Ideenlose Bayern verzweifeln an Kölner Bollwerk

Von Thomas Gaber/Tobias Hock
Samstag, 03.10.2009 | 17:19 Uhr
Podolski (M.) im Duell mit seinen ehemaligen Teamkollegen van Buyten (r.) und Lahm
© Getty
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Der FC Bayern München ist am 8. Spieltag der Bundesliga gegen den 1. FC Köln nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinausgekommen und hat bereits acht Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal blieb nach dem 0:1 in Hamburg und dem 0:0 gegen Juventus Turin zum dritten Mal in Folge ohne Tor.

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena rannten die Bayern vergeblich an. Ihre Angriffsbemühungen wirkten aber über die gesamten 90 Minuten verkrampft. Der FC holte nach dem Sieg in Stuttgart den vierten Auswärtspunkt.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Und er kann doch spielen: Franck Ribery steht in der Startelf des FC Bayern. Van Gaal setzt wieder auf 4-3-3. Jose Ernesto Sosa ersetzt den verletzten Arjen Robben auf rechts. Andreas Ottl bekommt erneut den Vorzug vor Anatolij Tymoschtschuk. Auch Mario Gomez sitzt wieder nur auf der Bank.

Beim FC ersetzt Kevin Pezzoni den Rot-gesperrten Maniche.

11.: Ecke von links durch Ribery. Schweinsteiger gewinnt am kurzen Pfosten das Luftduell gegen Ishiaku und köpft aus vier Metern an die Latte.

22.: Petit fällt nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Badstuber der Ball vor die Füße. Sein Schuss aus 18 Metern fliegt in den Mittelrang.

25.: Glänzender Diagonalball von Ottl auf Lahm. Der gewinnt das Laufduell mit Brecko und passt scharf nach innen. Klose und Mondragon sind fast gleichzeitig am Ball und der Kölner Keeper bleibt Sieger.

37.: Freistoß-Flanke von rechts durch Braafheid in die Kölner Abwehr. Geromel läuft beim Konter alleine bis zum Bayern-Strafraum, legt sich die Kugel auf links und schiebt sie fahrlässig einen Meter am langen Pfosten vorbei.

38.: Wieder Latte, wieder Schweinsteiger! Lange Flanke von rechts, Schweinsteiger köpft Klose an und von dem springt das Ding an die Latte.

Halbzeit-Fazit: Müde Bayern haben mit sehr diszipliniert stehenden Kölnern Mühe. Außer zwei Latten-Kopfbällen von Schweinsteiger war nichts los.

55.: Tohuwabohu im Kölner Strafraum. Klose ist rechts frei im Sechzehner, schaut ewig in die Mitte und passt an den Fünfer. Wieder kommt keiner an den Ball. Kein Gomez, kein Pranjic, niemand...

73.: Schweinsteiger mit der Freistoß-Flanke von hallinks. Elf Meter vor dem Tor kommt Olic an den Kopfball, setzt ihn aber deutlich links drüber.

Fazit: Einfallslose Bayern gegen zerstörende Kölner. Heraus kam ein schreckliches Bundesliga-Spiel, das keinen Sieger verdient hatte.

Der Star des Spiels: Pedro Geromel. Kölns Abwehrchef war der Turm in der Schlacht. Er schaltete abwechselnd Klose, Gomez und Olic aus und hatte die beste Kölner Chance, als er nach einer Bayern-Ecke über das ganze Feld sprintete und knapp am Tor vorbeischoss. Starkes Stellungsspiel und enorm robust im Zweikampf.

Die Gurke des Spiels: Jose Ernesto Sosa. Der Argentinier bekam nach langer Zeit mal wieder eine Chance von Beginn an. Rechtfertigen konnte er seine Aufstellung nicht. Bemühen war ihm nicht abzusprechen, doch Sosa kriegt bei Bayern kein Bein auf den Boden. Seine Flanken waren harmlos, seine Pässe gingen ins Nirwana. Brecko brauchte nicht hexen, um Sosa drei, vier Mal auf simple Art den Ball abzunehmen.

Die Pfeife des Spiels: Lutz Wagner hatte keine Schwierigkeiten mit der fairen Partie, lag bei der Bewertung von Zweikämpfen aber nicht immer richtig.

Die Lehren des Spiels: Gegen Juventus spielten die Bayern ihre beste erste Halbzeit der Saison. Gegen Köln klappte wenig. Das Offensiv-Spiel war viel zu statisch, der Sicherheits- wurde dem Risikopass vorgezogen. Das Flügelspiel lahmte, Ribery war bei Schorch in guten Händen und Sosa hatte zu viel mit sich selbst zu tun. So konnten die Bayern aus gefühlten 80 Prozent Ballbesitz kein Kapital schlagen.

Der FC zog sich weit in die eigene Hälfte zurück und spannte ein kaum zu durchdringendes Netz. Die Kölner machten in der Defensive keine Fehler, das Verschieben klappte vorzüglich. Der Ball führende Bayern-Spieler wurde meist gedoppelt.

In der Halbzeit nahm van Gaal den angeschlagenen Ribery und Sosa vom Feld und stellte auf 4-4-2 um mit Gomez als zweiter Spitze. Die Bayern zogen ein Powerplay auf, doch vieles wirkte überhastet und auf Zufälle aufbauend. Teilweise war es grotesk, wie acht, neun Bayern-Spieler versuchten, gegen zehn Kölner im eigenen Strafraum Druck aufzubauen und Torchancen herauszuspielen.

Der FC beschränkte sich ausschließlich auf Defensivarbeit, die wenigen Konterchancen wurden schlampig zu Ende gespielt. Einzig Lukas Podolski, der sich immer wieder ins Mittelfeld zurückfallen ließ, brachte so etwas wie Entlastung.

Die Bayern hängen mit nur zwölf Punkten aus acht Spielen im Mittelfeld der Tabelle fest. Nach dem starken Auftritt gegen Juve war das Spiel gegen Köln ein großer Rückschritt.

Bayern - Köln: Daten zum Spiel

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