Sonntag, 24.08.2008

2. Spieltag

Fenin stört Kölner Party

Der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt warten weiter auf den ersten Sieg. In einem Spiel ohne viele Höhepunkte trennten sich beide Teams 1:1 (1:0). Für Köln war Milivoje Novakovic erfolgreich, den späten Frankfurter Ausgleich besorgte Martin Fenin.

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© Getty
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München - Der 1. FC Köln hat am 2. Spieltag den ersten Sieg nach dem Wiederaufstieg verpasst. Die Rheinländer mussten sich vor 50.347 Zuschauern mit einem 1:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt zufrieden geben. Torjäger Milivoje Novakovic (33.) hatte Köln in Führung gebracht, Martin Fenin per Kopf ausgeglichen (81.).

Gegen schwache Frankfurter vergab Roda Antar in der 39. Minute einen Foulelfmeter.

Mit jeweils einem Punkt aus zwei Spielen legten Köln und Frankfurt einen schwachen Saisonstart hin.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beide Teams mit zwei neuen Spielern im Vergleich zur Vorwoche. Bei Köln spielte Brecko für den gesperrten Wome links in der Viererkette, Matip übernahm Breckos Position im linken Mittelfeld. Sanou ersetzte auf rechts Broich. Eintracht-Coach Funkel ließ Liberopoulos und Inamoto draußen und brachte Fenin und Fink von Beginn an.

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9.: Aiaiai...Freistoß für Köln aus 25 Metern, doch Novakovic verzieht die Kugel ordentlich. 

28.: Nicht zu fassen! Özat flankt Mohamad den Ball passgenau auf den Kopf, aber der Innenverteidiger köpft aus 2,50 Metern links am Kasten vorbei.

31.: Da gibt's die erste Gelbe. Erwischt hat es den Kölner Neuzugang Petit, der Fink im Mittelkreis gepflegt von den Beinen holt.

33., 1:0, Novakovic:  Wieder so ein langer Ball von Özat auf Novakovic. Diesmal passt aber alles. Der Slowene nimmt die Kugel klasse mit, läuft Bellaid davon und schiebt den Ball aus 15 Metern an Nikolov vorbei ins rechte Eck.

38.: Elfmeter für Köln. Völlig unnötig legt Ochs Radu im Strafraum. Da bleibt Schiri Gräfe keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. 

39.: Antar läuft an und haut das Ding an den rechten Pfosten. Es bleibt beim 1:0. 

77.: Schöner Freistoß von Petit. Der Portugiese chippt die Kugel gefühlvoll auf den zweiten Pfosten. Mohamad fehlen aber wenige Zentimeter, um den Ball zu erreichen.

81., 1:1, Fenin: Aus dem Nichts machen die Gäste den Ausgleich. Amanatidis flankt butterweich von links in den Strafraum. Fenin ist den entscheidenden Schritt schneller als Mohamad und köpft das Leder ins Netz.

So lief das Spiel: In den ersten Minuten gab Köln den Ton an und suchte immer wieder Novakovic mit hohen Bällen. Frankfurt anfangs um Ordnung bemüht, ohne dabei aktiv am Spiel teilzunehmen. Die Eintracht wählte eine extrem defensive Variante des 4-3-3.

Köln hatte deutlich mehr Ballbesitz, Torgefahr entstand aber nur aus Standards, ehe Novakovic Gegenspieler Bellaid nach einem langen Ball von Özat davonlief und den FC in Führung schoss.

Die Eintracht nach dem Rückstand von der Rolle, Antar verpasste mit seinem verschossenen Elfmeter Frankfurts vorzeitigen K.o. Nach der Pause Frankfurt mit etwas mehr Power, aber ohne Ideen im Offensivspiel. Köln zog sich weit zurück und beschränkte sich auf die Defensivarbeit. Fenins Ausgleich fiel praktisch aus dem Nichts. 

Spieler des Spiels: Milivoje Novakovic. Der Slowene hat seit jeher ein gespaltenes Verhältnis zu den FC-Fans und wurde schon als "Novakonix" verspottet. Gegen Frankfurt bewies Novakovic aber erneut seine Torjägerqualitäten, spulte ein beachtliches Laufpensum ab, war oft anspielbar und nutzte die Räume, die ihm Gegenspieler Bellaid gewährte.

Gurke des Spiels: Patrick Ochs. Der Frankfurter Außenverteidiger stellte sich beim elfmeterwürdigen Foul an Radu an wie ein Anfänger. Anstatt den Ball abzublocken und Radu den Laufweg zu versperren, rammte er den Rumänen mit einem Bodycheck zu Boden. Ochs offenbarte zudem Schwächen im Stellungsspiel, war Gelb-Rot gefährdet und wurde von Funkel zur Halbzeit ausgewechselt.

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Lehren des Spiels: Kölns überschaubare fußballerische Fähigkeiten reichten gegen einen schwachen Gegner am Ende nur zu einem Punkt, weil sich die Eintracht die einzige Kölner Unachtsamkeit zunutze machte. Fehlende Cleverness und die (noch) nicht vorhandende Klasse, ein Spiel nach Hause zu bringen, wurde dem FC zum Verhängnis. 

Nach dem 0:2 gegen Berlin hatte Eintracht-Coach Funkel seine Spieler als "Alibifußballer"und "Erdbeerpflücker" verunglimpft. In Köln war's nicht viel besser.

Funkels 4-3-3 ging nicht auf. Im Mittelfeld fehlte die ordnende Hand. Das Pressing der drei Stürmer ging nach hinten los, weil die Abwehr viel zu weit aufrückte und Kölns langen Bällen auf Novakovic ständig hinterherlief.

Die Offensivaktionen der Eintracht waren leicht zu durchschauen. Überraschungseffekte? Fehlanzeige. Somit hatte die FC-Abwehr leichtes Spiel - bis zur 81. Minute. Beide Teams müssen sich vor allem spielerisch mächtig steigern.

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Thomas Gaber / Thomas Ziemann

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