Sonntag, 28.11.2010

Bundesliga - 14. Spieltag

Ciceros Traumtor rettet Wolfsburg einen Punkt

Der 1. FC Köln muss sich im Duell mit dem VfL Wolfsburg mit einem Punkt begnügen. Joker Cicero rettete die Wölfe per Traumtor, zuvor brachte Milivoje Novakovic die Gastgeber nach Benaglio-Patzer in Führung.

Edin Dzeko (hinten) kam gegen den 1. FC Köln nie richtig ins Spiel
© Getty
Edin Dzeko (hinten) kam gegen den 1. FC Köln nie richtig ins Spiel

Joker Cicero hat den VfL Wolfsburg vor einem weiteren Tiefschlag bewahrt und den umstritten Trainer Steve McClaren etwas aus der Schusslinie genommen.

Der Brasilianer rettete den Niedersachsen durch sein Traumtor in der 81. Minute zum 1:1 (0:0)-Endstand beim 1. FC Köln einen glücklichen Punkt.

Schaefer: Das ist mir unverständlich!

Die Kölner, die über weite Strecken das Spiel diktiert hatten, machten dennoch einen weiteren kleinen Schritt aus der Krise und verbesserten sich im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga auf den Relegationsplatz. Milivoje Novakovic hatte die Gastgeber in der 51. Minute per Kopf mit seinem fünften Saisontreffer in Führung gebracht.

"Auf diesem Punkt müssen wir aufbauen", sagte FC-Trainer Frank Schaefer, der sich dennoch über den verpassten Dreier ärgerte: "Es ist mir unverständlich, dass wir nach der Führung viel zu tief standen und Wolfsburg wieder ins Spiel gebracht haben. Dann fängt man halt einen solchen Treffer."

Eine Lanze brach Schaefer für Nationalspieler Lukas Podolski, der in der 22. Minute Edin Dzeko in den Unterleib getroffen hatte und dafür die Gelbe Karte gesehen hatte. "Das war keine Absicht", sagte Schaefer, nachdem die Wolfsburger für diese Aktion die Rote Karte gefordert hatten.

Die Kölner waren vor 43.000 Zuschauern vor der Pause das bessere Team. Eine Woche nach dem 1:0 beim VfB Stuttgart stellten die Geißböcke Wolfsburg vor erhebliche Probleme, ohne dabei große Glanzlichter zu setzen.

Hässlicher Poldi-Tritt

Durch ihren Einsatz und einige gute Aktionen wurden die FC-Fans aber bereits im ersten Durchgang für die letzte Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach (0:4) versöhnt.

Köln bestimmte vor allem in den ersten 20 Minuten das Geschehen und hatte in der 17. Minute eine gute Gelegenheit durch Kevin Pezzoni, der aber an VfL-Torwart Diego Benaglio scheiterte.

Lukas Podolski fiel zunächst negativ auf, als er Edin Dzeko im Zweikampf einen Stollentritt in den Unterleib verpasste. Die rotwürdige Aktion des Kölners wurde allerdings nur mit Gelb geahndet.

Grafite verletzt raus

Die Gäste hatten ihre erste gute Möglichkeit in der 26. Minute durch Grafite, zwei Minuten später verpasste Dzeko die mögliche Führung für die Gäste.

Der brasilianische Nationalspieler Grafite musste wegen einer Oberschenkelverletzung bereits in der 41. Minute ausgewechselt werden, für ihn kam Mario Mandzukic ins Spiel.

Die beste Chance für Köln hatte zuvor in der 36. Minute Mato Jajalo verpasst, der von Adam Matuschyk, der den gesperrten Martin Lanig vertrat, glänzend in Szene gesetzt worden war.

Patzer von Benaglio

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gastgeber weiter das Geschehen. Nach einem Freistoß von Petit profitierte Novakovic dann von einer schwachen Faustabwehr Benaglios und köpfte problemlos zum 1:0 ein.

Drei Minuten später hätte Jajalo für den FC erhöhen müssen, doch nach erneuter Vorarbeit von Matuschyk verzog der Kroate aus 15 Metern.

Die Kölner verpassten es dann, auch ihr drittes Sonntagsspiel in dieser Saison zu gewinnen, weil der in der 77. Minute eingewechselte Cicero per Fallrückzieher den Ausgleich markierte.

Beste Kölner waren Youssef Mohamad und Matuschyk. Beim schwachen VfL, bei dem Thomas Kahlenberg den gelbgesperrten Brasilianer Diego vertrat und Nachwuchstalent Tolga Cigerci sein Bundesligadebüt feierte, konnte lediglich der kampfstarke Dzeko überzeugen.

Köln - Wolfsburg: Daten zum Spiel


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