Bundesliga - 34. Spieltag

Van Gaal kann nicht entkommen

SID
Samstag, 08.05.2010 | 21:52 Uhr
Der ersten Attacke von Altintop und Schweinsteiger (r.) konnte van Gaal knapp entgehen
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
Segunda División
SaLive
Getafe -
Teneriffa (Finale Rückspiel)
Serie A
So00:00
Santos -
Recife
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Primera División
So21:15
Boca Juniors -
Unión Santa Fe
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa

Eine halbe Stunde konnte Louis van Gaal seine Föhnfrisur verteidigen, doch am Ende erwischte ihn die verhasste Bierdusche doch. Kapitän Mark van Bommel hatte sich dem neuen Meistercoach von hinten unbemerkt genähert und ihm das klebrige Nass übers Haupt gegossen.

"Da war ich einen Moment vom Publikum abgelenkt", sagte der Niederländer, nachdem sein Team durch das 3:1 (1:0) gegen Hertha BSC Berlin den 22. Meistertitel perfekt gemacht hatte.

Die unterhaltsamen Jagdszenen mit Bier bildeten den Höhepunkt der ausgelassenen Meisterparty der Bayern im Olympiastadion. Die über 70.000 Besucher spendeten Applaus auf offener Szene, als van Gaal mit einem Sprint übers halbe Spielfeld der ersten Bier-Attacke von Bastian Schweinsteiger und Co. entkam.

Van Gaal: "Haben noch einiges vor"

"Es ist gut, dass die Stimmung so prima ist. Wir haben ja noch einiges vor", sagte der 58-Jährige später. Sein Team kann mit Siegen im DFB-Pokalendspiel und im Finale der Champions League noch das Triple holen.

"Wir können eine historische Saison schaffen. Das wäre unglaublich", sagte van Bommel. Wenige Minuten nach dem Abpfiff hatte der Niederländer die Meisterschale aus den Händen von Ligaverbandspräsident Reinhard Rauball erhalten und unter dem Jubel der mehreren tausend Bayern-Anhänger in den trüben Berliner Abendhimmel gestreckt.

Ein weiß-roter Konfettiregen begrub die tanzende Spielertraube unter sich. "Erst wenn man die Schale in der Hand hält, realisert man die gute Saison", sagte WM-Kandidat Holger Badstuber.

Ribery schwenkt Bayern-Fahne

Vor der Bayern-Kurve am Marathontor feierten die Spieler mit einer Polonaise eine Stunde lang mit den Fans. Franck Ribery verkleidete sich mit roter Clownsperrücke sowie dunkler Sonnenbrille und schwenkte immer wieder die Bayern-Fahne.

Die Chefetage der Bayern präsentierte sich ebenfalls mit strahlenden Gesichtern. "Die Mannschaft ist in einem guten Fluss. Wir haben die beste Abwehr und den besten Sturm. Aber Louis wollte ja auch alles", sagte Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Ehrenpräsident Franz Beckenbauer freute schon auf den Umtrunk mit van Gaal: "Wir werden nachher einen leckeren Rotwein trinken."

Während der 90 Spielminuten zuvor überzeugten die Bayern nur phasenweise. Nach gutem Beginn und der frühen Führung durch Ivica Olic (20.) ließ der neue deutsche Meister im zweiten Durchgang etwas nach und wurde mit dem Ausgleichstor durch Adrian Ramos (59.) bestraft.

WM-Fahrer Butt zeigt starke Paraden

Arjen Robben (74., 87.) machte mit einem Doppelpack den Sieg perfekt. Eine starke Leistung zeigte Torwart Jörg Butt, der seine WM-Nominierung mit mehreren Paraden rechtfertigte.

"Das war eine sensationelle Saison. Wir haben noch zwei weitere Endspiele. Über die WM mache ich mir erst danach Gedanken", sagte Butt.

Noch am Samstagabend trat der Bayern-Tross per Flieger die Heimreise an. In München hatte man eine interne Feiner vorbereitet. "Feier-Biest" van Gaal schloss ein frühes Ende aus. "In der Regel mache ich bei solchen Feiern das Licht aus", sagte der Trainer.

Sonntag steigt die Feier am Marienplatz

Am Sonntag wird der Titel mit den Fans gefeiert. Um 14.00 Uhr startet der Auto-Korso am Vereinsgelände. Gegen 15.00 Uhr werden die Helden am Marienplatz erwartet, wo sie die Schale traditionsgemäß auf dem Rathaus-Balkon präsentieren.

Beim Absteiger Hertha indes herrschte Katerstimmung. Zum letzten Mal erlebte das Team die große Bühne Bundesliga, bevor es in Liga zwei geht.

Die Mannschaft blieb auch im 16. Heimspiel in Folge ohne Sieg und stellte damit einen neuen Liga-Negativrekord auf. "Das ist schon bitter", sagte Trainer Friedhelm Funkel, der seinen Abschied noch nicht bestätigen wollte. "Wir haben immer gesagt, dass wir uns nach der Saison zusammensetzen und dann entscheiden. Dabei bleiben wir", so Funkel.

Hertha - Bayern: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung