Bundesliga - 20. Spieltag

Bunjaku schießt Club zum Sieg

Von Daniel Börlein / Markus Matjeschk
Samstag, 30.01.2010 | 17:21 Uhr
Andreas Ottl (l.) setzt sich im Zwekampf gegen Jan Rosenthal durch
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Der 1. FC Nürnberg hat im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Sieg gefeiert. Die Franken gewannen bei Tabellennachbar Hannover 96 mit 3:1 (1:0).

Vor 26.722 Zuschauer in der AWD-Arena in Hannover war Nürnbergs Albert Bunjaku mit drei Treffern der Mann des Spiels. Der Schweizer brachte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking nach einer halben Stunde in Führung und erzielte in der 64. Minute das 2:0.

Im direkten Gegenzug markierte Jiri Stajner den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer (65.), doch Bunjaku stellte mit seinem neunten Saisontreffer den Endstand her.

Für Nürnberg war es der erste Dreier nach zuletzt sechs Partien ohne Sieg. Hannover ist nun hingegen bereits seit acht Spielen ohne Sieg und liegt nur noch einen Zähler vor Nürnberg auf dem Relegationsplatz.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei Hannover steht Hanke mal wieder in der Startelf und gibt die einzige Spitze. Nürnberg beginnt mit Maroh für den gesperrten Wolf und Mintal für Gygax. Im Zentrum feiert Neuzugang Tavares sein Debüt.

24.: Rosenthal zieht in Lahm-Manier vom linken Flügel nach innen und visiert das lange Eck an. Schäfer kommt trotz Flugeinlage nicht mehr an den Ball - die Kugel rauscht um Zentimeter neben den Pfosten.

30., 0:1, Bunjaku: Mintal bedient Bunjaku mit einem klasse getimten Zuspiel in die Gasse. Der Schweizer Nationalspieler zieht von links nach innen und trifft durch die Hosenträger von Fromlowitz.

33.: Hanke zieht mit links ab, Schäfer segelt durch die Luft und lenkt die Kugel mit den Fingerspitzen an den linken Pfosten.

Halbzeit-Fazit: Völlig verdiente Pausenführung für den Club. Hannover total verunsichert und mit vielen einfachen Fehlern.

64., 0:2, Bunjaku: Mintal schickt Diekmeier. Der flankt vom rechten Flügel mustergültig aufs lange Sechzehner-Eck. Bunjaku nimmt die Hereingabe volley und trifft flach ins rechte Eck.

65., 1:2, Stajner: Balitsch setzt sich auf rechts durch und passt von der Grundlinie mit viel Übersicht zurück an den Elfmeterpunkt. Stajner steht vollkommen frei und trifft ohne Probleme.

69., 1:3, Bunjaku: Charisteas schickt Bunjaku mit einem Zuspiel aus der Drehung auf die Reise. Mutterseelenallein läuft der Schweizer auf Fromlowitz zu und trifft wieder durch die Beine.

Fazit: Völlig verdienter Sieg für Nürnberg gegen erschreckend schwache Gastgeber.

Der Star des Spiels: Albert Bunjaku. In den letzten Wochen war schon leise Kritik am Schweizer laut geworden, mit drei Treffern meldete er sich nun eindrucksvoll zurück. Musste dieses Mal etwas zurückgezogen agieren und dementsprechend mehr Defensivarbeit verrichten. Dennoch: Unglaublich abgezockt vor dem Tor.

Die Gurke des Spiels: Jan Rosenthal. Durfte mal wieder in der Zentrale ran und war von der Defensivarbeit weitgehend freigestellt. Nutzte seine Freiheiten allerdings zu keiner Zeit aus. Versteckte sich im Spielaufbau und war in der Offensive bis auf einen Weitschuss quasi unsichtbar.

Die Pfeife des Spiels: Knut Kircher. Immer auf der Höhe des Geschehens. Griff durch, wenn es nötig war, lag bei den persönlichen Strafen richtig und hielt sich sonst im Hintergrund. Gute Leistung.

Die Lehren des Spiels: Dass unter Slomka nicht gleich sofort alles funktioniert war klar, zumindest kleine Fortschritte hatte man sich in Hannover allerdings doch erhofft. Gegen den Club ging nun aber schon die zweite Partie unter dem neuen Coach in die Hose - und Besserung ist kaum in Sicht.

Spielerisch war der Auftritt gegen Nürnberg eine Offenbarung - viel schlimmer allerdings: Nur eine gute Viertelstunde nach der Pause stemmte sich die 96er-Elf spürbar und engagiert gegen die drohende Niederlage. Das macht für die kommenden Wochen keine Hoffnung.

Der Club hingegen ist wieder bis auf einen Punkt dran an den Niedersachsen - und darf sich nach dem überzeugenden Auftritt wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Die Hereinahme von Mintal tat Nürnberg richtig gut. Der Slowake nahm das Offensivspiel der Franken in die Hand, wodurch sich Tavares und Ottl auf die Defensive und den sicheren Spielaufbau konzentrieren konnten.

Hinten steht der Club mittlerweile ohnehin recht sicher. Breno hat sich schnell integriert und ist schon Chef der Viererkette und davor agieren mit Ottl und Tavares zwei spielintelligente Abräumer, die sich kaum Fehler leisten.

Hannover - Nürnberg: Daten zum Spiel

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