Bundesliga - 30. Spieltag

Lewandowskis Hacke entscheidet Spitzenspiel

Von Aus Dortmund berichtet Stefan Rommel
Mittwoch, 11.04.2012 | 22:00 Uhr
Robert Lewandowski entschied das Topspiel gegen die Bayern mit seiner Hacke
© spox
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Borussia Dortmund hat das Spitzenspiel des 30. Spieltags gegen den FC Bayern München gewonnen und damit eine Vorentscheidung im Kampf um den Titel erzwungen. Vor 80.720 Zuschauern siegte der BVB verdient mit 1:0 (0:0). Robert Lewandowski besorgte in der 76. Minute das einzige Tor des Abends - per Hacke. BVB-Keeper Roman Weidenfeller hielt vier Minuten vor dem Ende einen von ihm an Arjen Robben verschuldeten Elfmeter und damit den Sieg fest.

Durch den Sieg hat Dortmund jetzt sechs Punkte Vorsprung vor den Bayern und steht damit bei vier noch ausstehenden Spielen ganz dicht vor der Titelverteidigung. Für die Bayern dürfte der Traum von einem möglichen Triple in dieser Saison ausgeträumt sein.

Reaktionen:

Arjen Robben: "Das ist sehr bitter und sehr enttäuschend. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es stand 0:0, dann ist es schon bitter, dass wir das Tor kassieren und dann haben wir noch die Chance auf den Ausgleich durch den Elfmeter. Ich habe in den letzten drei Jahren zehn oder elf Elfmeter in Folge verwandelt. Heute war es der erste, den ich verschossen habe. In so einem Moment, das ist bitter. Ja, das ist peinlich. Dortmund hat einen Riesenschritt gemacht. Wir können fast sagen, dass sie Deutscher Meister sind."

Jürgen Klopp: "Es kann leider ne ganze Menge passieren. Aber das interessiert mich nicht wirklich. Wir haben gerade mal drei Tage Zeit, dieses außergewöhnliche Erlebnis zu feiern, zu genießen. Dann haben wir das nächste Brett vor uns. Unsere Freunde aus Gelsenkirchen werden alles dafür tun, es uns schwer zu machen. Also, wir bleiben total in der Spur. Wir brauchen keine Vorentscheidung. Wenn es eine Entscheidung gibt, dann werden Sie uns feiern sehen, bis dahin arbeiten wir einfach."

Jupp Heynckes: "Man muss das Spiel nüchtern analysieren: Die erste Halbzeit ging klar an die Borussia, sie hat sehr elanvoll gestürmt. In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt, hatten aber nicht das Quäntchen Glück." Über den verschossenen Elfmeter von Arjen Robben sagte Heynckes: "Solche Dinge passieren im Fußball. Er ist ein sicherer Elfmeterschütze, ich mache ihm keinen Vorwurf. Arjen ärgert sich am meisten darüber."

Christian Nerlinger: "Es war eine hochdramatische Partie. Über 90 Minuten hatte Dortmund die größeren Chancen - der Sieg geht daher in Ordnung. Aufgrund der dramatischen Schlussminuten wäre ein Punkt für uns drin gewesen. Unsere Konzentration gilt jetzt dem Restprogramm. So lange rechnerisch alles möglich ist, werden wir nicht aufgeben!"

Karl-Heinz Rummenigge: "Es war eine unglückliche und überflüssige Niederlage. Ich befürchte, dass man es nicht mehr verhindern kann, dass Borussia Dortmund Deutscher Meister wird. Wir trauern heute Abend, und dann bereiten wir uns auf die schweren Spiele gegen Real Madrid vor. Da müssen wir eine Top-Leistung abrufen."

Roman Weidenfeller: "Der Dank gilt der ganzen Mannschaft und den Zuschauer. Wir stehen alle zusammen und haben den Sieg gemeinsam errungen. Es geht nicht um irgendwelche Entscheidungen, sondern darum, das nächste Spiel zu gewinnen. So verfahren wir schon die ganze Saison. Wir gehen Schritt für Schritt und wollen jetzt auf Schalke wieder bestehen."

Manuel Neuer: "Die Chancen waren da, den Ausgleich zu erzielen. In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben es jetzt nicht mehr selber in der Hand. Aber wir werden uns nicht aufgeben."

Kevin Großkreutz: "Ich wusste, dass Roman Weidenfeller den Elfmeter halten wird. Wir sind alle füreinander gerannt und haben uns den Sieg verdient. Heute Nacht sind wir alle noch voll Adrenalin!"

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Dortmund wie erwartet, wieder mit Großkreutz in der Startformation. Perisic nur auf der Bank.Auch die Bayern ohne Überraschungen unter den ersten Elf. Schweinsteiger nimmt zunächst auf der Bank Platz. Gustavo wieder im defensiven Mittelfeld neben Kroos.

1.: Kroos bringt einen Freistoß von der linken Seite gefühlvoll in den Strafraum. Gomez köpft aus acht Metern aufs Tor, aber Weidenfeller ist da!

2.: Gündogan schickt Kuba. Kein Abseits, auf das die Bayern spekulieren. Kuba dringt von der linken Seite in den Strafraum, hat viel Platz, Schuss aufs lange Eck. Am Tor vorbei!

6.: Kagawa legt in die Mitte für Großkreutz ab, der im Fallen den Ball aus kurzer Distanz drückt. Neuer mit einem Riesenreflex. Nachschuss Lewandowski. Wieder Neuer!

