Sonntag, 16.09.2012

Bundesliga - 3. Spieltag

Klopp: "Extrem gutes Spiel"

Vergessen ist der holprige Saisonstart, rechtzeitig vorm ersten Champions-League-Spiel ist der BVB mit dem überzeugenden 3:0 (2:0) gegen Bayer Leverkusen längst wieder in den Meistermodus zurückgekehrt. Sogar die Kanzlerin war begeistert vom Spiel.

Die Dortmunder bejubeln das 2:0 durch Jakub Blaszczykowski (3.v.r.) in der 39. Minute
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Die Dortmunder bejubeln das 2:0 durch Jakub Blaszczykowski (3.v.r.) in der 39. Minute

Kanzlerin Angela Merkel darf gerne wiederkommen. Die Einladung von Meistertrainer Jürgen Klopp steht jedenfalls. "Wenn sie Zeit hat, kann sie alle 14 Tage vorbeischauen. Sie ist ja eine Freundin des Fußballs." Und da dürfte sie ihren Besuch bei Borussia Dortmund kaum bereut haben.

Und so war nicht nur Merkel, die wie zu besten Nationalmannschaftszeiten an der Seite von Ligaboss Reinhard Rauball und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach jubelnd aufsprang, hellauf begeistert. "Ein extrem gutes Spiel" sei es gewesen, lobte Klopp und ergänzte: "Das ist der Fußball, den wir spielen wollen und müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen. Wir haben die Messlatte gelegt, an der wir uns in den nächsten Tagen orientieren müssen."

Am Dienstag etwa, wenn Ajax Amsterdam zum Auftakt der Champions League nach Dortmund kommt. Die Zuversicht ist bei den Schwarz-Gelben jedenfalls groß, dass sie in der Königsklasse diesmal nicht mehr Lehrgeld bezahlen müssen. Als Gruppenletzter waren sie in der Vorsaison gescheitert, diesmal soll es trotz der großen Konkurrenz - als weitere Gegner warten Real Madrid und der englische Meister Manchester City - anders laufen.

Schmelzer kontert DFB-Kritik

Die Generalprobe glückte gegen Leverkusen jedenfalls. Mit aggressivem Pressing ließ der BVB dem Westrivalen kaum Zeit zum Luftholen und erspielte sich viele Chancen. Und Klopp erfreute es umso mehr, dass nach "gefühlt 40 Jahren" wieder ein Tor nach einer Standardsituation gelang. Mats Hummels hatte per Kopf nach einer Ecke von Marcel Schmelzer zur Führung getroffen (29. Minute).

Jener Schmelzer, der beim glücklichen 2:1 der Nationalelf unter der Woche noch eine unglückliche Figur abgegeben hatte. "Er hat eine ordentliche Antwort auf dem Platz abgegeben, wenn nicht sogar eine überragende", urteilte Klopp.

Tippspiel

Unter besonderer Beobachtung hatte auch Mario Götze gestanden, schließlich durfte das Supertalent erstmals in dieser Saison von Beginn an auflaufen. Und der 20-Jährige machte in den 69 Minuten, in denen er auf dem Platz stand, seine Sache gut. In der zentralen Position hinter den Spitzen leitete er einige gute Angriffe ein und war von den harmlosen Leverkusenern kaum vom Ball zu trennen. Zufrieden durfte er hinterher sein. "Es ist wichtig, dass ich meine Minuten bekomme."

Eine Schaffenspause erhielt dafür 17-Millionen-Zugang Marco Reus, zumindest bis zu seiner Einwechslung nach gut einer Stunde. Er konnte damit leben. "Wir haben noch viele englische Wochen, da wird jeder gebraucht", sagte Reus und leistete ein wenig moralische Unterstützung für seinen Freund Götze: "Wir werden noch viel Freude an ihm haben." Ansonst war wie immer auf die polnische Fraktion Verlass. Nach einer tollen Kombination über Robert Lewandowski und Lukasz Piszczek traf Jakub Blaszczykowski zum 2:0 (39.). In der zweiten Halbzeit legte dann Reus zum 3:0 für Lewandowski auf.

BVB baut Rekordserie auf 31 Spielen ohne Niederlage aus

So stehen nach drei Saisonspielen sieben Punkte auf der Dortmunder Habenseite. Das ist mehr als in den beiden vorangegangenen Meisterjahren. So dürften sich die Hoffnungen von Bayern München auf einen schwächelnden Titelverteidiger kaum erfüllen. Und der Hamburger SV muss sich allmählich Sorgen um seinen Rekord von 36 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage machen. Der BVB steht bereits bei 31 Spielen, aber der HSV kann es in der nächsten Woche im Spiel gegen die Dortmunder ja selbst regeln.

Die Top-Torjäger der Bundesliga-Saison 2012/13
Rang 1: Stefan Kießling von Bayer Leverkusen (25 Tore)
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Rang 1: Stefan Kießling von Bayer Leverkusen (25 Tore)
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Rang 2: Robert Lewandowski von Borussia Dortmund (24 Tore)
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Rang 2: Robert Lewandowski von Borussia Dortmund (24 Tore)
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Rang 3: Alexander Meier von Eintracht Frankfurt (16 Tore)
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Rang 3: Alexander Meier von Eintracht Frankfurt (16 Tore)
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Rang 4: Vedad Ibisevic vom VfB Stuttgart (15 Tore)
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Rang 4: Vedad Ibisevic vom VfB Stuttgart (15 Tore)
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Rang 4: Mario Mandzukic von Bayern München (15 Tore)
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Rang 4: Mario Mandzukic von Bayern München (15 Tore)
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Rang 6: Marco Reus von Borussia Dortmund (14 Tore)
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Rang 6: Marco Reus von Borussia Dortmund (14 Tore)
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Rang 7: Adam Szalai vom FSV Mainz 05 (13 Tore)
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Rang 7: Adam Szalai vom FSV Mainz 05 (13 Tore)
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Rang 7: Thomas Müller von Bayern München (13 Tore)
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Rang 7: Thomas Müller von Bayern München (13 Tore)
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Rang 9: Artjoms Rudnevs vom Hamburger SV (12 Tore)
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Rang 9: Artjoms Rudnevs vom Hamburger SV (12 Tore)
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Rang 9: Heung-Min Son vom Hamburger SV (12 Tore)
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Rang 9: Heung-Min Son vom Hamburger SV (12 Tore)
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Rang 9: Mame Diouf von Hannover 96 (12 Tore)
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Rang 9: Mame Diouf von Hannover 96 (12 Tore)
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Vorher geht es aber im Europacup weiter, auch für Bayer Leverkusen - allerdings eine Klasse tiefer in der Europa League. In der Königsklasse hätte die Werkself angesichts der müden Vorstellung auch kaum etwas zu suchen. "Nur immer elegant zu spielen, geht nicht", monierte Sportchef Rudi Völler und auch Trainer Sascha Lewandowski war nach der zweiten Saisonniederlage richtig bedient: "Man kann in Dortmund verlieren, aber die Art und Weise hat mich richtig gewurmt."

Gut, dass da am Donnerstag der Gegner Metallist Charkiw heißt. Den ukrainischen Klub kennt Bayer noch vom letzten Gastspiel in der Europa League, als man sich souverän in zwei Spielen durchgesetzt hatte. Die Kanzlerin werden sie für dieses Spiel aber kaum begeistern können.

Dortmund - Leverkusen: Daten zum Spiel


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