Bundesliga - 4. Spieltag

Dortmund erkämpft sich irres Remis

Von Stefan Rommel / Jochen Tittmar
Samstag, 13.09.2008 | 17:24 Uhr
© Getty
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Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 haben sich im 132. Revierderby 3:3-Unentschieden getrennt. Schalke verlor nach einer 3:0-Führung noch zwei Punkte und durch das Remis auch die Tabellenführung in der Bundesliga.

Die 80.552 Zuschauern im restlos ausverkauften Signal Iduna Park in Dortmund sahen ein verrücktes Spiel, mit allem, was ein Derby ausmacht.

Neuzugang Jefferson Farfan in seinem ersten Bundesligaspiel per Handelfmeter (20.), Rafinha nach einem blitzsauberen Konter (39.) und Heiko Westermann (54.) nach Weidenfeller-Fehler erzielten die Treffer für die Gäste.

Dortmunds Tore durch Neven Subotic (67.) und Alexander Frei (71./89.) drehten das Spiel noch in den letzten 20 Minuten.

"Wir fühlen uns als moralischer Sieger. Wir haben am Ende noch mal alles gegeben. Das fühlt sich heute wie ein Sieg an", sagte BVB-Kapitän Sebastian Kehl nach dem Spiel.

"Das Spiel lief super bis zur ersten Halbzeit, da haben wir klar dominiert. Die zwei klaren, dummen Roten Karten haben uns aus dem Spiel gebracht", bilanzierte Debütant Ralf Fährmann.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Für den verletzten Mathias Schober stand Fährmann im Schalker Kasten, für Stammkeeper Manuel Neuer kam ein Einsatz noch zu früh. Jefferson Farfan kam zu seinem ersten Bundesligaspiel. Beim BVB saß Alex Frei zunächst nur auf der Bank, Mohamed Zidan durfte von Beginn an ran. 

5.: Kuba treibt den Ball im Mittelfeld nach vorne und passt wunderbar nach links auf den freistehenden Zidan. Der Ägypter hat jedoch Probleme bei der Ballannahme und vertändelt in aussichtsreicher Position.

19., Elfmeter für Schalke: Langer Ball in den Strafraum. Kuranyi und Subotic im Infight, der Dortmunder spielt den Ball mit der Hand. Muss man geben.

20., 0:1, Farfan: Der Neuzugang übernimmt in seinem ersten Bundesligaspiel Verantwortung. Flachschuss nach rechts, Weidenfeller hüpft nach links. Aus dem Nichts, diese Führung. 

27.: Rafinha haut Valdez im Zweikampf die Faust ins Gesicht. Schiri Wagner zückt Gelb - und liegt damit völlig falsch. Rot hätte es sein müssen.

39., 0:2, Rafinha: Konter der Knappen, Kehl verliert an der Mittellinie eine wichtigen Zweikampf gegen Westermann. Der Nationalspieler treibt den Ball bis zum Dortmunder Sechzehner, spielt rechts raus auf den mitgelaufenen Rafinha und der Brasilianer schießt unhaltbar für Weidenfeller ins linke Eck.

54., 0:3, Westermann: Ernst flankt vom rechten Strafraumeck auf den langen Pfosten zu Kuranyi. Weidenfeller kommt völlig unnötig aus dem Kasten und verliert das Duell. Vor dem leeren Tor gewinnt Westermann das Kopfballduell gegen Subotic und köpft ohne Probleme ein.

67., 1:3, Subotic: Ecke von links von Frei auf den langen Pfosten, Subotic setzt sich gegen Bordon durch und köpft ins lange Eck.

71., 2:3, Frei: Frei kommt am rechten Strafraumeck an die Kugel, allerdings in stark abseitsverdächtiger Position, zieht nach innen und zieht mit links ab. Links oben in den Winkel, Traumtor!

73., Gelb-Rot für Pander: Pander sieht nachträglich nach einem Foul an Kuba die zweite Gelbe Karte.

76., Rot für Ernst: Was für ein übles Foul! Ernst grätscht Kuba von hinten in die Achillessehne. Wagner bleibt gar nichts anderes übrig.

