Hoffenheim bricht den Bann

SID
Samstag, 10.09.2011 | 17:33 Uhr
Roberto Firmino (l.) erzielte nach einem Fehler von Polanski das 1:0 für Hoffenheim
© Getty
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1899 Hoffenheim hat den Bann in eindrucksvoller Manier gebrochen und seinen Angstgegner erstmals besiegt. Die Kraichgauer setzten sich am 5. Spieltag der Bundesliga 4:0 (2:0) beim FSV Mainz 05 durch.

Damit feierten die Hoffenheimer nach zuvor vier Niederlagen in vier Erstliga-Duellen mit den Rheinhessen den ersten Erfolg.

Roberto Firmino (16.) sowie Ryan Babel, der einen umstrittenen Foulelfmeter verwandelte (45.+2) und einen Konter erfolgreich abschloss (74.), trafen für die Gäste. Zudem beförderte der Mainzer Nikolcé Noveski (85.) den Ball ins eigene Netz.

Babel mit der ersten Chance

Die rund 33.000 Zuschauer in der Mainzer Arena sahen nach einer kurzen Phase des Abtastens bereits in der 6. Minute die erste große Chance der Gäste, die ohne Sejad Salihovic, Boris Vukcevic, Tobias Weis, Vedad Ibisevic und Matthias Jaissle auskommen mussten. Der Niederländer Babel scheiterte aber freistehend am Mainzer Torwart Heinz Müller.

Die Antwort der Mainzer, bei denen Adam Szalai und Florian Heller fehlten, ließ nicht lang auf sich warten. Der tunesische Nationalspieler Sami Allagui konnte die Möglichkeit aber ebenso wenig wie Babel nutzen (12.).

Allagui, der zu Wochenbeginn bei der Rückreise vom Länderspiel seiner Nationalmannschaft in Malawi (0:0) einen Schwächeanfall erlitten hatte, war rechtzeitig vor der Partie wieder fit geworden.

Firmino nutzt Fehler

Besser als Allagui machte es auf der Gegenseite der Brasilianer Firmino. Der Südamerikaner nutzte einen groben Fehler des Mainzers Eugen Polanski zu seinem zweiten Saisontor. Auch im Anschluss an die Führung blieben die Kraichgauer das gefährlichere Team in einem mäßigen Spiel.

Die Mainzer ließen vor allem das ansonsten gewohnt hohe Tempo vermissen. Ein angebliches Foul von Zdenek Pospech an Babel führte dann zum Elfmeter, den der Gefoulte souverän selbst verwandelte. Es war Babels zweites Saisontor.

Kurz nach dem Seitenwechsel hätten die Hoffenheimer schon für die Vorentscheidung gegen die offensiver agierenden Gastgeber sorgen können.

Peniel Mlapa fehlte bei seinem Abschluss nach einem Konter aber die Genauigkeit (51.). Nur 120 Sekunden später vergab Allagui auf der Gegenseite die Gelegenheit, das Spiel wieder spannender zu machen.

Letztes Aufbäumen von Mainz

Die Chance des Tunesiers leitete eine starke Phase der Mainzer ein. Die Gäste ließen sich zum Unmut ihres Trainers Holger Stanislawski immer weiter in die Defensive drängen und kamen kaum noch zu gefährlichen Gegenstößen. Gute Chancen konnten sich die Mainzer aber trotz ihrer verstärkten Bemühungen zunächst nicht erarbeiten.

In der 64. Minute brachte FSV-Trainer Thomas Tuchel Neuzugang Marco Gavranovic, der die Offensive beleben sollte. Die Maßnahme zeigte allerdings keine Wirkung, die Hoffenheimer Abwehr stand weiter stabil. Babel machte bei einem Gegenstoß dann alles klar, ehe das Schicksal für Mainz weiter seinen Lauf nahm.

Mainz - Hoffenheim: Daten zum Spiel

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