Bundesliga - 33. Spieltag

Lauterns Srdjan Lakic wird zum traurigen Held

SID
Samstag, 07.05.2011 | 22:48 Uhr
Könnte sich selbst ein Bein gestellt haben: der Lautern-Kapitän und Bald-Wolfsburger Srdjan Lakic
© Getty
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Ausgerechnet Srdjan Lakic hat den VfL Wolfsburg einen Schritt weitern in Richtung 2. Liga geschossen. Der Kroate trägt in der kommenden Saison das VfL-Trikot und könnte sich mit dem Ausgleichstreffer beim 2:1-Sieg des 1. FC Kaiserslautern selbst ein Bein gestellt haben.

Spätestens nach dem Schlusspfiff schlugen bei Srdjan Lakic zwei Herzen in der Brust. Beinahe väterlich nahm er seinen kroatischen Landsmann Mario Mandzukic in den Arm und spendete auch jedem anderen Wolfsburger Spieler Trost. Beim Jubel in der Kaiserslauterer Fankurve stand er dann abseits und gedankenverloren, während seine Noch-Mitspieler Freudentänze aufführten.

Srdjan Lakic - ein trauriger Held. Der Stürmer schoss beim 2:1 (2:1)-Auswärtssieg den 1. FC Kaiserslautern zum endgültigen Klassenerhalt, gleichzeitig aber auch seinen künftigen Arbeitgeber VfL Wolfsburg weiter Richtung 2. Liga. Und damit quasi auch sich selbst.

Torschütze bereut nichts

"Ich kann nicht sagen, dass ich überglücklich bin. Aber ich habe hier für den FCK gespielt und das gemacht, was ich die ganze Saison über gemacht habe", sagte Lakic, der nach seinem Ausgleichstreffer in der 25. Minute die Hände zu einem Gebet über den Kopf gefaltet hatte.

Leise, aber bestimmt versicherte der Stürmer später, dass er den Wechsel zur neuen Saison trotz der prekären Lage bei den Wölfe nicht bereue: "Ich bin zu einhundert Prozent überzeugt, dass sie die Klasse halten. Ich freue mich auf die nächste Saison."

Doch ob er dann tatsächlich im VfL-Trikot auflaufen wird, ist seit Samstag ungewiss. Auf die Frage, ob er mit den Niedersachsen auch in der 2. Liga spielen werde, antwortete Lakic ausweichend: "Damit beschäftige ich mich nicht."

Keine Angaben zum Vertrag

Das darf stark bezweifelt werden, denn der 15-malige Saisontorschütze dürfte wenig Lust auf Spiele gegen Aue oder Paderborn haben. Auch über genaue Vertragsinhalte hüllte sich der Angreifer in Schweigen.

Seine Zeit in der Pfalz läuft dagegen mit dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen Werder Bremen definitiv ab. "Mit seinem Tor gegen Wolfsburg hat sich Laki hier Heldenstatus erkämpft", sagte Mittelfeldspieler Christian Tiffert.

Bei Lakic selbst sitzt jedoch der Stachel über die Anfeindungen einiger Fans nach der Bekanntgabe seines Wechsels im Januar noch immer tief. "Diejenigen, die mich damals ausgepfiffen haben, sollten sich jetzt schämen", sagte der ehemalige kroatische U-21-Nationalspieler.

Keine Ausreden mehr

Einen Lakic hätte Wolfsburgs Trainer-Manager Felix Magath sicher gerne schon jetzt in seinem Kader. Es müssen aber andere richten - und Magath will keine Ausreden mehr hören, zumal der Meister von 2009 den Klassenerhalt noch immer in eigener Hand hat.

"Ich kann das Gerede von Druck und mentalen Problemen nicht mehr hören", polterte der ehemalige Schalker Coach und meinte mit Blick auf den Abstiegskrimi bei 1899 Hoffenheim: "Wir haben uns selbst in die Situation gebracht, am letzten Spieltag noch um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen. Dieses Problem müssen wir nun lösen."

Magath restlos bedient

Und zwar besser als gegen die Lauterer. Nach der frühen Führung durch Mandzukic (6.) hätten "einige Spieler gedacht, die Saison ist schon zu Ende", meckerte Magath. Vor allem das schlampige Verhalten bei Standardsituationen brachte ihn auf die Palme.

"Es ist mir unerklärlich, wie manche ihre Gegenspieler einfach weglaufen lassen können", sagte Magath und kritisierte damit indirekt seinen Millionen-Innenverteidigung Simon Kjaer und Arne Friedrich, die auch beim 1:2 durch Martin Amedick (44.) schlecht aussahen.

Die etwa 2000 mitgereisten Lauterer Fans bedachten den vielerorts ungeliebten Werksklub mit Hohn und Spott. "Absteiger, Absteiger!", skandierten die Anhänger aus der Pfalz und winkten dabei mit weißen Taschentüchern. Euer Abschied aus der Bundesliga steht unmittelbar bevor, sollte das heißen. Srdjan Lakic konnte darüber nicht lachen.

Wolfsburg - Kaiserslautern: Daten zum Spiel

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