87.: Klimowicz völlig frei vor der Bude, schaufelt den Ball aber im Fallen aus zehn Metern links vorbei.

88., Elfmeter für Dortmund: Kuba köpft Krstajic den Ball an den Oberarm. Wagner gibt Elfer. Fehlentscheidung.

89., 3:3, Frei: Der Ausgleich! Strammer Schuss nach links, Fährmann hechtet nach rechts.

So lief das Spiel: Dortmund zu Beginn klar Herr im Haus, Schalke wartete erstmal ab. Das Spiel fing sehr fair an, wurde aber im Laufe der ersten Halbzeit immer hektischer. Schiedsrichter Lutz Wagner hatte einen schweren Stand - die Spieler gingen nicht selten über die Grenze des Erlaubten hinaus.

Nach dem überraschenden 0:1 war ein Bruch im Dortmunder Spiel, der BVB hatte an dem Gegentor mächtig zu knabbern. Schalke hatte die Partie danach im Griff und war wie gewohnt effektiv in seiner Chancenverwertung.

Schalke spulte sein Pensum gewohnt routiniert runter. In der zweiten Halbzeit führte Königsblau die Gastgeber dann phasenweise sogar vor - bis Subotic plötzlich der Anschlusstreffer gelang.

Dortmund fand nun durch Aggressivität wieder zurück, Frei gelang schnell das 2:3. Danach überschlugen sich die Ereignisse mit den zwei Roten Karten.

In der 88. Minute wurde Schiri Wagner zum tragischen Hauptdarsteller: Kuba köpfte Krstajic den Ball an den Oberarm - Wagner entschied auf Elfmeter. Eine krasse Fehlentscheidung. Frei ließ sich nicht lange bitten und erzielte den Ausgleich.

Der Star des Spiels: Alexander Frei. BVB-Coach Jürgen Klopp verzichtete zunächst auf den Schweizer, vertraute Mohamed Zidan. Der versagte in seinem ersten Derby aber komplett. Klopp brachte Frei erst spät - und dieser reagierte seine Wut mit zwei Treffern ab. Sein 2:3 war die Initialzündung zu einer turbulenten Schlussphase, beim Elfmeter eine Minute vor Schluss griff er sich entschlossen den Ball und verwandelte cool.

Die Gurke des Spiels: Schiedsrichter Lutz Wagner und sein Gespann. Fand von Beginn an keine Linie. Hätte Rafinha nach dessen Tätlichkeit gegen Valdez zwingend vom Platz stellen müssen, zeigte aber nur Gelb. Beim 2:3 stand Frei bei der Ballannahme meterweit im Abseits und bei der spielentscheidenden Szene nach Kubas Kopfball an Krstajic' Oberarm zeigte Wagner völlig zu Unrecht auf den Elfmeterpunkt und brachte Schalke somit um zwei Punkte. Dass er dann trotz zahlloser Unterbrechungen auch noch pünktlich nach 90 Minuten abpfiff, "rundete" eine mangelhafte Leistung ab.

Die Lehren des Spiels: Schalke hat sich trotz Wagners Fehlleistung das Remis selbst zuzuschreiben. Nach einer 3:0-Führung auswärts darf man ein Spiel nicht mehr so fahrlässig aus der Hand geben. Die Unbeherrschtheiten von Pander und Ernst erinnern an dunkle Zeiten, als sich Schalke immer wieder durch Undiszipliniertheiten selbst im Weg stand.

Außerdem scheiterte S04 am Ende an seiner Überheblichkeit, weil sie die Mannschaft Mitte der zweiten Halbzeit nur noch an ihrem eigenen Spiel berauschte und böse bestraft wurde.

BVB-Coach Klopp setzte in Valdez und Zidan auf das völlig falsche Pferd im Angriff, reagierte aber auf seinen Fehlgriff und wechselte in Frei die Wende ein. Als der BVB schon so gut wie tot schien, kam die junge Mannschaft doch noch einmal zurück und erkämpfte sich am Ende ein verdientes Unentschieden.

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