhr
Cacau (r.) kann nur zusehen, wie die Hoffenheimer jubeln
© Getty
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Die Niederlage gegen Hoffenheim bescherte dem VfB Stuttgart den schwächsten Saisoneinstieg der Geschichte. Trainer Bruno Labbadia steht mehr und mehr in der Kritik.

So ist es natürlich auch 2012. Spätestens nach dem blamablen 0:3 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim. Eine Mannschaft, gegen die man das Derby im Ländle zuvor noch nie verloren hatte. Und bei der ausgerechnet Ex-Trainer Markus Babbel auf der Bank sitzt.

Stuttgart - Hoffenheim: Die Spielnoten bei SPORTAL

"Außer Ulreich könnt ihr alle gehen"

Er selbst wurde 2009 im Herbst beim VfB rausgeworfen. 2008 war es Armin Veh. 2010 Christian Gross und Jens Keller.

Der derzeitige Übungsleiter Bruno Labbadia ist schlechter als all seine Vorgänger gestartet. Kein Sieg aus den ersten fünf Spielen, 3:12 Tore, kein einziger Heimtreffer, Abstiegsplatz 17 - da haben nicht nur die Fans "die Schnauze voll", wie sie lautstark ihren Profis mitteilten. Sie sangen auch "Außer Ulreich könnt ihr alle gehen" - denn der Torhüter hatte eine noch höhere Pleite verhindert.

Die meisten Spieler flüchteten nach dem Debakel wortlos aus den Katakomben, nur Cacau fand die rechten Worte: "Wenn wir das Spiel analysieren, dann muss man sagen: Wir müssen die ganze Mannschaft austauschen. Es muss ein anderes Gesicht her." Am liebsten natürlich das Frühlingsgesicht, denn in dieser Jahreszeit qualifiziert sich der VfB gewöhnlich aus schier aussichtsloser Position noch für das europäische Geschäft wie im letzten Jahr. Oder rettet noch die Klasse wie unter Labbadia in der vorletzten Saison, an die dieser grottenschlechte Auftakt auch Kapitän Serdar Tasci erinnert.

"Wir haben ja vor zwei Jahren schon erlebt, wie schwer es ist, da unten wieder rauszukommen. Es ist unglaublich - wir werden im eigenen Stadion ausgekontert", schimpfte Tasci. Lediglich drei gute Minuten und zwei Chancen knüpfte der VfB an die vorangegangene starke Leistung in der zweiten Halbzeit beim 2:2 gegen Werder Bremen an, dann brach er nach dem 0:1 von Takashi Usami (5.) zusammen. Weitere haarsträubende individuelle Fehler erlaubten die Kontertreffer von Joselu (47.) und Fabian Johnson (58.). Die Mannschaft wirkte wie ein Torso, es war kein Aufbäumen spürbar und diesmal ist es noch schlimmer, als es in Stuttgart im Herbst bisher war.

Durchhalteparolen von Labbadia

"Das war eine indiskutable Leistung. Da muss ich auch erstmal schlucken", sagte der krisenerfahrene Manager Fredi Bobic. Man habe "komplett die Linie verloren" sagte Coach Labbadia, der für den Boulevard schon zum "Schießbuden-Bruno" gemacht wird.

Der Trainer wirkte am Seitenrand ob der kläglichen Vorstellung seiner Mannschaft erstarrt und ratlos. Und gab die Parolen aus, die man schon aus der Vorsaison von ihm kennt: "Wir müssen schleunigst wieder als geschlossen als Mannschaft auftreten. Wir wissen, an welchen Stellschrauben wir zu drehen haben."

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Wenn sie das in Stuttgart wissen, wieso machen sie es dann irgendwann nicht schon, bevor die Krise ausgerufen wird? Viel Zeit für Diskussionen bleibt in diesen Englischen Wochen ohnehin nicht, das ist momentan noch das Glück von Labbadia. Am Samstag gibt es in Nürnberg schon das nächste Spiel, nächsten Donnerstag gibt es das nächste Europaliga-Spiel bei Molde FK, dann kommt Leverkusen zum nächsten Heimspiel. Der Ex-Arbeitgeber von Labbadia.

"So eine Leistung darf man sich zu Hause nicht noch einmal erlauben", sagt Bobic schon mal warnend: "Wir haben viel Kredit verspielt. Aber eingraben hilft ja jetzt auch nichts." Schließlich muss der immer wieder gleiche Murmeltier-Film weitergehen. So lange, bis sie auch in Stuttgart irgendwann alles richtig gemacht haben.

Stuttgart - Hoffenheim: Daten zum Spiel

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