30.: Gündogan verliert den Ball im Aufbau. Kroos schnappt sich das Leder, geht an den Strafraum und schießt mit links aus 23 Metern aufs Tor. Ganz knapp rechts vorbei!

38.: Piszczek flankt von der rechten Seite ungestört an den zweiten Pfosten. Luiz Gustavo und Badstuber stören sich gegenseitig, so dass Lewandowski köpfen kann. Der Ball geht an den Pfosten!

74.: Kagawa kommt im Strafraum unverhofft zum Ball und schießt aus halblinker Position aufs lange Eck. Knapp rechts vorbei.

77., 1:0, Lewandowski: Leitners Ecke flach auf Schmelzer. Dessen Flanke wird von Kroos weggeköpft. Aber Nachschuss Großkreutz. Eigentlich sehr schwach, aber Lewandowski ist mit der Hacke zur Stelle und schickt den Ball in die andere Richtung. Neuer ohne Chance.

85., Robben verschießt Elfmeter: Ribery steckt im Strafraum für Robben durch. der wird von Weidenfeller gelegt. Klarer Elfmeter! Robben tritt selbst an und schießt mit links in die untere rechte Ecke, aber zu harmlos. Weidenfeller hält!

90.: Subotic köpft eine Flanke fast ins eigene Tor. Die Latte rettet, aber der Ball ist noch heiß, weil das Tor leer ist und Robben alleine davor steht. Doch der Niederländer schießt den Ball in den Dortmunder Nachthimmel.

Fazit: Letztlich geht der Sieg für den BVB in Ordnung. Dortmund in der ersten Halbzeit besser und mit dicken Chancen. Nach dem Wechsel hatten die Bayern das Spiel im Griff, waren vor dem Tor aber nicht zwingend.

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Der Star des Spiels: Robert Lewandowski erzielte nicht nur das Tor des Abends, sondern war perfekt darin, den Ball auch gegen zwei Gegenspieler zu behaupten. Zog Badstuber immer wieder geschickt aus der Viererkette und schaffte so Platz für die einlaufenden Mitspieler. Technisch auch unter großem Gegnerdruck überragend. Sogar noch zweimal im Pech bei Alutreffern.

Der Flop des Spiels: Mario Gomez sah gegen Hummels und Subotic kein Land. Hatte kaum Ballkontakte, die wenigen brauchbaren verstolperte er aber. In der Luft chancenlos. Ohne Torabschluss, und daher wirkungslos.

Der Schiedsrichter: Knut Kircher leitete die Partie im Großen und Ganzen gut. Zog sich mit einigen Entscheidungen den Zorn des Dortmunder Publikums zu, leistete sich aber keinen gravierenden Fehler. Hätte Robben für sein taktisches Foul gegen Kehl allerdings verwarnen müssen, ebenso Gustavo für dessen Rempler gegen Lewandowski (90.).

Analyse: Der BVB wie erwartet mit brutal viel Dampf, die Bayern in den ersten zehn Minuten überhaupt nicht auf dem Platz. Lediglich Neuer verhinderte einen frühen Rückstand.

Der Rekordmeister machte dann das einzig richtige und nahm total das Tempo raus. Langsam fingen sich die Gäste, blieben aber im Offensivspiel fast alles schuldig. Die Rochaden von Müller, Robben und Ribery brachten statt Variabilität nur Verwirrung, weil die Positionen oft schlecht besetzt waren.

Gomez konnte kaum einen Ball festmachen und die Kollegen so nachrücken lassen. Dortmund ging gar nicht mehr das ganz hohe Tempo, sondern dosierte sein Pressing. Angetrieben vom starken Gündogan kombinierte flüssiger und kam besonders über die rechte Seite immer wieder zu schnellen Vorstößen.

Ribery fehlte hier die Abstimmung und das Gespür für den Raum, der Franzose stand oft falsch und kam so gar nicht mehr in Abwehrstellung, um Alaba besser aushelfen zu können. Nach dem Wechsel waren die Bayern besser drin und in Ansätzen auch gefährlich, im letzten Angriffsdrittel fehlte es aber an der nötigen Präzision. Dortmund bekam nicht mehr genug Druck gegen den Ball, die Gäste konnten so endlich kombinieren.

Heynckes erkannte die wachsende Dominanz seiner Mannschaft und brachte mit Schweinsteiger einen zweiten ballsicheren Spieler neben Kroos fürs defensive Mittelfeld. Kroos wandelte zwischen defensivem Mittelfeld und Müllers Rechtsaußenposition.

Der BVB wirkte Mitte der zweiten Halbzeit müde, es fehlte die Spritzigkeit in den entscheidenden Aktionen.

Klopps Doppelwechsel brachten frischen Schwung, die Führung hatte damit aber nur bedingt etwas zu tun. Die Bayern nach dem Rückstand sichtlich geschockt, brauchten einige Minuten, um sich zu sortieren.

Die letzten Zuckungen bekamen Nahrung durch Weidenfellers Dummheit - Robben versagte vom Punkt aber kläglich und machte Weidenfeller doch noch zum Helden. Der Niederländer wurde vollends zur tragischen Figur, als er in der Nachspielzeit aus zwei Metern übers Tor drosch und den Punkt damit liegen ließ.


Dortmund - Bayern: Daten zum Spiel

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