Samstag, 21.08.2010

Bundesliga - 1. Spieltag

Ya Konan bewahrt Hannover vor Fehlstart

Ein Kopfballtor von Didier Ya Konan hat Hannover 96 und seinen Trainer Mirko Slomka einen versöhnlichen Start in die neue Saison beschert. Eine Woche nach dem Pokal-K.o. gegen den Regionalligisten Elversberg kamen die Niedersachsen gegen Eintracht Frankfurt zu einem 2:1 (1:1)-Sieg. Die Position des 96-Coachs bei den Norddeutschen ist damit wieder etwas gestärkt, die Hessen indes warten seit 23 Jahren auf einen Sieg in Hannover.

Hannovers Didier Ya Konan im Zweikampf mit Maik Franz
© Getty
Hannovers Didier Ya Konan im Zweikampf mit Maik Franz

Vor 37.212 Zuschauern in der Hannoveraner WM-Arena bescherte ein Treffer von Konstantin Rausch den Gastgebern die Führung. Der Mittelfeldfeldspieler schloss in der 21. Minute einen sehenswerten Alleingang aus 20 Metern Entfernung mit einem für Eintracht-Torhüter Oka Nikolov unhaltbaren Flachschuss ab. Es war die erste Einschussmöglichkeit für die Niedersachsen, die eine Woche nach ihrem Pokal-K.o. unter Druck standen.

Die Gäste kombinierten zumindest bisweilen flüssiger und wurden in der 27. Minute mit dem Ausgleichstor belohnt. Benjamin Köhler nutzte eine Lücke in der 96-Deckung und zog aus zehn Metern ab, der Ball prallte von der Latte hinter die Torlinie. Exakt eine Viertelstunde vor dem Abpfiff von Schiedsrichter Deniz Aytekin aus war Ya Konan zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Abdellaoue bleibt blass

Noch keine Verstärkung war für die Roten Neuzugang Mohamed Abdellaoue. Der norwegische Stürmer kam bei schwüler Witterung über gute Ansätze nicht hinaus, wurde von seinen Mitspielern aber auch zu selten in Szene gesetzt. Beiden Mannschaften fehlte oftmals der Zug nach vorn. Eine der wenigen Ausnahmen bildete die 68. Minute, in der Ya-Konan aus 14 Metern nur die Querlatte des Frankfurter Tores traf. Der Sieg-Torschütze hatte kurz nach dem Seitenwechsel allerdings auch Glück, als Schiri Aytekin sein Handspiel im eigenen Strafraum nicht ahndete.

Frankfurt erhöhte in der Schlussphase noch einmal den Druck, als erst Marco Russ per Kopf am Pfosten scheiterte und wenige Augenblicke später Hannovers Karim Haggui einen Schuss von Ioannis Amanatidis auf der Linie klärte.

Hannover hatte allerdings auch schon in der vierten Minute personell umstellen müssen. Carlitos konnte verletzungsbedingt nicht mehr weiterspielen, ein früher Schock für die Gastgeber: Der Neuzugang und Hoffnungsträger erlitt wohl einen Kreuzbandriss. Bundesliga-Debütant Moritz Stoppelkamp wurde dafür eingewechselt. Ein weiterer Mittelfeldspieler der Hannoveraner saß nur auf der Tribüne, 96-Trainer Mirko Slomka hatte Jan Schlaudraff wegen schwacher Trainingsleistungen nicht in den Kader berufen.

Torschütze Ya Konan und Spielführer Steven Cherundolo, der enorm weite Wege ging, waren die stärksten 96-Akteure. Im Team von Trainer Michael Skibbe verdienten sich Köhler und Mannschaftskapitän Patrick Ochs die Bestnoten.

Hannover - Frankfurt: Daten zum Spiel


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